Röslau (Fluss)

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Röslau
Reslava
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Röslau-Durchbruch (Gsteinigt) bei Elisenfels

Röslau-Durchbruch (Gsteinigt) bei Elisenfels

Daten
Gewässerkennzahl DE: 53212
Lage Oberfranken (Bayern), Karlovarský kraj (Tschechien)
Flusssystem Elbe
Abfluss über Eger → Elbe → Nordsee
Quelle am Osthang des Schneeberges
50° 3′ 0″ N, 11° 52′ 7″ O50.0511.868611111111915
Quellhöhe 915 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Fischern (zum Markt Schirnding) mit 2 Armen in die Eger; Hauptarm:50.09803702106212.24848985672440Koordinaten: 50° 5′ 53″ N, 12° 14′ 55″ O
50° 5′ 53″ N, 12° 14′ 55″ O50.09803702106212.24848985672440
Mündungshöhe ca. 440 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 475 m
Länge 37,6 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Arzberg[1]
AEo: 291 km²
Lage: 10 km oberhalb der Mündung
NNQ (24.08.2003)
MNQ 1977/2006
MQ 1977/2006
Mq 1977/2006
MHQ 1977/2006
HHQ (01.09.1977)
569 l/s
920 l/s
3,38 m³/s
11,6 l/(s km²)
55,4 m³/s
89 m³/s
Linke Nebenflüsse Leimatbach, Flitterbach
Rechte Nebenflüsse Kössein, Feisnitz, Grenzbach
Kleinstädte Wunsiedel, Marktredwitz - Stadtteil Lorenzreuth, Arzberg
Gemeinden Tröstau, Seußen, Schirnding

Die Röslau (tschechisch Reslava) ist ein rechter Nebenfluss der Eger in Nordostbayern.

Sie entsteht aus mehreren kleinen Wasseradern am Osthang des Schneeberges in der Waldabteilung Russel, die sich westlich von Vordorfermühle (Gemeinde Tröstau) vereinen.

Quellfassung[Bearbeiten]

Die Röslauquelle

Eine Quelle wurde von der Stadt Wunsiedel 1930 in 915 m ü. NN mit Granitsteinen als Rösla gefasst. Dort beginnt der 44 km lange Röslauwanderweg, der 1980 vom Fichtelgebirgsverein eingerichtet wurde. An der Quelle führt der Seenweg vom Weißenstädter See zum Fichtelsee vorbei.

Flussverlauf[Bearbeiten]

Nach Verlassen des steilen Geländes und des Hochwaldes erreicht die Röslau Vordorfermühle, wendet sich zunächst südöstlich nach Leupoldsdorf und Tröstau, berührt Wunsiedel, wo Wendener und Bibersbach einmünden und biegt allmählich in östlicher und nordöstlicher Richtung ein. Unterwegs nimmt sie zahlreiche Bäche aus dem Gebiet der Platte, der Hohen Matze und der Kösseine auf. Bei Thölau spannt sich die große Bahnbrücke der Strecke Marktredwitz–Hof über das Röslautal. Sie erreicht Lorenzreuth und Seußen, wo sie durch Peuntbach, Kössein (volkstümlich „Kösseine“), Leimatbach und Feisnitz verstärkt wird. Durch das enge Tal des Gsteinigt fließt sie nach Arzberg, nimmt den Flitterbach auf und schlängelt sich durch Wiesengründe nach Schirnding, wo noch der Grenzbach von rechts einmündet. Östlich davon bildet sie bis zur Einmündung in die Eger bei Fischern die Landesgrenze zur Tschechischen Republik.

Wirtschaftliche Nutzung[Bearbeiten]

Seit dem Mittelalter wurden mit der Wasserkraft des Flusses zahlreiche Hammerwerke und Mahlmühlen betrieben, die Wunsiedler nutzten den Wasserlauf seit dem 16. Jahrhundert als Holzflöße. Ab dem Jahre 1850 wurde für einige Jahre von im Gsteinigt ansässigen Massemühlen mittels Lastkähnen Porzellan-Rohmasse zu den flussabwärts gelegenen Porzellanfabriken in Arzberg verfrachtet. Auch Eisenerz wurde auf diesem Gewässerabschnitt transportiert. Damit wurde die Röslau kurzzeitig auch als Wasserstraße genutzt.[2]

Namensdeutung[Bearbeiten]

Urkundlich trat der Fluss spät in Erscheinung, 1403 unter der Bezeichnung „Rosslin“, danach mit unterschiedlicher Schreibweise. Mundartlich nennt man ihn „Riasla“, in amtlichen Karten wird er als „Röslau“ bezeichnet. Neuere Forschungsergebnisse bringen den Flussnamen mit „in lebhafter Bewegung, Erregung“ und „fließen, strömen, stürzen“ in Zusammenhang.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietmar Herrmann: Lexikon Fichtelgebirge. Ackermann Verlag Hof/Saale.
  • Dietmar Herrmann: Rösla oder Röslau, in: Der Siebenstern 2003, S. 12.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pegel Arzberg. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil I 2006. Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 184, abgerufen am 11. Februar 2013 (PDF, deutsch, 89,1 KB, Auf: hnd.bayern.de).
  2. Porzellanindustrie Arzberg