Rüthen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rüthen
Rüthen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rüthen hervorgehoben
51.4933333333338.435380Koordinaten: 51° 30′ N, 8° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Soest
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 158,15 km²
Einwohner: 10.448 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59602
Vorwahlen: 02952, 02902 (Kallenhardt), 02954 (Hoinkhausen, Langenstraße-Heddinghausen, Nettelstädt, Oestereiden, Weickede, Westereiden)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SO, LP
Gemeindeschlüssel: 05 9 74 036
Stadtgliederung: 15 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hochstraße 14
59602 Rüthen
Webpräsenz: www.ruethen.de
Bürgermeister: Peter Joseph Weiken (parteilos)
Lage der Stadt Rüthen im Kreis Soest
Hamm Hochsauerlandkreis Kreis Gütersloh Kreis Paderborn Kreis Unna Kreis Warendorf Märkischer Kreis Anröchte Bad Sassendorf Ense Erwitte Geseke Lippetal Lippstadt Möhnesee (Gemeinde) Rüthen Soest Warstein Welver Werl Wickede (Ruhr)Karte
Über dieses Bild
Rüthen vom Wasserturm aus gesehen

Rüthen ist eine Stadt im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Die Stadt Rüthen erhielt im Jahr 1200 die Stadtrechte. Im Mittelalter hatte Rüthen zeitweise erhebliche Bedeutung als administrativer Mittelpunkt des Herzogtums Westfalen und als Hansestadt. Seit dem Spätmittelalter entwickelte sie sich immer mehr zu einer Ackerbürgerstadt. Die heutige Stadt ging aus dem Zusammenschluss der Kernstadt mit 14 bisher eigenständigen Gemeinden hervor. Statistisch gilt Rüthen heute als Große Landgemeinde.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Rüthen wird in Ost-Westrichtung von der Möhne, dem größten Fluss des Stadtgebietes, durchflossen. Sie tritt bei Heidberg auf 335 m ü. NN in das Stadtgebiet ein und verlässt es bei Drewer-Heide auf 294 m ü. NN wieder. Die Kernstadt liegt etwa mittig im Stadtgebiet auf einer Anhöhe nördlich der Möhne.

Südlich der Möhne erhebt sich der Arnsberger Wald, in dem die Ortschaft Kallenhardt liegt. Im Arnsberger Wald erreicht das Stadtgebiet am Wehberg eine Höhe von 528,9 m ü. NN. Der nordöstlich des Wehbergs liegende Lange Berg ist 486,2 m hoch. Innerhalb des zum Naturpark Arnsberger Wald gehörenden Gebietes fließen Biber und Glenne in nordwestlicher Richtung. Naturräumlich gehört dieser Teil des Stadtgebietes zum Nordsauerländer Oberland.

Nördlich der Möhne liegen die übrigen Ortschaften Rüthens. Bis zum Haarstrang steigt das Gelände bis auf rund 380 Meter an. Der Haarstrang bildet die Wasserscheide zwischen Ruhr und Lippe. Die nördlich des Haarstrangs fließenden Bäche entwässern sich über die Lippe. Nach Norden fällt das Gelände sacht in Richtung Soester Börde. Nördlich von Westereiden liegt auf 129 m ü. NN die niedrigste Stelle des Stadtgebietes am Bachlauf der Pöppelsche. Es dominiert landwirtschaftlich genutztes Offenland. Naturräumlich gehört der nördliche Teil des Stadtgebietes zu den Hellwegbörden der Westfälischen Bucht.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Rüthen erstreckt sich heute über rund 22 km in Nord-Süd-Richtung und 11 km in West-Ost-Richtung. Mit 158 km² ist Rüthen die flächenmäßige größte Gemeinde im Kreis Soest. Von diesen sind 94,15 km² (59,6 %) landwirtschaftliche Nutzflächen, 49,31 km² (31,2 %) und 13,17 km² (8,3 %) Siedlungs- und Verkehrsflächen. Sonstige Flächen machen 1 % aus.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Süden des Kreises Soest. Im Möhnetal grenzt er an den Hochsauerlandkreis. Die Nachbargemeinden von Norden im Uhrzeigersinn: Erwitte, Geseke, Büren, Brilon, Olsberg, Bestwig, Warstein, Anröchte. Die Stadtgrenze zwischen Brilon und Rüthen wird durch den Hengelsbach gebildet.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Rüthen besteht aus folgenden Stadtteilen:

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Namensgeber der heutigen Stadt war das ca. zwei Kilometer westlich gelegene Dorf Altenrüthen, das bis 1200 Ruothino (varia) hieß. Die dortige Pfarrei St. Gervasius und Protasius ist die älteste im Umkreis und wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts als Stammpfarre von der Urpfarre Erwitte aus eingerichtet. Im Jahr 1072 übertrug Erzbischof Anno II. ihre Einkünfte an das neu gegründete Kloster Grafschaft. In Altenrüthen lag ein erzbischöflich kölnischer Haupthof. Diesen hatten die Herren von Rüdenberg zu Lehen.

Im Gebiet des heutigen Rüthen erwarben die Erzbischöfe von Köln seit 1180 als Herzöge in Westfalen zunächst umfangreiches Grundeigentum. Aber auch die Arnsberger Grafen hatten dort erheblichen Besitz.

Am 29. September 1200 wurde Rüthen durch den Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena, der als Herzog von Westfalen das Befestigungsrecht hatte, zur Stadt erhoben und kontinuierlich mit Mauern und Gräben befestigt. Offenbar wurde eine bereits vorhandene ältere Höfesiedlung der Grafen von Arnsberg in die Neugründung mit einbezogen. Die planmäßige neue kölnische Stadtanlage zeichnet sich noch heute durch den deutlich sichtbaren Unterschied zwischen dem unregelmäßigen Straßensystem um St. Nikolaus (mit der dort zu vermutenden Villikation) und den regelmäßig und parallel verlaufenden Straßen um St. Johannes (vermutlicher Gründungskern von 1200) ab. Neben dem ältesten schriftlich überlieferten Stadtrecht aus dem späten 13. Jahrhundert behielten aber zunächst die Grafen von Arnsberg nach der Gründung über einige Jahrzehnte noch eine Mitbeteiligung an den Stadteinkünften aus der älteren Höfesiedlung. Diese Privilegierung schwand aber gegen Ende des 13. Jahrhunderts.

