Río Guayas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Guayas ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Guayas (Begriffsklärung) aufgeführt.
Guayas
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Der Guayas auf der Höhe von Guayaquil, links die Insel Santay

Der Guayas auf der Höhe von Guayaquil, links die Insel Santay

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Ecuador
Flusssystem Río GuayasVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Ursprung Zusammenfluss von Babahoyo und DauleVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung in den Golf von Guayaquil (Pazifischer Ozean)-2.65-79.9083333333330Koordinaten: 2° 39′ 0″ S, 79° 54′ 30″ W
2° 39′ 0″ S, 79° 54′ 30″ W-2.65-79.9083333333330
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 60 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 36.000 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
1144 m³/s
Großstädte Guayaquil, Durán

Der Guayas ist ein Fluss im westlichen Küstentiefland Ecuadors. Gemeinsam mit seinen Zuflüssen Babahoyo und Daule und deren Zuflüssen bildet er das größte Wassereinzugssystem der Pazifikküste in Amerika. Die ecuadorianische Provinz Guayas ist nach dem Fluss benannt, der mit seinem Delta und den Nebenflüssen landschaftsprägend ist.

Der eigentliche Guayas entsteht auf der Höhe von Guayaquil durch den Zusammenfluss von Babahoyo und Daule. Nach etwa 60 Kilometern mündet er in einem breiten Delta in den Golf von Guayaquil, den größten natürlichen Hafen an der Pazifikküste Südamerikas.

Der Guayas bildet das für den Handel bedeutendste Wasserstraßensystem Ecuadors. Die Hafenstadt Guayaquil und das ihr gegenüberliegende Durán sind die größten anliegenden Städte. Beide verbindet die längste Brücke Ecuadors, die "Brücke der Nationalen Einheit", die offiziell Puente Rafael Mendoza Avilés heißt. Sie ist insgesamt 2.825 m lang, 1.032 m von Guayaquil bis zur Landspitze La Puntilla und 1.793 m von dieser nach Durán.

Die Zuflüsse des Guayas entspringen an den Hängen der Anden. Den Daule als längsten Quellfluss eingeschlossen ist der Guayas bis zum Golf von Guayaquil 389 Kilometer lang. Insgesamt entwässert sein Flusssystem einen Bereich von über 36.000 Quadratkilometern und ist damit das größte Flusssystem der amerikanischen Pazifikküste. Der Abfluss beträgt durchschnittlich 1144 m²/s, das ist etwa die Hälfte des Rheins. Damit fließen über den Guayas 39 % aller Niederschläge in der Costa ab.[1]

Die Landschaft besonders des Deltas ist durch (bedrohte) Mangrovensümpfe gekennzeichnet. Darüber hinaus ist im Delta aus Sedimenten eine Gruppe von Inseln entstanden, deren größte die Insel Puná ist. Der Guayas ist Lebensraum einer Reihe seltener, z. T. endemischer Tier- und Pflanzenarten, darunter besonders Fische (u.a. Salmler) und Vögel.

Guayas ist auch der Name des Dampfschiffes auf dem Wappen der Flagge von Ecuador. Dieses wurde von Vicente Rocafuerte konstruiert und am 9. Oktober 1841 in Betrieb genommen. Es war das erste seiner Art in Südamerika und wurde nach dem Fluss benannt.

siehe auch: Geographie Ecuadors

Nachweise[Bearbeiten]

  1. U Texas