Rüdigsdorfer Schweiz

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Rüdigsdorfer Schweiz
Rüdigsdorfer Schweiz

Rüdigsdorfer Schweiz

Höchster Gipfel Buchholzer Berg (350,1 m ü. NN)
Lage Landkreis Nordhausen, Thüringen (Deutschland)
Koordinaten 51° 32′ N, 10° 50′ O51.53888888888910.828611111111350.1Koordinaten: 51° 32′ N, 10° 50′ O
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Die Rüdigsdorfer Schweiz ist eine bis 350,1 m ü. NN hohe Hügellandschaft bei Rüdigsdorf im Landkreis Nordhausen in Thüringen (Deutschland).

Die Landschaft ist das letzte intakte Gipskarstgebiet des Bundeslands, wurde deshalb von der EU zum zu schützenden Naturerbe erklärt und gehört zu den kleinsten Schweizen in Deutschland. Ihr Großteil ist Naturschutzgebiet.

Geographie[Bearbeiten]

Die Rüdigsdorfer Schweiz liegt in den äußersten Südausläufern des Mittelgebirges Harz zwischen der Stadt Nordhausen im Südwesten, deren Stadtteil Krimderode im Westen, Niedersachswerfen im Nordwesten, Harzungen und Neustadt im Norden, Buchholz im Osten und dem nordhäuser Ortsteil Steigerthal im Südosten. Die zentralen Dörfer der sanft nach Westen und Südwesten geneigten Landschaft sind die Nordhäuser Stadtteile Rüdigsdorf und Petersdorf.

Die Region gehört naturräumlich zum Südharzer Zechsteingürtel.

Erhebungen[Bearbeiten]

Die höchste Erhebung der Karst-Landschaft − vielerorts mit Erdfällen − ist der westlich von Buchholz befindliche Buchholzer Berg (350,0 m). Weitere Berge und Erhebungen sind:

  • Steinberg (327,1 m), nordwestlich von Steigerthal
  • Harzrigi (316,6 m), südwestlich von Petersdorf
  • Eichenberg (310,7 m), südöstlich von Petersdorf
  • Kuhberg (302,7 m), südlich von Rüdigsdorf
  • Lichte Höhe (295,5 m), südlich von Harzungen
  • Danielskopf (272,6 m), östlich von Krimderode[1]

Dieser und weitere Hügel der Rüdigsdorfer Schweiz finden sich auch im Absatz Harz des Artikels "Liste von Bergen und Erhebungen in Thüringen"

Gewässer[Bearbeiten]

Die Rüdigsdofer Schweiz ist das Quellgebiet zahlreicher kleiner Bäche, wie dem Roßmannsbach, dem Orbach und dem Harzfeldgraben. Folgende Flüsse und Bäche grenzen die Region ein:

Wissenswertes[Bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert wurde rund ein Drittel der Naturlandschaft durch Gipsabbau zerstört. Anfang 2005 sollte der Abbau wieder aufgenommen werden, wurde jedoch durch Protest der Einwohner verhindert. Es besteht trotzdem weiteres Abbauinteresse der Gipsindustrie.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Im Jahre 1997 wurde das 298 ha[2] große Naturschutzgebiet zwischen Krimderode, Rüdigsdorf und Petersdorf ausgewiesen. Im Ersten Weltkrieg wurde ein Landwehrregiment in der Rüdigsdorfer Schweiz stationiert.

Die Rüdigsdorfer Schweiz wird vom Karstwanderweg gequert, einem thematischen Fernwanderweg, der die Besonderheiten der Landschaftsform erschließt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rüdigsdorfer Schweiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. [1] TLUG-Jena