Rúgbrauð

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Ein Rúgbrauð

Das Rúgbrauð (Isländische Aussprache: Rukprøiθ) ist ein dunkles, meist süßlich schmeckendes Roggenbrot aus Island[1]. Das Brot besitzt einen hohen Massenanteil. Es soll im übermäßigen Verzehr Blähungen verursachen, weshalb es auch den Spitznamen þrumari hat, was übersetzt soviel wie Donnerbrot bedeutet. Rúgbrauð heißt übersetzt Roggenbrot und wird in einem quadratischen Tontopf gedünstet, woher es auch seine typische Form hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Roggen wurde ursprünglich aus Dänemark importiert. Das erste Handelsmonopol zwischen Island und dem dänischen König kam 1603 zustande und wurde bis 1787 aufrechterhalten[2]. In dieser Zeit wurde Roggen das vorherrschende Getreide in der isländischen Küche.

Traditionell wurde das Rúgbrauð in speziell angefertigten, rechteckigen Holzfässern oder Tontöpfen in der Nähe von heißen Quellen im Boden vergraben und somit gedünstet[3].

Verwendungszweck[Bearbeiten]

In der isländischen Küche wird Rúgbrauð oft zu Butter- oder Hammelpastete, eingelegten Hering oder Hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch) gegessen. Mit Buttermilch vermischt wird es auch als ein Brei zubereitet. Älteres Rúgbrauð wird eingeweicht und zusammen mit Zitrone und Rosinen zu einer Art Brotsuppe zerkocht, die mit Sahne als Dessert serviert wird.

Zutaten[Bearbeiten]

Der Teig besteht aus Roggenmehl, Hefe, Milch, Salz und Zucker. In modernen Abwandlungen wird auch Weizenmehl beigemengt. Der Teig wird in einem rechteckigen Behälter gedünstet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unique Island - Kultur und Essen
  2. Island unter Fremdherschaft
  3. Traditionelles Essen der isländischen Küche