Rüthen lag strategisch günstig über dem nördlichen Ufer der Möhne auf einem 38 ha großen Bergvorsprung. Die Gründung der Stadt gehörte zur expandierenden Territorialpolitik der Kölner Erzbischöfe, ihre Position in Westfalen nach der Übertragung des Titels eines Herzogs von Westfalen auszubauen. Die Stadt richtete sich strategisch gegen die Bischöfe von Paderborn, die Grafen von Arnsberg und die Edelherren von Büren. Gesichert werden sollte auch die Verbindung zur größten kölnischen Stadt Westfalens, Soest. Zudem sollte von der neuen Stadt aus insbesondere das Gebiet des Arnsberger Waldes vereinnahmt werden. Anfangs diente der Ort sogar bis in die zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Sitz des Marschalls von Westfalen als Vertreter des Erzbischofs und war damit zeitweise das kölnische Machtzentrum in Westfalen. Im Westen der Stadt vorgelagert wurde daher anfangs des 13. Jahrhunderts eine großflächige Burganlage als Landesburg mit einer beträchtlichen Besatzung erbaut. Die Burgmannschaft bestand aus bis zu 12 Lehnsnehmern des Landesherrn. Bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts spielte die Burg allerdings für die Erzbischöfe keine wichtige strategische Rolle mehr und verfiel. Auf ihrem Gelände entstand seit 1826 der neue Friedhof der Stadt.[3]

Dem Stadtrecht Rüthens diente zunächst das Soester Stadtrecht als Vorbild; es wurde aber dann eigenständig erweitert. Es wurde von weiteren Städten wie Geseke, Hallenberg, Medebach, Werl, Warstein, Schmallenberg, Winterberg, Belecke und Kallenhardt übernommen. Die neue Stadt selbst zog Leute aus dem Umland an. Wohl noch vor 1300 sind die Bewohner der in der stadtnahen Feldmark gelegenen Dorfsiedlungen Haderinghausen, Schneringhusen, Wulmeringhusen und Bruerdinghusen in die neue Stadt gezogen. Ihre Landwirtschaft betrieben die umgesiedelten Neubürger nun weiter von Rüthen aus. Zum Einflussbereich der Stadt gehörten mindestens seit dem frühen 16. Jahrhundert auch drei Dörfer und drei einzeln gelegene Höfe. Ihre Bewohner fanden in Notzeiten als „Pfahlbürger“ (= Bürger minderen Rechts) Schutz in der Stadt, hatten als Gegenleistung aber eine Reihe festgelegter Hand- und Spanndienste für den Rüthener Magistrat zu leisten.[4]

Ehemaliges Augustinnerinnenkloster

Obwohl zunächst aus strategischen Gründen entstanden, profitierte der Ort selbst auch von der Lage zwischen Hellweg und Bergland. Dies ermöglichte bald die Ausbildung eines breit gefächerten wirtschaftlichen Lebens. Im Mittelpunkt standen die allgemeine Landwirtschaft sowie die Schafhaltung und Wollgewinnung. Rüthen entwickelte sich zu einem wichtigen Marktort für das östliche und südöstliche Westfalen bis in das nahe Hessen hinein. Der Handelsradius für die eigenen Güter war dagegen deutlich enger begrenzt.[5] Ab 1469 war der Ort Mitglied der Hanse. Rüthen war Beistadt von Soest. Ihm selbst unterstanden als zugewandte Orte Warstein, Kallenhardt und Belecke. Für die aufstrebende Entwicklung spricht auch, dass es zwei Pfarreien (St. Johannes und St. Nikolaus) gab, die allerdings von nur einem Pfarrer verwaltet wurden. In der Stadt entstand seit 1420 ein Hospital, und außerhalb der Stadt wurde eine Unterkunft für Leprakranke errichtet. Ein Augustinnerinnenkloster entstand um 1480. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Bedeutung Rüthens allerdings deutlich ab. Bereits im späten 16. Jahrhundert schwächte sich der Außenhandel ab, und das in Zünften organisierte Handwerk hatte seit dem 17. Jahrhundert kaum Bedeutung über das Gogericht Rüthen als näheres Umfeld der Stadt hinaus.[5][6]

Neuzeit[Bearbeiten]

Trotz der ökonomischen Stagnation führten die politische Stellung, die handwerklichen Strukturen und die relativ günstigen landwirtschaftlichen Bedingungen dazu, dass der Ort auch in der frühen Neuzeit zu den bedeutendsten Städten im Herzogtum Westfalen gehörte. Das Schatzungsregister von 1536 erbrachte ein Steueraufkommen von 250 Gulden. Dies war weniger als etwa Geseke und Werl aber deutlich mehr als in den anderen Städten. Arnsberg brachte es etwa nur auf 40 Gulden.[7]

Die Macht hatte in Rüthen bis Ende des 16. Jahrhunderts eine kleine Gruppe von wohlhabenden Familien. Gegen diese entstand seit 1577 im Rahmen der landesweiten „Truchsessischen Wirren“ der sogenannte Bürgerstreit, der von der Klageschrift der örtlichen Schützenbruderschaft gegen den Magistrat ausging. Es ging unter anderem um die Mast- und Weidemöglichkeiten, die Waldnutzung und ähnliche Probleme. Der Rat wandte sich vergeblich an den Landesherren zur Beilegung des Konflikts. Schließlich kam es 1580 während der Ratswahl zu Unruhen und der Vertreibung der neugewählten Ratsherren durch die Masse der Bevölkerung. Daraufhin bemühte sich die landesherrliche Verwaltung intensiver um die Beilegung des Konflikts. Sie gipfelten 1584 in der Verleihung einer neuen Ratswahlordnung, die das Rotationsprinzip für den Bürgermeister und die Magistratsämter einführte.[8]

Schubstuhl

Auch gegen den Versuch des Landesherrn, seine Gerichtshoheit über die zur Stadt gehörenden Dörfer auszuweiten, kam es zu Konflikten. Sie endeten nach Anrufung des Offizialgerichts in Werl 1637 mit einem Erfolg Rüthens.[9]

Wie auch andere Orte des kurkölnischen Herzogtums Westfalen und Mitteleuropas war die Stadt in der frühen Neuzeit Schauplatz von Hexenprozessen. Von 1573 bis 1664 wurden in der Stadt und im Gogericht Rüthen 104 Hexenprozesse durchgeführt. Dabei sind mindestens 167 Menschen hingerichtet worden. Nur einzelne Personen, wie etwa Freunnd Happen, Angeklagter während der Hexenverfolgungen in Rüthen, trotzte der Folter und schaffte es, dem Schuldvorwurf zu widersprechen. Nach zwei Monaten Haft und dreimaliger schwerster Folter wurde Freunnd Happen am 23. September 1660 schließlich freigelassen.
Am 31. März 2011 beschloss die Stadtvertretung Rüthen eine sozialethische Rehabilitation aller im Bereich der heutigen Stadt Rüthen während des 16. und 17. Jahrhunderts im Rahmen der Hexenverfolgungen unschuldig verurteilten und hingerichteten Personen.

