Río Maipo

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Río Maipo
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Der Río Maipo

Der Río Maipo

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage ChileChile Chile, Región Metropolitana, Región de Valparaíso
Flusssystem Río Maipo
Quelle Los Nacimientos[1]
34° 13′ 50″ S, 69° 51′ 20″ W-34.230555555556-69.8555555555563135
Quellhöhe 3135 m[1]
Mündung in San Antonio-Llolleo in den Pazifik-33.611111111111-71.6305555555560Koordinaten: 33° 36′ 40″ S, 71° 37′ 50″ W
33° 36′ 40″ S, 71° 37′ 50″ W-33.611111111111-71.6305555555560
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 3135 m
Länge 250 km[1][2]
Einzugsgebiet 15.304 km²[2][3]
Abfluss am Pegel La Obra[1] MQ
92,3 m³/s
Linke Nebenflüsse Río Clarillo, Río Angostura, Río Molina
Rechte Nebenflüsse Río Volcán, Río Yeso, Río Colorado, Río Mapocho
Mittelstädte Melipilla
Gemeinden San José de Maipo

Der Río Maipo ist ein Fluss in Zentral-Chile der südlich an Santiago vorbeifließt. Er entspringt in den Anden und mündet in den Pazifik. Der Cajón del Maipo ist eine beliebte Tourismusregion. Trinkwasser­versorgung und Bewässerung der Hauptstadtregion erfolgen größtenteils aus dem Maipo und seinen andinen Zuflüssen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Río Maipo ist mit rund 250 km einer der längsten und wichtigsten Flüsse in Chile. Das Quellgebiet liegt an der Grenze zu Argentinien, ganz im Südosten der Hauptstadtregion in der Kommune San José de Maipo. Dort in den Anden im Sektor Los Nacimientos zu Füssen des Vulkan Maipo sammeln sich in 3135 m Höhe die Wasserabflüsse vom West- und Südhang des Vulkankegels sowie von den südlich gegenüberliegenden Bergen der Caldera-Begrenzung[A 1] und bilden durch ihren Zusammenfluss den Río Maipo. Von Los Nacimientos fließt der Río Maipo zunächst mit einem mittleren Gefälle von 2,9 % nach Nordwesten bis zur 62 km entfernten Mündung des Río Volcán bei der Ortschaft San Gabriel. Nach weiteren 2 km mündet der Río Yeso und nach weiteren 25 km der Río Colorado in den Maipo. Dort ändert der Fluss seine Richtung nach Westen.

Der durch seine zahlreichen Zuflüsse stetig anwachsende Fluss überwindet ein erhebliches Gefälle das durch Wasserkraftwerke zur Stromerzeugung genutzt wird oder auch zum Rafting. Die Maipo-Schlucht, genannt Cajón del Maipo, und einige ihrer Seitentäler waren schon in prähistorischen Zeiten besiedelt, wie zahlreiche archäologische Funde belegen. Heute ist es die Kommune San José de Maipo deren weit verstreute Ortsteile sich dort an seinem Ufer aneinanderreihen. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Cajón del Maipo eine beliebte Touristenattraktion und Urlaubsgebiet.

Nach insgesamt 110 km verlässt der Río Maipo die Andenkordillere und tritt bei Puente Alto in die Maipo-Ebene ein, die dort noch fast 800 m über dem Meeresspiegel liegt. In der Nähe von Talagante mündet der aus Santiago kommende Río Mapocho ein. Nach Durchquerung der Küstenkordillere erreicht der Río Maipo die Ortschaft Llolleo bei der Hafenstadt San Antonio wo er in den Pazifischen Ozean mündet.[1][5][6]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Berge heißen Picos Bayos (Bayos-Spitzen). 34° 15′ S, 69° 50′ W-34.25-69.8333333333334245[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f  Hans Niemeyer F.: Hoya del Río Maipo. In: Dirección General de Aguas (Hrsg.): Hoyas hidrográficas de Chile. Región Metropolitana. 6, Santiago de Chile 198- (online, abgerufen am 7. Mai 2014).
  2. a b  cade-idepe consultores en ingenería, Dirección General de Aguas, Ministerio de Obras Públicas, Gobierno de Chile (Hrsg.): Diagnostico de clasificación de los cursos y cuerpos de agua según objeticos de calidad. Cuenca del Río Maipo. 2004 (online, abgerufen am 18. März 2014).
  3.  Centro de Información de Recursos Naturales, Dirección General de Aguas, Ministerio de Obras Públicas, Gobierno de Chile (Hrsg.): Catastro de usuario/as de aguas superficiales de la primera sección del río Maipo rivera sur o izquierda. Informe Final. Santiago 2011 (online, abgerufen am 18. März 2014).
  4. a b Koordinaten nach GoogleEarth 2014.
  5. a b c  Mélica Muñoz-Schick, Andrés Moreira-Muñoz, Carolina Villagrán, Federico Lueberti: Caracterización florística y pisos de vegetación en los Andes de Santiago, Chile Central.. In: Boletin del Museo Nacional de Historia Natural, Chile. 49, 2000, S. 9-50 (online, abgerufen am 18. März 2014).
  6. Beschreibung teilweise nach den in GoogleEarth 2014 veröffentlichten Satellitenaufnahmen.