Régiment des Gardes Françaises

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Uniform der Gardes-Françaises 1757

Die Gardes-Françaises (übersetzt: Französische Garden) dienten zwischen 1563 und 1789 den Königen von Frankreich als Garde-Infanterieregiment. Sie zählte zu den Haustruppen des Königs von Frankreich.

Formationsgeschichte[Bearbeiten]

Die Gardes-Françaises wurde von Karl IX. während des Ersten Hugenottenkriegs aufgestellt. Sie hatte ursprünglich eine Stärke von 500 Mann in 10 Kompanien. Unter Ludwig XIV. hatte die Gardes-Françaises eine Stärke von 9000 Mann in 30 Kompanien. Im Jahre 1789 bestand die Truppe aus 3600 Offizieren und Mannschaften in sechs Bataillonen mit je einer Grenadier- und vier Füsilierkompanien. Der Regimentskommandeur hielt den Rang eines Marschalls von Frankreich. Die Chefs der Grenadierkompanien waren Inhaber eines französischen Infanterieregiments. Am 31. August 1789 wurde das Regiment aufgelöst, seine Soldaten bildeten jedoch das Rückgrat der neu gegründeten Garde nationale.

Einsätze[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert bildete die Gardes-Françaises mit den Schweizergarden eine Infanteriebrigade. Sie focht u.a. in der Schlacht bei Malplaquet am 11. September 1709, in der Schlacht von Dettingen am 27. Juni 1743 und bei Fontenoy am 11. Mai 1745. Der Großteil der Gardes-Françaises war am 14. Juli 1789 an der Seite des Volkes am Sturm auf die Bastille beteiligt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Liliane Funcken, Fred Funcken: Historische Uniformen. Band 1: 18. Jahrhundert. Französische Garde und Infanterie, britische und preußische Infanterie. Mosaik-Verlag, München 1977, ISBN 3-570-04361-4, S. 38 ff.
  • Adrien Pascal, Jules François Le Comte, Germain Nicolas Brahaut, François Sicard: Histoire de l’armée et de tous les régiments depuis les premiers temps de la monarchie française jusqu’à nos jours. Band 1. Barbier, Paris 1847, S. 300–306, (online).