Nach dem demographischen Rückgang durch den Dreißigjährigen Krieg, die Pest von 1625 und einen großen Stadtbrand von 1654 sind für Rüthen 1670 nur noch 270 Haushalte mit 1050 Bewohnern nachzuweisen. Man zählte zwar insgesamt 416 Hausstätten, von denen aber zu dieser Zeit 143 unbewohnt waren. Die Zahl der Einwohner stieg dann bis 1717 auf ca. 1200–1300 Einwohner in 359 Haushalte an. 1759 zählte man 1431 Einwohner, darunter 43 Juden und 427 Kinder unter 12 Jahren. Bis 1818 wuchs die Bevölkerung auf 1714 Personen und damit in etwa die Zahl vor dem Dreißigjährigen Krieg. In dieser Zeit hatte Rüthen etwa 400 Wohngebäude. Rüthen entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Bauindustrie für Kirchen, Rathäuser, Schlösser und Klöster. Aufgrund des Rüthener Grünsandsteins ließen sich zahlreiche auswärtige Bild- und Steinhauer, Maurer sowie Maler und Holzschnitzer in Rüthen nieder. Im Herzogtum Westfalen wurde eine Vielzahl bekannter historischer Baudenkmale bis um 1750 aus dem Grünsandstein von Rüthener Handwerkern angefertigt und eine Reihe von Kirchen und Kapellen mit ihren künstlerischen Holz- und Malerarbeiten ausgestattet.[10]

Historische Ratsschänke

Die Stadt hatte nur eine kleine wohlhabende Oberschicht (mehr als 5 Reichstaler Steuersumme), die 1759 ca. 7 % ausmachte. Die Mehrzahl der Stadtbewohner (89,9 %) zahlte zwar Steuern, aber das soziale Gefälle war hier groß. Immerhin fast die Hälfte der Einwohner lebten in kleinen Verhältnissen. Die Zahl der zum eigentlichen Armenhaushalt zählenden Bewohner war mit etwas mehr als 3 % dagegen sehr gering. Ein beträchtlicher Teil der Einwohner (42 %) lebte im 18. Jahrhundert vom Handwerk. Die Dienstleistungsberufe im weitesten Sinn kamen auf 11 %. Schwächer vertreten war der Handel mit 5 %.[11]

In den verschiedenen Phasen des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt von den Kriegsereignissen betroffen. Im Jahr 1644 z. B. marschierte der schwedische General Douglas nach der Eroberung von Obermarsberg nach Arnsberg auch über Rüthen. Dabei wurde die Stadt schwer geplündert.[12] Im Jahr 1654 wurde ein Kapuzinerkloster gegründet. Eine schwere Epidemie der Roten Ruhr brach 1673 aus. Die erste Normalschule zur Lehrerausbildung im Herzogtum Westfalen eröffnete Friedrich Adolf Sauer 1795 in Rüthen im Gebäude des ehem. Ursulinenklosters (heute Volksbank).

Ähnlich wie im 16. Jahrhundert kam es 1734 zu Beschwerden der Bürgerschaft. Dabei warf man dem Magistrat unter anderem Steuerverschwendung vor. Die Vorwürfe wurden von der landesherrlichen Verwaltung untersucht, blieben jedoch für das alte Ratssystem folgenlos.[13] 1802 kam die Stadt mit dem Herzogtum Westfalen zur Landgrafschaft Hessen und 1816 zu Preußen.

Rüthen um 1900, links am Bildrand der Hexenturm

Auch im 19. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Rüthen vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Um 1850 entstand das erste Haus außerhalb der alten Stadtbefestigung. Erst die Eisenbahnanbindung von 1898/99 ermöglichte eine Industrialisierung durch einige Sägewerke in Bahnhofsnähe und die Ausweitung des Grünsandsteinabbaus.[14]

In Rüthen existierte von 1876 bis 1926 ein Lehrerseminar, das für die Innenstadt eine wirtschaftliche Belebung bewirkte.

Als eine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch fast rein katholische Stadt dominierte politisch die Zentrumspartei. Im Jahr 1924 stimmten noch 80 % der Wähler für das Zentrum. Noch bei der Reichstagswahl März 1933 kam die Partei auf 55 % der Stimmen. Allerdings kam die NSDAP auf 30,2 %. Dies war deutlich mehr als in anderen katholischen Regionen des Sauerlandes.[15] Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden 1933 sechs Einwohner aus Rüthen im KZ Benninghausen inhaftiert.[16] Die US-Army besetzte am 1. April 1945 Rüthen ohne größere Kämpfe. Am 6. April wurde mit Kallenhardt der südliche Bereich der Stadt besetzt.[17]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Kommune entstand in ihrer heutigen Form im Zuge der Kommunalreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, aus den 15 selbstständigen Gemeinden Altenrüthen, Drewer, Hemmern, Hoinkhausen, Kallenhardt, Kellinghausen, Kneblinghausen, Langenstraße-Heddinghausen, Meiste, Menzel, Nettelstädt, Oestereiden, Rüthen, Weickede und Westereiden.[18] Hinzu kamen kleine unbewohnte Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Effeln und Suttrop. Drewer trat ein 19 ha großes Gebiet mit damals 16 Einwohnern an die Stadt Warstein ab.[19]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Rüthen nach dem damaligen Gebietsstand

Datum Einwohner
1819 1.739
1822 1.799
1825 1.823
1828 1.951
1831 1.899
1834 1.860
1837 1.863
1840 1.938
Datum Einwohner
1843 2.040
1846 2.026
1849 2.006
1852 1.941
1855 1.896
1858 1.830
1861 1.899
1864 1.827
Datum Einwohner
1867 1.794
1871 1.700
1875 1.652
1880 1.783
1885 1.723
1890 1.859
1895 2.018
1900 2.072
Datum Einwohner
1905 2.218
1910 2.295
1939 2.622
1950 3.541
1961 4.160
1970 5.177
1974 5.353

