Röhrnbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Röhrnbach
Röhrnbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Röhrnbach hervorgehoben
48.74027777777813.522777777778438Koordinaten: 48° 44′ N, 13° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 40,66 km²
Einwohner: 4394 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94133
Vorwahlen: 08582, 08551 (Großwiesen, Kumreut)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 141
Marktgliederung: 44 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 1
94133 Röhrnbach
Webpräsenz: www.roehrnbach.de
Bürgermeister: Josef Gutsmiedl (CSU)
Lage des Marktes Röhrnbach im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Regen Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Schöfweg Waldhäuserwald Schönbrunner Wald Schlichtenberger Wald Sankt Oswald Pleckensteiner Wald Philippsreuter Wald Mauther Forst Spiegelau Graineter Wald Annathaler Wald Zenting Waldkirchen Thurmansbang Spiegelau Schönberg (Niederbayern) Neuschönau Sankt Oswald-Riedlhütte Saldenburg Röhrnbach Ringelai Philippsreut Perlesreut Neureichenau Mauth Jandelsbrunn Innernzell Hohenau (Niederbayern) Hinterschmiding Grainet Grafenau (Niederbayern) Fürsteneck Freyung Eppenschlag Schöfweg Leopoldsreuter Wald Frauenberger u. Duschlberger Wald Haidmühle Österreich TschechienKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Die katholische Pfarrkirche St. Michael

Röhrnbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Röhrnbach liegt in der Region Donau-Wald im südlichen Bayerischer Wald. Der Markt befindet sich an der B 12, rund 22 km nördlich von Passau, 8 km westlich von Waldkirchen, 12 km südlich von Freyung, 30 km von der Grenze zu Tschechien (bei Philippsreut) und 28 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Aicha vorm Wald) entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Röhrnbach hat 44 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Besonderheiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Ortskern mit dem Marktplatz und den historischen Bürgerhäusern. Die Gemeinde dient als Kulisse in der Fernsehserie Forsthaus Falkenau, wo die Ortschaft allerdings Küblach genannt wird.

Das eigentlich eher raue Klima des Bayerischen Waldes trifft auf Röhrnbach nur bedingt zu, liegt es doch unterhalb von 500 Metern in einem geschützten Talkessel.

Geschichte[Bearbeiten]

Das 1170 erstmals erwähnte Röhrnbach lag am Bergreichensteiner Ast des Goldenen Steiges. Da hier der goldene Steig auf die Klafferstraße traf, hatte Röhrnbach besonders im 16. Jahrhundert Bedeutung als Handelsplatz. Der 1612 zum Markt erhobene Ort des Hochstiftes Passau (der weitgehende Eigenrechte genoss), hatte 1649 über 600 Opfer der Pest zu beklagen.

Der Marktflecken wurde 1803 mit dem größten Teil des hochstiftischen Gebietes zugunsten Erzherzog Ferdinand von Toskana säkularisiert und fiel erst 1805 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

In den letzten Kriegstagen wurden in Röhrnbach 42 Häuser zerstört, dazu 36 Bauernanwesen in den umliegenden Dörfern. Aus dem Wiederaufbau heraus entstand ein rasches Wachstum des Ortes, als neuer Handwerkszweig kam die Glasveredelung in den Markt.

Im Jahr 1983 entstand ein neues Gemeindezentrum. Ab 1984 wurde die Umgehungsstraße erbaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Teile der ehemals selbständigen Gemeinden Wilhelmsreut und Oberndorf wurden am 1. April 1971 eingegliedert.[3] Die frühere Gemeinde Außernbrünst kam am 1. Januar 1976 hinzu. Am 1. Mai 1978 wurde ein Teil der ehemaligen Gemeinde Kumreut angegliedert. Am 1. März 1979 kam ein Gebiet der Kreisstadt Freyung mit etwa 500 Einwohnern hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 2.607 Einwohner
  • 1871: 2.753 Einwohner
  • 1900: 2.969 Einwohner
  • 1925: 2.848 Einwohner
  • 1939: 2.691 Einwohner
  • 1950 (13. September): 3.942 Einwohner
  • 1961 (6. Juni): 3.546 Einwohner
  • 1970 (27. Mai): 3.832 Einwohner
  • 1980 (30. Juni): 3.890 Einwohner
  • 1987 (25. Mai): 4.145 Einwohner
  • 2000: 4.492 Einwohner
  • 2011: 4.475 Einwohner
  • 2013: 4.439 Einwohner (30. September) [5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Gutsmiedl (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.216.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 812.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die spätbarocke Pfarrkirche St. Michael entstand von 1746 bis 1750 auf den Turmmauern eines spätgotischen Baues. 1970/71 wurde der dreischiffige Gewölbebau erweitert.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Röhrnbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 28, im produzierenden Gewerbe 1340 und im Bereich Handel und Verkehr 140 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1438. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 114 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2238 ha, davon waren 788 ha Ackerfläche und 1448 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof von Röhrnbach

Röhrnbach ist mit der Bundesstraße 12 von Passau nach Freyung / Grenzübergang Philippsreut an das überörtliche Straßenverkehrsnetz angeschlossen.

Seit 1890 existierte in Röhrnbach ein Bahnhof an der so genannten Ilztalbahn von Passau nach Freyung. Im Jahr 1982 wurde der reguläre Personenverkehr eingestellt. Bis August 2002 befuhren diese Strecke noch Güterzüge und Sonderzüge. Seitdem war diese Strecke durch Hochwasserschäden nicht mehr befahrbar. Von August 2009 bis Juli 2011 wurde die Bahnstrecke durch die Ilztalbahn GmbH unterstützt durch den Förderverein Ilztalbahn e.V. wieder befahrbar gemacht. Am 16. Juli 2011 wurde der Bahnverkehr im Rahmen des Freizeitverkehrsprojektes Donau-Moldau wieder an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen im Sommerhalbjahr und zu Sonderfahrten ganzjährig aufgenommen.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 150 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 25 Lehrern und 417 Schülern

Bis 1970 gab es auch in Außernbrünst eine Grundschule

Sport[Bearbeiten]

SV Röhrnbach[Bearbeiten]

Beim SV Röhrnbach gibt es die Sparten Fußball, Volleyball, Tischtennis, Ski, Schach, Tanz, Stockschießen, Kickboxen, Bogenschießen, Wanderfreunde, Kinderturnen, Damengymnastik, Versehrtensport, Coronar Treff und die der Burgnarren

Motor-Sport-Club Röhrnbach[Bearbeiten]

Der MSC Röhrnbach hat etwa 230 Mitglieder und umfasst folgende Sparten:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Röhrnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111214/192845&attr=OBJ&val=662
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 596.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 627 und 628.
  5. Marktoehrnbach.de: Statistische informationen