Röhrigschacht

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Ehemaliges Kupferschiefer-Bergwerk Röhrigschacht mit Förderturm
Röhrigschacht-Förderturm

Der Röhrigschacht ist ein ehemaliges Kupferschiefer-Bergwerk sowie heutiges Bergbaumuseum und Schaubergwerk in Wettelrode im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Röhrigschacht liegt im Übergangsbereich vom Unterharz zum südöstlichen Harzvorland im Naturpark Harz und im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Er befindet sich am Nordwestrand von Wettelrode, einem nördlichen Ortsteil von Sangerhausen, südlich des Steinbergs (348,8 m ü. NN). Übertage liegt das ehemalige Werksgelände auf etwa 305 m[1] Höhe.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mansfelder Land, Südostharz und südöstlichen Harzvorland wurde Kupferschieferbergbau von 1200 bis 1990[2] betrieben, zum Beispiel auch im Sangerhäuser Revier und damit im Röhrigschacht. Der Schacht gehört zur historischen Bergbaulandschaft des südöstlichen Harzvorlandes. Sein von 1888[2] stammender Förderturm ist einer der ältesten in Europa.

Museum[Bearbeiten]

Im 1987[3] eröffneten Bergbaumuseum (übertage) kann man sich über Entstehung von Lagerstätten, Geologie und Mineralogie sowie die 800-jährige[3] Geschichte des Bergbaus informieren. Es sind historische und neuere Gezähe, wie Bohr-, Druckluft- und Ladegeräte, Transportmittel, Abbaumechanisierung, sowie Geräte und Maschinen der Wetterführung und Wasserhaltung ausgestellt und erläutert.

Im 1991[4] eröffneten Schaubergwerk (untertage) können Besucher im Rahmen von Führungen mit der Schachtförderanlage bis zur Teufe von 283 m[4] hinab und dann weiter mit der Grubenbahn zu einem 1.000 m[4] entfernten Kupferschieferflöz in einem Abbaufeld des 19. Jahrhunderts[4] fahren. Dort wird anhand von Schauobjekten der einstige Abbau von den Anfängen bis zur Neuzeit vorgeführt und erläutert. Während dieser Führungen wird auch der Hauptgrubenlüfter besichtigt und erklärt.

Wandern[Bearbeiten]

Der Röhrigschacht ist als Nr. 222[5] in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen; der Stempelkasten befindet sich an einer Infotafel am Parkplatz neben dem Schaubergwerk. Etwa 300 m nördlich vorbei am einstigen Bergwerk führt der Karstwanderweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sachsen-Anhalt-Viewer
  2. a b Geschichte des Röhrigschachts auf roehrigschacht.de
  3. a b Das Bergbaumuseum (übertage) Röhrigschacht auf roehrigschacht.de
  4. a b c d Das Schaubergwerk (untertage) Röhrigschacht auf roehrigschacht.de
  5. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 222 – Schaubergwerk Röhrigschacht auf harzer-wandernadel.de

Weblinks[Bearbeiten]

51.51741666666711.2825Koordinaten: 51° 31′ 3″ N, 11° 16′ 57″ O