Rüthen nach dem heutigen Gebietsstand

Datum Einwohner
1961 9.726
1970 11.012
1974 11.363
1975 11.330
1976 11.240
1977 11.272
1978 11.294
1979 11.283
1980 11.232
1981 11.264
Datum Einwohner
1982 11.208
1983 11.108
1984 10.963
1985 10.864
1986 10.805
1987 11.006
1988 10.946
1989 11.087
1990 11.253
1991 11.531
Datum Einwohner
1992 11.517
1993 11.572
1994 11.608
1995 11.709
1996 11.743
1997 11.734
1998 11.685
1999 11.591
2000 11.500
2005 11.143
Datum Einwohner
2006 11.019
2007 10.894
2008 10.785
2010 10.510
2012 10.448

mit allen Ortsteilen[20]

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Rüthen in der Zeit von 1975 bis 2010


Die Bevölkerungsdichte ist mit 66,5 Einwohnern pro km² vergleichsweise gering (Kreis Soest 229,1, NRW 523,4). Auch im Vergleich mit dem Durchschnitt der vergleichbaren Gemeinden in NRW (147,7) ist die Bevölkerungsdichte sehr gering.[2] Die Bevölkerungsentwicklung ist als Folge einer negativen Geburten- und Wanderungsbilanz seit Jahren rückläufig. Im Jahr 2010 war ein Verlust von 16,1 ‰ zu verzeichnen.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Als Teil des ehemaligen Herzogtums Westfalen ist Rüthen traditionell katholisch geprägt; 73 % der Einwohner sind katholisch. Weitere 15 % sind evangelisch. Etwa 12 % haben einen anderen Glauben oder sind konfessionslos.[21] Die katholischen Kirchengemeinden haben sich zum Pastoralverbund Rüthen zusammengeschlossen. Dieser gehört dem Dekanat Rüthen-Lippstadt im Erzbistum Paderborn an.[22] Insgesamt existieren elf katholische Kirchengebäude im Stadtgebiet.

Für die evangelischen Christen im Süden besteht der Pfarrbezirk Rüthen, der zur evangelischen Kirchengemeinde Warstein im Kirchenkreis Arnsberg gehört, mit zwei Kirchen. Die im Norden von Rüthen liegenden Ortschaften sind Teil des Pfarrbezirks Anröchte, der zur evangelischen Kirchengemeinde Erwitte im Kirchenkreis Soest zählt.[23] Beide Kirchenkreise gehören zur Evangelischen Kirche von Westfalen.

Für Rüthen gibt es vereinzelte Nachrichten über jüdisches Leben aus dem 13. und 15. Jahrhundert, ehe sich, seit 1587 dauerhaft nachweisbar, eine Gemeinde etablierte. Von ihr zeugt auch heute noch ein eindrucksvoller Begräbnisplatz im ehemaligen Stadtgraben, während die Synagoge 1938 von den Nationalsozialisten zerstört und die Gemeinde 1942 vernichtet wurde.[24]

Politik[Bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[25]
Wahlbeteiligung: 69,8 % (2004: 72,0 %)
 %
50
40
30
20
10
0
45,6 %
25,4 %
15,6 %
11,1 %
2,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,8 %p
-2,2 %p
-2,3 %p
+11,1 %p
+2,4 %p

Zusammensetzung der Stadtvertretung nach der Kommunalwahl vom 30. August 2009:

Partei / Gruppierung Sitze
CDU 14 (–3)
SPD 8 (–1)
BG 5 (–1)
FDP 4 (+4)
GRÜNE 1 (+1)

Stadtspitze[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit der norddeutschen Ratsverfassung in Nordrhein-Westfalen eine Doppelspitze aus einem ehrenamtlichen Bürgermeister als Vorsitzender des Rates und Repräsentant der Stadt sowie einem hauptamtlichen Verwaltungschef (Stadtdirektor, Amtsdirektor) eingeführt. Seit den 1990er Jahren gilt eine modifizierte Form der süddeutschen Ratsverfassung in Nordrhein-Westfalen. Danach wurde die Doppelspitze aus Bürgermeister und Stadtdirektor abgeschafft. Die Position des Bürgermeisters wurde gestärkt. Dieser ist seither ein hauptamtlicher Wahlbeamter und gleichzeitig Vorsitzender der Stadtvertretung.

Bürgermeister vor 1945[Bearbeiten]

St. Johannes
  • 1243 Gerlacus, magister consulum

Die Bürgermeister ab 1282 entstammen folgender Liste, die aus dem Werk von Bender über Rüthen entnommen ist: [26]

  • 1282 Vollandus de Langenstrut
  • 1307 Godefridus de Ulde consul
  • 1312 Gobelinus de Ulde proconsul
  • 1315 Gobelinus Dobber proconsul
  • 1322 Lutbertus de Anlagen proconsul
  • 1330 Arnoldus de Bruwerdinchusen proconsul
  • 1334 Dethmar de Bruninchusen proconsul
  • 1338. Friedrich de Melderich und Gerhardus de Ruden proconsules und Gerhard. de Heddinghausen consul
  • 1339 Rud. de Eyerdinghausen consul
  • 1350 Fried. de Sassendorf consul
  • 1355 Gerhardus de Yeschen und Georgius de Bruerdinghusen
  • 1359 Gerh. de Yeischen
  • 1372 Frider. Volquini proconsul
  • 1377 Frid. Volquini de Nettelsteden proconsul - auch genannt Nölke Schutten Bürgermeister.
  • 1385 Conrad Porboningh consul
  • 1417 Rudol. Vollenspieth consul
  • 1442 Erenfridus Droste consul
  • 1444 Joannes vom Röde consul
  • 1454 Gerh. de Calle Burgimagister
  • 1458 Joh. de Eppen consul
  • 1458 Hunolt Greve Borgermester
  • 1464 Hunolt Greve Burgerm.
  • 1474 Gobelinus de Calle consul
  • 1490 Volpert Holtforste und Volpert Beverlinck Burgermeister
  • 1503 Herbolde von Loen Brgm.
  • 1506 Gert von Loen Burgermeister
  • 1511 Joh. Ruberg Burgermeister
  • 1518 Tilman Hartmans Burgermeister
  • 1541 Joh. von Loen Burgermeister, Bern Kramer gnt. Hartmann Burgermeister
  • um 1581 Weidemann Burgermeister
  • 1583 Joh. Prangen Burgermeister
  • 1584 Joh. Hartmann, Christ. Hartmann und Helmig von Loen Burgermeister
  • 1590 Johann Kramer, Helwig, auch Henning von Loen Burgermeister
  • 1602 Hermann Rechelmann Burgermeister
  • um 1608 Florken
  • 1608 und 1614. Dr. Conrad Koch Burgermeister
  • 1611 Tonnis von Loen Burgermeister. auch genannt Henning Schlaun, Caspar von Loen, Jobst Bessen
  • 1630 Conrad Röingh consul
  • 1640 Joh. Schreiber Burgermeister
  • 1652 und 1656 Christoph Brandis Burgermeister
  • 1652 und öfter Conrad Röingh
  • 1673 Johann Godfried von Loen
  • 1683 Joh. Phil. Schlaun
  • 1692 und 1704. Wern. Joach. Wickede, Johann von Loen †1704 ,Johann Diedrich Wickede
  • 1720 Hermann Hake et J.O. Wilthelm consuls
  • 1727 Hermann Diedrich Vasbach Burgermeister
  • 1730 Um diese Zeit: Wilhelm und Anton Tutel
  • 1750 Franz Caspar Röingh
  • 1763 Conrad Joseph Drosemeyer
  • 1764 Theodor Anton Jaeger consul
  • 1766 Thomas Canisius Burgermeister
  • 1781 Franz Canisius Burgermeister
  • 1780 Anton Joseph Graes Burgermeister
  • 1783 Friedrich Mathias Canisius Bgmstr.
  • 1790 Friedrich Ferdinand Graes consul regens; J.A. Offermanns proconsul
  • 1790 Memering Bürgermeister
  • 1797 Offermann Bürgermeister
  • 1806 J. Förstige und A. Möning Bürgermeister
  • 1808 Caspar Anton Förstige, letzter Bürgermeister und erste Stadtschultheiß in hessischer Zeit
  • 1822 Evertsbusch
  • 1827 Rühl Bürgermeister
  • 1838 Jungeblodt Bürgermeister

