Rügland
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Weihenzell | |
| Höhe: | 388 m ü. NN | |
| Fläche: | 20,89 km² | |
| Einwohner: |
1.261 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91622 | |
| Vorwahl: | 09828 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 194 | |
| Gemeindegliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Neustädter Str. 7 91622 Rügland |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Hammerl (Wählergemeinschaft) | |
| Lage der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach | ||
Rügland (ugs.: Rīgla[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weihenzell.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Rügland liegt im Naturpark Frankenhöhe. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Trautskirchen, Neuhof an der Zenn, Dietenhofen, Weihenzell, Lehrberg, Flachslanden und Obernzenn.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Rügland hat 12 amtlich benannte Ortsteile[3]:
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Rüglands datiert aus dem Jahre 1137. Das Rittergut der Freiherrn von Crailsheim wurde 1796 durch Preußen sequestriert und Teil des 1792 von Preußen erworbenen Fürstentums Ansbach. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Gemeinde Rügland mit eingemeindete Ortsteile:
- 1939: 957
- 1950: 1287
- 1961: 1026
- 1979: 1125
- 2003: 1223
- 2008: 1273
Rügland ohne eingemeindete Ortsteile:
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat von Rügland hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
| Wählergemeinschaft Rügland | Wählergemeinschaft Unternbibert | Gesamt | |
| 2008 | 8 | 5 | 13 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Unter rotem Zinnenschildhaupt in Silber ein schwarzes Schildchen mit goldenem Balken, beseitet von je einer aufrechten schwarzen Hirschstange.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Das Schloss Rügland ist eines der wenigen Wasserschlösser in Mittelfranken. Der Nordflügel stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, der Rest der Anlage wurde ab 1714 nach Pländen von Carl Friedrich von Zocha errichtet. Das Schloss enthält unter anderem ein Familienmuseum der Herren von Crailsheim.
[Bearbeiten] Parks
Der Schlosspark von Schloss Rügland ist mit Sandsteinskulpturen mythologischer Figuren geschmückt.
[Bearbeiten] Sonstiges
Das Türkenkreuz aus dem Jahr 1735 erinnert an ein außergewöhnliches Schicksal: Bei der Belagerung Belgrads im Jahr 1688 wurden zwei Türken gefangen genommen. Einer dieser Männer, der den Namen Mustapha trug, hatte Hannibal von Crailsheim in einer Schlacht das Leben gerettet. Er gelangte nach Deutschland und diente viele Jahre bei den Herren von Crailsheim. 1727 ließ er sich in der Kirche in Rügland taufen. Er erhielt den Namen Carl Osman, Pate war der Markgraf von Ansbach, Carl Friedrich. Der im Jahr 1655 in Konstantinopel geborene Carl Osman stiftete 1734 der Kirche in Rügland zwei silberne Leuchter. Ferner verfügte er in seinem Testament, dass jeder, der einst zu seiner Beerdigung käme, fünf Kreuzer erhalten sollte. Als er 1735 im Alter von 80 Jahren starb, konnte die Kirche die Menge der 925 Trauergäste nicht fassen. Das Türkenkreuz trägt die Inschrift: Hier ruhet in Gott Carl Osman, ward geboren zu Constantinopel 1655, vor Belgrad gefangen 1688, zu Rügland getauft 1727, in Diensten gestanden 47 Jahr. Er starb 1735, alt 80 Jahr.[6]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Rügland ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Fritz Brather (1880–1945), Pädagoge und Schriftsteller in Bad Frankenhausen
[Bearbeiten] Literatur
- R. A. Hoeppner: Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 188 ff.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 162 f.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 134 ff.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ E. Fechter, S. 162.
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120225/162727&attr=OBJ&val=1359
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
- ↑ http://www.ruegland.de/Chronik_von_Ruegland.htm
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