Río Matanza-Riachuelo

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Río Matanza-Riachuelo
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Blick auf den Riachuelo von der Puente Bosch

Blick auf den Riachuelo von der Puente Bosch

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Provinz Buenos Aires, Argentinien
Flusssystem Río de la Plata
Abfluss über La Plata → AtlantikVorlage:Infobox Fluss/QUELLE_fehlt
Mündung in Buenos Aires in den Río de la Plata-34.634722222222-58.351666666667Koordinaten: 34° 38′ 5″ S, 58° 21′ 6″ W
34° 38′ 5″ S, 58° 21′ 6″ W-34.634722222222-58.351666666667
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Länge 64 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 2240 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Puente Alsina

Puente Alsina

Der Río Matanza-Riachuelo, besser bekannt als Riachuelo, ist ein 64 km langer Fluss in der Provinz Buenos Aires in Argentinien. Er mündet in Buenos Aires in den Río de la Plata.

Beschreibung[Bearbeiten]

Von seiner Quelle bis zur La-Noria-Brücke auf der Avenida General Paz ist der Fluss als Río La Matanza bekannt und von da an als Riachuelo. In seinem 2240 km² großen Stromgebiet leben rund 3,5 Mio. Menschen.

Die Hauptzuflüsse des Riachuelo sind der Cañuelas, Chacón und Morales in der Provinz Buenos Aires und der Cildánez in der Region Gran Buenos Aires.

Der Südost-Wind Sudestada hindert regelmäßig den Riachuelo daran, den Río de la Plata zu erreichen, was regelmäßig zu Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten wie La Boca und Barracas führt. Seit 1995 wurde eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um solchen Überflutungen vorzubeugen.

Umweltprobleme[Bearbeiten]

Der Wasserlauf empfängt große Mengen an Industrieabwässern von den zahlreichen Fabriken entlang seiner Ufer, besonders von Färbereien, weshalb der Riachuelo sehr verschmutzt ist. Zu den gefährlichsten Schadstoffen gehören Schwermetalle und Schmutzwasser aus den nicht mehr aufnahmefähigen Bodenschichten des Stromgebietes.

1993, während der Regierung von Carlos Menem, präsentierte die Umweltministerin María Julia Alsogaray ein Dreijahresprojekt, um den Riachuelo zu säubern. Das Projekt wurde jedoch nie vollendet. Alsogaray wurde wegen des Missbrauchs öffentlicher Gelder verurteilt. Laut der argentinischen Tageszeitung Página 12 sind von den 250 Mio. US-Dollar Budget nur 90 Mio. US-Dollar übrig. 150 Mio. US-Dollar wurden für Sozialprojekte, die in keinem Zusammenhang mit der Flusssäuberung standen, ausgegeben und lediglich 1 Mio. Dollar wurde für den eigentlichen Zweck verwendet. Kritiker monieren, dass lediglich Schiffswracks gehoben wurden, jedoch keine Anstrengungen unternommen wurden, dass einfach Schiffe aufgegeben werden und dann im Fluss versinken.[1]

Im Jahr 2006 wurde die Autoridad de Cuenca Matanza Riachuelo (ACUMAR) gegründet, die 2008 vom Obersten Gerichtshof Argentiniens mit einem neuen Sanierungsplan beauftragt wurde. Der Plan beinhaltet die Hebung von Schiffswracks und die Säuberung des Flusses von Müll, die Umsiedlung von Elendsvierteln und den Fluss verschmutzenden Betrieben sowie die Kontrolle der Industrie in der Umgebung durch die ACUMAR. Der langsame Fortschritt des Plans führte jedoch 2011 zum Austausch der Spitze dieser Behörde durch die Nationalregierung.[2]

Im Jahr 2013 führten die genannten Missstände zur „Nominierung“ des Flusses unter den Top 10 der am stärksten verseuchten Gebiete der Erde durch das Blacksmith Institute.[3]

Brücken[Bearbeiten]

Über den Riachuelo führen zahlreiche Brücken, von denen einige auch architektonisch interessant sind. Bei den unten aufgeführten handelt es sich um Autobrücken, daneben gibt es noch sechs Eisenbahnbrücken.

  • Puente de la Autopista Buenos Aires – La Plata: Sie wurde am 1. Juli 1995 eingeweiht und hat eine freie Höhe von 28 Metern.
  • Puente Nicolás Avellaneda: Sie wurde 1940 eingeweiht und verbindet Buenos Aires mit dem Partido Avellaneda.
  • Puente Transbordador Nicolás Avellaneda: Die Brücke ist eines der Wahrzeichen von La Boca. Sie stammt von 1913. Seit 1947 wird sie nicht mehr benutzt.
  • Nuevo Puente Pueyrredón: Sie wurde am 19. Dezember 1969 eröffnet. Sie verbindet die Avenidas Mitre und Hipólito Yrigoyen (Partido de Avellaneda) mit der Autopista Nueve de Julio in Buenos Aires.
  • Puente Pueyrredón: Sie verbindet ebenfalls die Avenida Mitre mit Buenos Aires.
  • Puente Bosch: Bekannt für ein Zugunglück am 12. Juli 1930, bei dem 56 von 60 Passagieren starben. Heutzutage wird die Brücke nur von Autos befahren.
  • Puente Victorino de la Plaza: Sie wurde 1916 eingeweiht und verbindet Barracas mit Piñeiro.
  • Puente Alsina: Sie stammt von 1938 und verbindet Nueva Pompeya mit dem Vorort Valentín Alsina. Die im neoklassischen Stil erbaute Brücke ersetzte den von 1859 stammenden Vorgänger.
  • Puente de la Noria: Die Brücke stellt die Grenze zwischen dem Matanza und dem Riachuelo dar.
  • Puente de la Ruta Provincial 4: Sie ist auch als Camino de Cintura bekannt.
  • Puente de la Ruta Nacional A002: Bekannt als Autopista Ricchieri.
  • Puente de la Ruta Nacional 3: Sie verbindet die Partidos Cañuelas und Marcos Paz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel vom 5. Mai 2006
  2. Echarán a un funcionario por la causa Riachuelo, La Nación, 2. Juni 2011
  3. Top Ten Threats 2013.pdf des Blacksmith Institutes