Bürgermeister nach 1945[Bearbeiten]

Rathaus
  • Johannes Krüper (1946–1948)[27]
  • Josef Flormann (1948–1952)
  • Ewald Wenge (1952–1969)
  • Josef Kösters (1969–1979)
  • Rolf Gockel (1979–1999)
  • Rudolf Schieren (hauptamtlicher Bürgermeister 1999–2008)
  • Peter Joseph Weiken (hauptamtlicher Bürgermeister seit 2009)

Amts- und Stadtdirektoren[Bearbeiten]

  • Wilhelm Gipkens (Amtsbürgermeister 1945, Amtsdirektor 1946–1948)
  • Heinrich Kersting (Amtsdirektor 1949)
  • Franz Kooke (Amtsdirektor 1950–1974)
  • Ewald Tiggemann (Amtsdirektor 1974, Stadtdirektor 1975–1979)
  • Georg Voß (Stadtdirektor 1979–1991)
  • Rudolf Schieren (Stadtdirektor 1991–1999)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Stadt Rüthen

Blasonierung:

In Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz, das im Schnittpunkt mit einer roten Raute belegt und von vier roten Rauten bewinkelt ist.

Beschreibung:

Die Darstellung des Wappens entspricht dem Gerichtssiegel von 1549. Das Kreuz ist das landesherrliche kurkölnische Kreuz. Die fünf Rauten sollen ein redendes Zeichen für den Ortsnamen (Rüthen=Rauten) sein. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 28. Januar 1911.[28]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1983 gibt es eine Städtepartnerschaft mit der ostenglischen Stadt Dereham (150 km nördlich von London), die dem Ort eine britische Telefonzelle schenkte, sowie seit dem 30. August 1991 eine Städtepartnerschaft mit der sachsen-anhaltischen Stadt Egeln (25 km südwestlich von Magdeburg)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über kein eigenes Theater. Theateraufführungen werden vom Theater Jodocus in Rüthen in der Trägerschaft des Kulturrings Rüthen durchgeführt. Aufgeführt werden modernes Kammertheater und Kabarett im Alten Rathaus und in der Alten Aula des Gymnasiums in Rüthen. Ferner gibt es noch die Theatergruppe Spectaculum des Friedrich-Spee-Gymnasiums Rüthen.[29][30]

Museen[Bearbeiten]

Blick in die Alte Seilerei

Die in einer ehemaligen Brauerei befindliche Rüthener Museumsstube zeigt seit 2005 auf 100 qm Ausstellungsfläche Objekte aus der Geschichte Rüthens. Ein Schwerpunkt des Museums ist die Fossilien- und Mineraliensammlung aus dem Rüthener Raum, ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Elektrizität in Rüthen. Im Eingangsbereich werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.[31]

Im Gebäude der Alten Seilerei aus dem Jahr 1914 werden seit 2003 alte Werkzeuge und Geräte des Seilerhandwerks ausgestellt.[32]

Musik[Bearbeiten]

Seit 1963 werden durch den Kammerchor Rüthen kirchliche und weltliche Musik dargeboten. Konzertreisen führten den Chor unter anderem nach Österreich, Frankreich und Slowenien.

Die Bergstadt-Musikanten Rüthen können auf eine Geschichte von über 100 Jahre zurückblicken. 1992 wurde der Verein mit der Pro-Musica-Plakette ausgezeichnet. Zum Repertoire des Blasmusikorchesters gehören Marsch-, Tanz- und Kirchenmusik.[33] Neben den Bergstadtmusikanten gibt es im Ortsteil Altenrüthen das 1901 gegründete Blasorchester Instrumentalverein Harmonie Altenrüthen. Im Ortsteil Kallenhardt spielt das Blas- und Tanzorchester Kallenhardt auf, das in der Geschichte bis in das Jahr 1829 zurückblicken kann. Zum Verein gehört auch ein Jugendorchester, in welchem man bis zum 25ten Lebensjahr spielen kann.[34]

Das Tambourkorps Rüthen wurden im Jahr 1878 gegründet. Anfangs bestand die Kapelle nur aus männlichen Musikern. 1970 trat erstmals ein eigener Jungspielmannszug auf. 1994 wurden erstmals Mädchen im Verein ausgebildet und gehören mit zum Tambourkorps Rüthen.[35]

Bauwerke[Bearbeiten]

Hachtor
Hexenturm

Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung blieben neben den umfangreichen Resten der im 14. Jahrhundert entstandenen Stadtmauer das Hachtor und der halbrunde Hexenturm erhalten. Das Hachtor (Hafttor) diente auch als Gefängnis. Die Stadtmauer bildet heute einen Rundweg um den historischen Stadtkern mit guten Aussichtsmöglichkeiten in das Umland. 1991 wurde am Hexenturm in einem Bronzerelief die Achte Glückseligpreisung der Verfolgten und Verleumdeten dargestellt durch Porträts des Jesuitenpaters Friedrich Spee und des aus Rüthen gebürtigen Hirschberger Pfarrers Michael Stappert (Michael Stapirius). An der Hachtorstraße lag ursprünglich ein 1482 eingerichtetes Augustinerinnenkloster, das 1739 jedoch abbrannte. An derselben Stelle entstand 1749 ein Ursulinenkloster, das bereits 1772 wieder aufgelöst wurde. Das schlichte verputzte Barockgebäude wird heute von einer Bank genutzt.

