Römisch-katholische Kirche in Kenia

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Die Römisch-katholische Kirche in Kenia ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom.

Geschichte[Bearbeiten]

Vasco da Gama Church in Malindi

Die Geschichte der katholischen Kirche in Kenia begann 1498, als Vasco da Gama an der Küste vor Malindi ein Holzkreuz aufstellte und eine Kirche baute, die als älteste katholische Kirche in Ostafrika gilt.[1] Eine erste katholische Gemeinschaft mit ungefähr 600 Mitgliedern gab es 1599 unter den Augustinern in Mombasa. 1860 ließen sich die Spiritaner in Kenia nieder und gründeten in den Jahren 1889 bis 1892 Missionsstationen in Tana River, Bura und Mombasa. 1902 eröffneten die Consolata Fathers Missionen in Zentralkenia, ein Jahr später ließ sich die Missionsgesellschaft vom hl. Joseph von Mill Hill in Kikumu nieder. 1926 wurden mit Nyeri, Kisumu, Sansibar (Nairobi) und Meru die ersten Vikariate gegründet, im Jahr darauf wurden die ersten kenianischen Priester ordiniert. Die ersten Bistümer, Nairobi, Nyeri, Meru und Kisumu entstanden 1953. Vier Jahre später wurde mit Maurice Michael Otunga der erste Kenianer zum Bischof geweiht. Otunga wurde 1973 auch der erste aus Kenia stammende Kardinal. 1990 kamen zum Erzbistum Nairobi die Erzbistümer Nyeri, Mombasa und Kisumu hinzu. Zuletzt wurde das Bistum Maralal im Jahr 2002 gegründet.

Organisation[Bearbeiten]

Zwischen 25 % und 33 % der Kenianer sind Katholiken.[2][3] Kenia untergliedert sich in vier Erzbistümer, 20 Bistümer, ein Militärordinariat und ein Apostolisches Vikariat. Die 1961 gegründete kenianische Bischofskonferenz (Kenya Episcopal Conference) hat ihren Sitz in Nairobi. Der Vorsitzende ist Kardinal John Njue. Der Bischofskonferenz gehörten 2009 24 Bischöfe an. 2004 gab es 726 Pfarreien mit 1.194 Priestern, 722 Ordensbrüdern und 3.719 Ordensschwestern.[2]

Die katholische Kirche unterhielt 2009 70 Krankenhäuser in Kenia, dazu weitere soziale Einrichtungen wie Altenheime, Schulen und Wohnheime für körperlich und geistig Behinderte, Kinderheime und Waisenhäuser, Primary und Secondary Schools. In Nairobi gibt es vier von der katholischen Kirche geleitete Hochschulen.

Gliederung[Bearbeiten]

  1. Immediat: Militärordinariat, Apostolisches Vikariat Isiolo
  2. Erzbistum Kisumu: Bistum Bungoma, Bistum Eldoret, Bistum Homa Bay, Bistum Kakamega, Bistum Kisii, Bistum Kitale, Bistum Lodwar
  3. Erzbistum Mombasa: Bistum Garissa, Bistum Malindi
  4. Erzbistum Nairobi: Bistum Kericho, Bistum Kitui, Bistum Machakos, Bistum Nakuru, Bistum Ngong
  5. Erzbistum Nyeri: Bistum Embu, Bistum Maralal, Bistum Marsabit, Bistum Meru, Bistum Muranga, Bistum Nyahururu

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kenyan tourists flock to east africas first church, abgerufen am 8. März 2010.
  2. a b Eintrag zu Kenia auf misso-aachen.de, abgerufen am 8. März 2010.
  3. CIA World Factbook Kenya, abgerufen am 8. März 2010.