Römisch-katholische Kirche in Argentinien

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Die römisch-katholische Kirche in Argentinien ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1570 wurde das Bistum Cordoba begründet, welchem 1620 die Gründung des Bistums Buenos Aires folgte. Nachdem es bereits im 19. Jahrhundert zur Gründung neuer Bistümer gekommen war, kam es 1934 einer Neuordnung der argentinischen Bistümer, bei welcher neue Kirchenprovinzen errichtet worden waren.

Papst Johannes Paul II. hatte wesentlichen Anteil an der Befriedung des Beagle-Konflikts vom November 1978 und dem Friedensvertrag zwischen Argentinien und Chile im Jahre 1984.[1]

Die argentinischen Bischofskonferenz kann sich seit Jahren auf eine offene Auseinandersetzung mit der Rolle der Kirche während der Militärjunta in Argentinien (1976-1983) nicht einigen.[2][3] Die römische Kurie reagiert seit mehreren Jahren mit vermehrtem Einfluss auf die Situation, zuletzt mit der Ernennung von Bischöfe entgegen den Wünschen der konservativen argentinischen Bischofskonferenz. 2007 wurde erstmals ein katholischer Priester wegen der Beteiligung an Verbrechen während der Militärdiktatur zu lebenslanger Haft verurteilt.[4]

Organisation[Bearbeiten]

Die römisch-katholische Kirche in Argentinien wird vertreten durch die argentinische Bischofskonferenz. Die Kirche ist in 13 Kirchenprovinzen mit 50 dazugehörenden Suffraganbistümern gegliedert. Hierzu kommt noch ein immediates Erzbistum und drei Territorialprälaturen.

Das größte Bistum ist das Erzbistum Buenos Aires, welches 2,5 Mio Katholiken zählt. Doch gibt es noch fünf weitere (Erz-) Bistümer, die mehr als eine Million Katholiken haben (Cordoba, Lomas de Zamora, Rosario, Mendoza und Quilmes).

92% der Argentinier sind Katholiken, von denen etwas weniger als 20% ihren Glauben regelmäßig praktizieren. Heute leben in Argentinien 34.480.000 Katholiken, also 89,2% der Bevölkerung. In den 69 Diözesen gibt es 2.642 Pfarreien, die von 3.577 Diözesanpriestern, 2.071 Ordenspriestern und 9.070 Ordensfrauen betreut werden.

In Argentinien finden sich u.a. die katholischen Privatuniversitäten, Päpstliche Katholische Universität von Argentinien, (span.: Pontificia Universidad Católica Argentina - UCA) in Buenos Aires, die Universität des Nordens Heiliger Thomas von Aquin, (span.: Universidad del Norte Santo Tomás de Aquino - UNSTA) in San Miguel de Tucumán und die Universidad Católica de La Plata.

Liste der Bistümer[Bearbeiten]

Präsidenten der Bischofskonferenz von Argentinien
Conferencia Episcopal Argentina CEA
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Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Bischöfe bedanken sich“, Radio Vatikan, 6. Oktober 2007
  2. „In der Klemme: Die Kirche in Argentinien ringt mit der Vergangenheit“, Herder Korrespondenz, 4/2008
  3. „Argentinien: Schwere Vorwürfe gegen katholische Kirche“, Radio Vatikan, 6. Oktober 2007
  4. „Priester wegen schwerster Verbrechen verurteilt “ (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung, Tagesschau, 10. Oktober 2007

Weblinks[Bearbeiten]