Das Alte Rathaus ist ein 1730 bezeichneter Putzbau mit übergiebelten Mittelrisaliten, der sich durch eine große geschwungene Freitreppe auszeichnet. Das Gebäude wurde 1726–1730 nach Plänen des aus Erwitte stammenden Baumeisters Michael Spanner geschaffen, der auch das Abteigebäude in Liesborn, das Kloster Grafschaft und Haus Almerfeld errichtete.

Die zweijochige Hallenkirche St. Nikolaus mit quadratischem Westturm wurde wohl im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts nach einem Brand errichtet. Der Turm erhielt 1712 den jetzigen Barockhelm. Im Inneren befindet sich ein aus Anröchte stammender Barockaltar, der 1771 von J.C. Haane geschaffen wurde. Die Seitenaltäre und die Kanzel dürften um 1680 entstanden sein. Der südliche Altar ist 1730 bezeichnet.

Das neugotische Langhaus von St. Johannes der Täufer wurde 1871–1874 nach Plänen von Arnold Güldenpfennig erbaut. Der mächtige Westturm stammt von 1737. Im Inneren der dem Turm vorgelagerten Marienkapelle befindet sich eine „Maria vom Stein“ genannte Madonnenskulptur. Das Gnadenbild wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts überarbeitet.

Von dem Kapuzinerkloster ist ein dreiflügeliger Gebäudekomplex erhalten, der zwischen 1675 und 1804 Sitz des Kapuzinerordens war. Im Norden schloss sich die 1834 abgebrochene Klosterkirche an, von der sich lediglich das Eingangsportal erhalten hat. Es bildet heute den Eingang zum Rüthener Stadtfriedhof. Die gesamte Klosteranlage wurde nach Plänen des bekannten Ordensbaumeisters Ambrosius von Oelde errichtet. Von 1839 bis 1967 wurden die Klostergebäude als Land-, Stadt- und Amtsgericht genutzt. Nachdem sie viele Jahre leer gestanden hatten, wurden in ihnen 1996 schließlich 13 Mietwohnungen eingerichtet.

Sehenswert auch ist der jüdische Friedhof mit Grabsteinen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Er wurde 1625 im ehemaligen Stadtgraben unmittelbar vor dem Hachtor errichtet. Der Friedhof gilt als die älteste jüdische Begräbnisstätte in Westfalen. In der Hochstraße befindet sich die ehemalige Synagoge der Stadt. Eine Gedenktafel weist auf das nach dem Krieg zum Wohn- und Geschäftshaus umgebaute Gebäude hin.

Am südlichen Rand der Kernstadt liegt an der Stadtmauer der 35,9 Meter hohe Wasserturm von Rüthen, der 1909 durch den Kasseler Ingenieur Leihäuser in Ziegelbauweise errichtet wurde. Er verfügt über eine Aussichtsplattform, die für Besucher zugänglich ist.

Wasserturm

Zudem gibt es in Rüthen mehrere sehenswerte Wohnbauten. Das zweigeschossige Fachwerk-Dielenhaus mit Speichergeschoss in der Hachtorstraße 20 (Haus Buuck) wurde 1609 errichtet. Das älteste erhaltene Haus der Stadt steht seit etwa 10 Jahren leer. Zurzeit bemüht sich das Rüthener Forum für Stadtentwicklung e. V. um den Erhalt des heruntergekommenen Gebäudes. In ihm sollen unter anderem ein Infozentrum und ein Stadtentwicklungsbüro untergebracht werden. Darüber hinaus soll es als Unterkunft für Radfahrer und Wanderer und als Mehrgenerationenhaus dienen. Das Fachwerk-Dielenhaus mit Steinwerk in der Niedere Straße 6 ist von 1684 datiert. Das frühere Pförtnerhaus am Hachtor (Hachtorstraße 1) ging nach Aufgabe der Stadtbefestigung in Privatbesitz des Braumeisters Matthias Helle, der es 1835 an die Familie Ohrmann verkaufte. Im selben Jahr wurde es nach einem Brand neu erbaut. Ein privater Investor sanierte das Haus im Jahr 2010 grundlegend.

Im Ortsteil Kallenhardt beeindrucken das Schloss Körtlinghausen (1714), die katholische Kirche im Barockstil (1722) und das dortige Rathaus aus dem 14./15. Jahrhundert. Das Römerlager Kneblinghausen befindet sich im Ortsteil Kneblinghausen.

Natur- und Landschaftsschutz[Bearbeiten]

Höhle Hohler Stein im Naturschutzgebiet Lörmecketal

Der Süden des Stadtgebiets ist Teil des Naturparks Arnsberger Wald. Weitere Teile des Stadtgebietes von Rüthen sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.[36] Rüthen hat ferner acht Gebiete welche als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen wurden. Davon sind sechs sowohl als Naturschutzgebiet und als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen worden. Drei der Naturschutzgebiete haben Teilflächen der Schutzgebiete in anderen Stadtgebieten. Es handelt sich um die Naturschutzgebiete Lörmecketal (265 ha, Teilgebiet im Stadtgebiet Warstein), Eringerfelder Wald-Süd (212,2 ha, Teilgebiet im Stadtgebiet Geseke), Möhnetal zwischen Industriegebiet Möhnetal und Drewerheide (154,7 ha), Aschenhütte und Bachsysteme der Romecke (39,7 ha), Drewer Steinbrüche (9,7 ha, Teilgebiet im Stadtgebiet Warstein), Kalkmagerrasen bei Rüthen-Meiste (6,3 ha), Hengelsbach (1,2 ha, kein FFH-Gebiet) und Höhle am Kattenstein (0,3 ha, kein FFH-Gebiet).

Im Naturschutzgebiet Lörmecketal südwestlich von Kallenhardt liegt die Höhle Hohle Stein, die archäologische Funde von der End-Altsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit erbracht hat. Im Stadtgebiet befinden sich einige gesetzlich geschützte Biotope und Naturdenkmale. Neben anderen Vogelarten kommen in Rüthen die Großvogelarten Schwarzstorch, Uhu, Kolkrabe und Rotmilan vor.

