Rölli und die Elfen

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Filmdaten
Deutscher Titel Rölli und die Elfen
Originaltitel Rölli ja metsänhenki
Produktionsland Finnland
Originalsprache Finnisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie Olli Saarela
Drehbuch Ilkka Matila
Olli Saarela
Produktion Marko Röhr
Musik Tuomas Kantelinen
Kamera Pini Hellstedt
Kari Sohlberg
Schnitt Jan-Olof Svarvar
Besetzung

Der Kinderfilm Rölli und die Elfen ist ein finnischer Fantasyfilm aus dem Jahr 2001. Er entstand nach einer Idee von Allan Tuppurainen.

Handlung[Bearbeiten]

Das Trollvolk landet an der Küste eines ihnen bisher unbekannten Landes. Sie suchen eine neue Heimat. Angeführt werden die Trolle von ihrem alten König, der in einer Vision dieses Land als neue Heimat der Trolle gesehen hat. Im Wald angekommen, finden die Trolle ein Dorf. Dort leben die Wald-Elfen. Als diese die Trolle kommen sehen, flüchten sie. Die Trolle richten sich nun häuslich im Dorf ein. Nur der Troll Rölli meint, das dies nicht richtig sei, und siedelt lieber etwas außerhalb des Dorfes in einer Hütte.

Das Elfenvolk macht nun einen Besuch bei den Eroberern, und möchte mit diesen friedlich zusammenleben. Doch davon wollen die Trolle nichts wissen. Und so ziehen die Elfen unverrichteter Dinge wieder ab. Der alte König ist indes zu der Überzeugung gelangt, dass seine Arbeit getan ist. Er dankt ab, und überlässt seinem Volk die Wahl eines neuen Königs. Kaum hat der König das Dorf verlassen, entbrennt unter den Trollen ein heftiger Streit um den Nachfolger. Dabei kann sich der stärkste Troll durchsetzen, indem er die anderen Trolle einschüchtert.

Rölli hat sich an diesem Streit nicht beteiligt, sondern ist dem König gefolgt. Dieser hat sich an einer einsamen Stelle zurückgezogen, um friedlich zu sterben. Nachdem der König nun gestorben ist, wird er als Truthahn neu geboren. Rölli ist verblüfft, als er dies sieht. Er berichtet davon den anderen Trollen, doch die wollen davon nichts wissen.

Die Elfe Milli hat sich unterdessen alleine aufgemacht zum Dorf, um nochmals mit der Trollen zu verhandeln. Doch diese wollen immer noch nichts von einem friedlichen Zusammenleben wissen, und verfolgen sie. Dabei kann sie zunächst entkommen, und findet bei Rölli Unterschlupf. Rölli will zunächst auch nichts von den Vorschlägen von Milli wissen. Andererseits ist er aber auch nicht ganz abgeneigt.

Die Verfolger haben inzwischen Milli bei Rölli entdeckt, und gemeinsam versuchen sie zu fliehen. Doch schließlich wird Milli gefangen genommen. Rölli denkt, dass alles so schon richtig ist, und geht schlafen. Doch seine Gewissensbisse lassen ihn nicht schlafen, obwohl er sonst viel und lange schläft. Er redet sich selbst ein, dass seine Schlaflosigkeit nur am Mond liegt.

Am nächsten Tag hat sich Rölli entschieden, und er befreit Milli. Dabei besiegt er auch zufällig den starken Troll, und wird damit zum neuen König der Trolle. Milli kann unterdessen zu ihrem Volk flüchten. Sie begegnet dabei dem Wiegemeister. Dieser misst das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse. Er macht sich Sorgen, dass das Böse die Oberhand gewinnen könnte, und die Sonne die Erde verdunkeln würde. Dies haben ihm seine Vögel berichtet, die er als Boten ausschickt.

Die Zeit vergeht, und Trolle und Elfen leben nebeneinander aber nicht miteinander. Als nun einige Elfen sich aus Röllis Garten versorgten, weil sie am Strand nicht genug Nahrung gefunden hatten, will Rölli Rache ausüben gegen das Elfenvolk. Und so ziehen die Trolle in den Krieg gegen die Elfen. Rölli denkt, dass er die Situation kontrollieren könnte, und die Elfen nur verjagt werden. Doch im Laufe der Eskalation wird Milli von einem Stein überrollt, und bleibt regungslos liegen. Daraufhin gerät das Gleichgewicht ins Wanken, und die Sonne verdunkelt sich.

Da erscheint der Wiegemeister, und fragt Rölli was denn nun sein sehnlichster Wunsch ist. Dieser meint, ein wenig vermisse er Milli ja doch. Oder auch wieder nicht. Jedenfalls könnten Trolle und Elfen nicht zusammenleben. Der Wiegemeister meint daraufhin, dass die Antwort schon in Röllis Herzen wäre.

Milli wird an dem Ort aufgebahrt, an dem auch der alte König wiedergeboren wurde. Nachdem Rölli wieder eine unruhige Nacht verbracht hat, ist ihm nun klar, was sein sehnlichster Wunsch ist. Er geht zu Milli, und ist froh, dass diese sich noch nicht in einen Vogel verwandelt hat. Er bittet sie, doch einfach Freunde zu sein. Das was Milli von Anfang an von ihm wollte. Da erwacht Milli wieder, und fortan leben Trolle und Elfen friedlich miteinander.

Analyse[Bearbeiten]

Der Fantasyfilm vermittelt Kinder ein differenziertes Weltbild. Gut und Böse sind zunächst genretypisch klar verteilt. Die Trolle sind die Bösen, und die Elfen sind die Guten. Doch die Identifikationsfigur für die Kinder, der Troll Rölli, zeigt beide Seiten. Indem er sich letztendlich gegen die scheinbaren unumstößlichen Traditionen seines Volkes auflehnt, zeigt er, dass jeder die Kraft hat etwas zu verändern.

Gerade weil die Identifikationsfigur nicht nur gut ist, lernen Kinder, dass alle Menschen beide Seiten in sich tragen. Und das es im Leben auf die persönliche Entscheidung ankommt, wie man sich entwickelt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Rölli und die Elfen gewann 2001 drei finnische Jussi Auszeichnungen.
Als bester Film, für die besten Kostüme, und für die besten Dekorationen.

Kritiken[Bearbeiten]

  • „Märchenhafter Film auf Basis einer finnischen TV-Serie, in dem Trolle und Elfen friedliches Zusammenleben erlernen müssen.“
    Video Markt
  • „In RÖLLI UND DIE ELFEN kann sich der Zuschauer in eine Phantasiewelt begeben, die nicht nur die Kleinen unter uns beeindrucken wird.“
    DVD-Sucht.de

Weblinks[Bearbeiten]