Räckelwitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Verwaltungsverband: | Am Klosterwasser | |
| Höhe: | 164 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,51 km² | |
| Einwohner: |
1160 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01920 | |
| Vorwahl: | 035796 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ, BIW, HY, KM | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 470 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 41 01920 Räckelwitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Brußk (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Räckelwitz im Landkreis Bautzen | ||
Räckelwitz, sorbisch Worklecy, ist eine Gemeinde in der sächsischen Oberlausitz. Sie ist Mitglied im Verwaltungsverband Am Klosterwasser (Zarjadniski zwjazk „Při Klóšterskej wodźe“). Der Ort Räckelwitz selbst hat 497 Einwohner[2] und liegt im sorbischen Kernsiedlungsgebiet. Im Jahre 2001 waren 61,9 % der Einwohner der Gemeinde des Sorbischen mächtig[3].
Inhaltsverzeichnis |
Geographie und Verkehr [Bearbeiten]
Die Gemeinde befindet sich ca. 8 km östlich der Stadt Kamenz und ca. 15 km nordwestlich von Bautzen im Süden des „Niederlandes“ (Delany) der ehemaligen Klosterpflege St. Marienstern. Die A 4 ist über den Anschluss Uhyst (ca. 6 km) zu erreichen. Die Gemeinde liegt in der westlichen Oberlausitz am Rande des Westlausitzer Hügel- und Berglandes, im Übergang zwischen der flachen Teichlandschaft im Norden und dem Lausitzer Bergland im Süden. Östlich am Ort Räckelwitz vorbei fließt das Klosterwasser, ein Nebengewässer der Schwarzen Elster.
Wappen [Bearbeiten]
Beschreibung: Auf dem zweimal geteilten Wappen in Blau, Rot und Weiß mit dem roten Malteserkreuz liegen zwei Schildlein über die erste Teilung. Rechts in Weiß ein roter schräger Sechs-Rautenbalken und links in Gold ein springender schwarzer Hirsch.
Die Verwendung der sorbischen Trikolore zeigt die Verankerung der Gemeinde im sorbisch-katholischen Kernland am Klosterwasser.
Geschichte [Bearbeiten]
Räckelwitz wurde im Jahr 1280 als Rokolewicz erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem Jahr 1304 befand sich hier ein Rittergut. Die letzte Eigentümerin dieses Gutes, Gräfin Monika zu Stolberg, vererbte das Herrenhaus dem Malteserorden. Im Zeitraum von 1903 bis 2000 befand sich dann im ehemaligen Herrenhaus ein katholisches Krankenhaus dieses Ordens.
Ortsgliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Räckelwitz hat folgende Ortsteile (Einwohnerzahlen von 2011)[4]:
- Dreihäuser (Horni Hajnk), 11 Einwohner
- Höflein (Wudwor), 138 Einwohner
- Neudörfel (Nowa Wjeska), 168 Einwohner
- Räckelwitz (Worklecy), 497 Einwohner
- Schmeckwitz (Smječkecy), 285 Einwohner
- Teichhäuser (Haty), 26 Einwohner
Politik [Bearbeiten]
Der Gemeinderat von Räckelwitz besteht momentan aus zwölf Mitgliedern, darunter neun Männer und drei Frauen. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | 2009 | 2004 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 70,6 | 9 | 75,3 | 9 |
| Freie Sorbische Wählervereinigung (FSWV) | 25,4 | 3 | 24,7 | 3 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 4,0 | 0 | - | 0 |
| gesamt | 100,0 | 12 | 100,0 | 12 |
| Wahlbeteiligung | 64,8 % | 60,5 % | ||
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Herrenhaus
Barockes Herrenhaus mit neun Achsen und einer Freitreppe. Bemerkenswert ist die Schlosskapelle im Stil der Beuroner Kunstschule. Im Herrenhaus war ein Krankenhaus eingerichtet, dort wurden mehrere 10.000 Menschen geboren. Die Anbauten des 20. Jahrhunderts wurden im Jahr 2009 entfernt. Im Gartenhaus leben die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung (Vorsehungsschwestern), die bis zu ihrem Ruhestand im Krankenhaus gearbeitet haben. Im Haus selbst ist eine Pflegestation der Malteser untergebracht, geplant ist eine Tagespflege und Alten-gerechtes-Wohnen. Am Haus befinden sich mehrere Wappen und Monogrammsteine der Grafen zu Stolberg-Stolberg.
Bildung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Räckelwitz verfügt über eine Grundschule und die Mittelschule „Michał Hórnik“, eine von vier verbliebenen sorbischen Mittelschulen in Sachsen.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Michał Hórnik (1833–1894), sorbischer Geistlicher und einer der bedeutendsten Förderer des sorbischen Schrifttums im 19. Jahrhundert
- Jurij Brězan (1916–2006), sorbischer Schriftsteller
- Benedikt Dyrlich (* 1950 in Neudörfel/Nowa Wjeska), Schriftsteller, Politiker und Chefredakteur
- Stanislaw Tillich (Stanisław Tilich, * 1959), Politiker
- Jěwa-Marja Čornakec (* 1959), Schriftstellerin und Chefredakteurin
- Olaf Pollack (* 1973), Radprofi
- Ronny Kockel (* 1975), deutscher Fußballtorwart KFC Uerdingen 05
- Peggy Wagenführ (* 1976), Biathletin
- Tino Semmer (* 1985), Fußballspieler
Literatur [Bearbeiten]
- Cornelius Gurlitt: Räckelwitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35. Heft: Amtshauptmannschaft Kamenz (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1912, S. 289.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Angabe für 2011 von am-klosterwasser.de
- ↑ Walde, Martin: Demographisch-statistische Betrachtungen im Gemeindeverband "Am Klosterwasser" in: Lětopis 51 (2004), Heft 1
- ↑ Angaben auf am-klosterwasser.de
Weblinks [Bearbeiten]
- Räckelwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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