Sport[Bearbeiten]

Warsteiner Bikepark

Das Waldfreibad mit einer Riesenrutsche ist regional sehr beliebt. Weitere Sporteinrichtungen sind eine Kartbahn, Schießsportanlage, Tennisplätze, ein Lehrschwimmbecken und eine Reithalle. In der Kernstadt und in den Ortsteilen gibt es mehrere Sporthallen und -plätze. In Kallenhardt befindet sich ein Wintersportgebiet mit Skihang mit Schlepplift, eine Rodelbahn, eine Skiloipe und der Warsteiner Bikepark.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Auf eine "hagelvyre" im Jahr 1350 geht die jährliche Lobeprozession zurück. In ihrer heutigen Form besteht sie seit dem Pestjahr 1625. Ebenfalls traditionsreich ist das Jahresfest der seit über 500 Jahren bestehenden Bürgerschützen oder der alljährliche Zunfttag der Schreiner und Zimmerleute am Patronatsfest, dem Josefstag (19. März). Karneval wird unter anderem mit einem Rosenmontagszug gefeiert.[37]

In der Regel im September findet die Herbstkirmes mit Marienmarkt statt. Die Kirmes wird seit den 1930er Jahren von einer Vereinigung von Kaufleuten durchgeführt. 1957 taucht in einem Kassenbericht der Werbegemeinschaft der Name Marienmarkt auf. Jedoch ist ungeklärt, wie weit die historischen Wurzeln des Marktes zurückreichen. Die Stadt besaß bereits seit 1532 das Recht, zwei Jahrmärkte durchzuführen. Ob einer dieser Märkte oder einer der regelmäßigen Viehmärkte den Ursprung des Marienmarktes darstellen, ist ungewiss.[38] Seit dem Jahr 2009 wird der Marienmarkt von der Stadt ausgerichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftlich wird Rüthen in der Gegenwart von mittelständischen Betrieben verschiedener Branchen geprägt. Die wichtigsten sind die Holz-, Metall-, Elektro- und Kunststoffindustrie. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Rüthener Wald als Rohstofflieferant für die Holzindustrie. Der Ort besitzt den drittgrößten Kommunalwald in NRW. Im Mittelalter hatte die Gewinnung und Verarbeitung von Rüthener Sandstein große wirtschaftliche Bedeutung für den Ort.

Im Jahr 2002 wurden in Rüthen 2352 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gezählt. Auf das verarbeitende Gewerbe entfielen 1383, es folgten Baugewerbe mit 272 und Dienstleistungen ohne Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltungen mit 216 Beschäftigten.[39]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr

Rüthen liegt an der Bundesautobahn 44, hat jedoch keine eigene Ausfahrt. Nächstgelegene Ausfahrten sind Anröchte im Westen und Geseke im Osten. Von Brilon aus erreicht man Rüthen über die Bundesstraße 516, die das Stadtgebiet östlich von Belecke wieder verlässt. Die weitere Erschließung des Gemeindegebiets übernehmen Landes- und Kreisstraßen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Liniennetz-Schema der Rüthener Stadt- und Regionalbusse

In Rüthen existieren folgende Buslinien:

  • Regiobus R71 von Belecke über Drewer, Altenrüthen nach Rüthen, sonntags in den Sommermonaten als FahrradBus über Heidberg bis Brilon
  • Regiobus R62 von Rüthen über Menzel, Oestereiden, Bökenförde nach Lippstadt
  • Regiobus R77 von Rüthen über Kallenhardt nach Warstein
  • 466 von Hemmern nach Büren (nur an Schultagen)
  • 558 von Anröchte nach Oestereiden bzw. über Menzel nach Effeln (nur an Schultagen)
  • 672 von Rüthen über Menzel nach Oestereiden (nur an Schultagen)
  • 673 von Rüthen über Meiste nach Oestereiden
  • Taxibus T71 von Rüthen nach Heidberg

Die Linien 558, R71 und T71 werden von der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH betrieben, die Konzession für die Linien R62, R77, 672 und 673 besitzt die Busverkehr Ruhr-Sieg, Betreiber der Linie 466 ist die BahnBus Hochstift.[40]

Bahnverkehr

Der nächstgelegene IC-Bahnhof liegt in Lippstadt.

Die Stadt besitzt auch einen Bahnhof an der Möhnetalbahn SoestBeleckeBrilon-Stadt; diese Strecke wird aber mittlerweile nicht mehr im Personenverkehr bedient. Sie ist zwischen Rüthen und Brilon Stadt stillgelegt und auf dem Teilstück Heidberg-Brilon Stadt auch schon seit Jahren größtenteils abgebaut. Auf dem Reststück zwischen Rüthen und Belecke findet (mittlerweile wieder stark vermehrt) Bedarfsgüterverkehr durch die WLE statt, und es wurde im Jahre 2007 komplett saniert. Das Teilstück zwischen Rüthen und Heidberg wird seit 1994 nicht mehr bedient, ist aber nicht entwidmet worden.

Flugverkehr

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist zirka 20 km entfernt.

Medien[Bearbeiten]

Der Patriot-Geschäftsstelle in der Hochstraße

Als regionale Tageszeitungen erscheinen in Rüthen „Der Patriot[41], die „Westfalenpost“ und die „Westfälische Rundschau“. Im Übrigen wird im Stadtgebiet seit 1997 mittwochs der „Wochentip“ ausgetragen.[42] Der lokale Hörfunk für NRW wird im Bereich Rüthen durch den Sender Hellweg Radio ausgestrahlt.[43]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Bücherei der Stadt steht in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes und Nikolaus Rüthen. Zwanzig ehrenamtliche Mitarbeit ermöglichen den Zugriff auf etwa 5000 Medien. Die Fahrbücherei des Kreises Soest besucht monatlich die Rüthener Ortsteile.

Die Stadt betreibt selbst kein Krankenhaus. Die stationäre Versorgung übernehmen die Krankenhäuser in Brilon, Erwitte, Lippstadt, Soest und Warstein.

Bildung[Bearbeiten]

In Rüthen gibt es ein Gymnasium, das städtische Friedrich-Spee-Gymnasium. Im Jahr 2001 entwickelte eine Schülergruppe des Friedrich-Spee-Gymnasiums das PC-Spiel „Rüthen – The Game“, ein historisches Fantasy-Lernspiel mit zahlreichen Fakten zur Stadt und Stadtentwicklung, das aufwändig an allen bedeutenden Orten im Stadtgebiet mit einem Filmteam produziert wurde. Das Spiel wurde in größerem Rahmen lokal vertrieben und erhielt für seine spielerische Heranführung an die Stadtgeschichte eine Auszeichnung vom Friedrich-Spee-Gymnasium. 2011 initiierte die Klasse 8 mit einer Eingabe an den Rat der Stadt die Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse in Rüthen, die vom WDR-TV übertragen und von zahlreichen Kommunen aufgegriffen wurde.

