Quobna Ottobah Cugoano

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Quobna Ottobah Cugoano (* um 1757; † 1801?) war ein vehementer Gegner der Sklaverei, dessen Aktivitäten sich vor allem von England aus gegen diese Menschenrechtsverletzung richteten.

Leben[Bearbeiten]

Cugoano wurde in einer Familie des Volkes der Fante geboren auf dem Gebiet des heutigen Ghana. Cugoano wurde in Ghana verschleppt und als Sklave im Jahr 1770 verkauft. Zunächst wurde er nach West-Indien verschifft, gelangte jedoch aus unbekanntem Grund nach England, wo er 1772 ankam. Er wurde als John Stuart in einer baptistischen Gemeinde getauft.

Im Jahr 1784 kam er als Diener zu dem Künstler Richard Cosway und dessen Frau Maria. Im Hause der Cosway's änderte sich der Lebensweg Cugoanos entscheidend. Durch die Cosway's wurde er auf die britische Politik der damaligen Zeit aufmerksam und mit den kulturellen Persönlichkeiten seiner Zeit (William Blake) vertraut. Zusammen mit einem weiteren gebildeten Afrikaner im Königreich Großbritannien, Olaudah Equiano und anderen, war er bei der Gruppierung Sons of Africa, einer Gruppe mit dem Ziel der Abschaffung der Sklaverei, aktiv und veröffentlichte regelmäßig in den Zeitungen Artikel gegen die Sklaverei.

Seine Arbeit war geprägt von tiefer Religiosität und deutlichen Anklagen gegen das britische Volk, das die Sklaverei zuließ. Immer wieder forderte er die Sklaven auf, sich zu erheben und zu rebellieren. Von dieser Grundstimmung geprägt verfasste er 1787 sein Hauptwerk Thoughts an Sentiments on the Evil of Slavery and Commerce of Human Species.

Vier Jahre später (1791) wurde eine überarbeitete Version seines Werkes veröffentlicht, die sich ausdrücklich an Sklaven richtete. In dieser Version befürwortete er das Scheitern Britanniens, eine Kolonie in Sierra Leone zu gründen und forderte die Einrichtung eines Bildungsweges für afrikanische Studenten in Großbritannien.

Siehe auch[Bearbeiten]