Río Parapetí

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Río Parapetí
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Río Parapetí bei San Antonio del Parapetí

Río Parapetí bei San Antonio del Parapetí

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Bolivien
Flusssystem AmazonasVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Quelle im südöstlichen Teil der bolivianischen Cordillera Central
18° 4′ 58″ S, 61° 43′ 42″ W-18.082675-61.7284312679Koordinaten: 18° 4′ 58″ S, 61° 43′ 42″ W
Quellhöhe 2679 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bañados de IzozogVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe etwa 100 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied etwa 2579 m
Länge 500 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 48.317 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Kleinstädte Camiri
Gemeinden San Juan del Piraí, San Pablo de Huacareta, Camiri, Choreti, San Antonio del Parapetí

Der Río Parapetí ist ein Fluss im Tiefland des südamerikanischen Anden-Staates Bolivien.

Flusslauf[Bearbeiten]

Die Quellregion des Río Parapetí liegt im südöstlichen Teil der bolivianischen Cordillera Central. Da der Fluss seinen Namen erst ab dem Zusammenfluss von Río Azurduy und Río Caraballo trägt, ist die Frage, welches die Quelle des Parapetí ist, wissenschaftlich noch nicht geklärt. Der längste Zufluss oberhalb des Zusammenflusses ist knapp 48 km lang und entspringt auf einer Höhe von 2.679 m am Tihu Kasa, einem Gipfel etwa 7 km nordöstlich von Torrecillas, dem zentralen Ort des Kanton Las Casas. Der Río Parapetí fließt ab seiner Quelle auf den ersten 80 km in weitgehend südlicher Richtung und wendet sich auf den folgenden 60 km in etwa östlicher Richtung. Danach fließt er bis zur Mündung des Río Bañado nach Norden, die folgenden 150 Kilometer bis zum endgültigen Verlassen der Vorgebirge wieder in östlicher Richtung, danach in nordöstlicher Richtung.

Wichtige Ortschaften am Flusslauf sind San Juan del Piraí (km 110), San Pablo de Huacareta (km 140), Camiri und Choreti (km 270), und San Antonio del Parapetí (km 343).

Der Fluss hat eine Gesamtlänge von über 500 km, aufgrund seiner unregelmäßigen Wasserführung ist er nicht schiffbar, wird auf einigen Passagen bei guter Wasserführung jedoch als Wildwasserstrecke genutzt. Nach Passieren der östlichsten Vorgebirgsketten der Cordillera Central erreicht er das bolivianische Tiefland des Gran Chaco und fließt dann in nordöstlicher Richtung in das Feuchtgebiet der Bañados de Izozog, wo der Fluss nach und nach versickert.

Bañados de Izozog[Bearbeiten]

Das Feuchtgebiet der Bañados de Izozog im bolivianischen Departamento Santa Cruz wird vor allem durch den Río Parapetí bewässert, aber auch durch andere kleinere Zuflüsse aus vorwiegend westlicher Richtung. Der größte Teil der zugeführten Feuchtigkeit verdunstet aufgrund der ganzjährig hohen Temperaturen. Ein geringerer Teil fließt oberflächlich bei hohem Wasserstand über den Río Quimome zur Laguna Concepción ab, und von dort über den Río Itonomas zum Río Iténez und weiter über den Río Mamoré und den Rio Madeira bis hin zum Amazonas. Ein weiterer Teil der Feuchtigkeit bewegt sich oberflächlich und als Sickerwasser in südöstlicher Richtung zum Einzugsgebiet des Río Paraguay.

Am 17. September 2001 hat Bolivien die Feuchtgebiete des Río Parapetí und der Bañados del Izozog mit seiner Unterschrift unter die Ramsar-Konvention unter internationalen Schutz gestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Eisenbahnbrücke über den Río Parapetí bei San Antonio