Ferner gibt es in Rüthen die Maximilian-Kolbe-Schule, eine Verbundschule mit Haupt- und Realschulzweig (Sekundarstufe I) und zwei Grundschulen. Im Zentrum der Stadt befinden sich die städtische Nikolausgrundschule (offene Ganztagsschule) und die Paul-Gerhard-Grundschule. Im Ortsteil Kallenhardt befindet sich die katholische Gemeinschaftsgrundschule Ostervelde, die im Schulverbund mit der städtischen Nikolausgrundschule steht. Im Ortsteil Ostereiden befindet sich die städtische Luzia-Gemeinschaftsgrundschule.

Berufs- und Berufsfachschulen befinden sich in den Nachbargemeinden Lippstadt und Soest. Das Bildungsangebot einer Volkshochschule wird durch die Volkshochschule Lippstadt abgedeckt. Die Musikerziehung in Rüthen erfolgt seit 1985, da es keine städtische Musikschule gibt, im sogenannten „Klingenden Haus“, einem privat geführten Unternehmen. In örtlichen Musikvereinen wird auch musikalisch ausgebildet, wie beispielsweise in Spielmannszügen und Blasorchestern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die Stadt Rüthen hat vier Ehrenbürger, zu denen der verstorbene Künstler und Kunsterzieher Eduard Bufé und der verstorbene Rektor Eberhard Henneböle (1891–1979) gehören.[44]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Ältere Literatur (vor 1945)[Bearbeiten]

  • Joseph Bender: Geschichte der Stadt Rüden: eine Darstellung ihrer Einrichtungen, ihrer Gemeinschaftsverhältnisse mit den Landgemeinden, und ihrer Schicksale; nebst einer Geschichte der Rüdener Rittergeschlechter. Werl 1848 (Volltext)
  • Christoph Brandis: Geschichte der Stadt Rüden. [um 1650] abgedruckt in: Johann Suibert Seibertz: Quellen zur westfälischen Geschichte, Bd. 1. Arnsberg 1857, S. 221–318 (Volltext)
  • Joseph Preising (Hrsg.): Rüthen in geschichtlichen Einzelbildern. Lippstadt 1924 (Volltext)

Neuere Literatur (nach 1945)[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bockhorst, Wolfgang Maron (Hrsg.): Geschichte der Stadt Rüthen. Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte, Bd. 37. Bonifatius Verlag, Paderborn 2000, ISBN 3-89710-141-6.
  • Adolf Cramer: Erinnerung an meine Jugendzeit in Rüthen 1934–1948. Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-6226-7.
  • Walter Dalhoff und Franz Kooke: 775 Jahre Stadt Rüthen. Rüthen 1975.
  • Ulrich Grun (Hrsg.): Rüthen – Bilder aus vergangenen Tagen. Geiger Verlag, Horb am Neckar 1988, ISBN 3-89264-200-1.
  • Eberhard Henneböle: Steinhauer, Bildschnitzer und Maler in Rüthen nach dem 30jährigen Kriege bis um 1750 – Rüthen als Bauzentrum. Beiträge zur Heimatkunde des Landkreises Lippstadt, Heft 5. Hrsg. vom Landkreis Lippstadt in Verbindung mit dem Kreisheimatpfleger, C.J. Laumanns, Lippstadt 1974.
  • Wolfgang Köhler: Die Statutarrechte der Stadt Rüthen. Dissertation, Bonn 1996.
  • Manfred Schöne: Das Herzogtum Westfalen unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1802–1816. Olpe 1966.
  • Elisabeth Schumacher: Das kölnische Westfalen im Zeitalter der Aufklärung. Olpe 1967.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rüthen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. a b c d Kommunalprofil Rüthen (PDF; 220 kB)
  3. Cornelia Kneppe: Burgen und Städte als Kristallisationspunkte von Herrschaft zwischen 1100 und 1300. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen, Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 218f.
  4. Cornelia Kneppe: Burgen und Städte als Kristallisationspunkte von Herrschaft zwischen 1100 und 1300. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen, Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 219
  5. a b Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 371
  6. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Bd. 3. Stuttgart 1978
  7. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 388
  8. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 399
  9. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 407
  10. Eberhard Henneböle: Steinhauer, Bildschnitzer und Maler in Rüthen nach dem Dreißigjährigen Kriege bis um 1750 – Rüthen als Bauzentrum. Beiträge zur Heimatkunde des Landkreises Lippstadt, Heft 5. Lippstadt 1974, S. 11
  11. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 390f., 409f., 411
  12. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 415
  13. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd. 1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, S. 400
  14. Franz Pöggeler: Aufgewachsen in zwei Reichen: Kindheit und Jugend 1926 bis 1945. Frankfurt a.M. 2009, S. 54
  15. Adolf Cramer: Erinnerung an meine Jugendzeit in Rüthen 1934–1948. Norderstedt 2008, S. 18
  16. Jan Erik Schulte: Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933–1945 – zentrale Steuerung und regionale Initiative. Paderborn u.a. 2005, S. 88
  17. Fritz Schumacher: Heimat unter Bomben. Der Kreis Arnsberg im Zweiten Weltkrieg. Balve 1969, S. 15
  18.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 335.
  19.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 147f.
  20. Landesdatenbank NRW – Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)
  21. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster, ISBN 3-402-05497-3, S. 194
  22. Katholische Kirchengemeinden Rüthen
  23. Evangelische Kirche in Rüthen
  24. Jüdische Friedhöfe
  25. http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c974036kw0900.html
  26. Verzeichnis der Bürgermeister und Richter
  27. Ehemalige Bürgermeister und Stadtdirektoren in Rüthen
  28. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4, S. 181
  29. Kulturatlas
  30. Stadt Rüthen
  31. Rüthener Museumsstube auf ruethen.de
  32. handwerkerdorf-ruethen.de
  33. Geschichte der Bergstadt-Musikanten. Abgerufen am 5. April 2012.
  34. Geschichte des Blas- und Tanzorchesters Kallenhardt. Abgerufen am 5. April 2012.
  35. Geschichte des Tambourkorps Rüthen. Abgerufen am 5. April 2012.
  36. http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/bk/de/karten/bk Biotopkataster NRW
  37. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster, ISBN 3-402-05497-3, S. 196
  38. Der Patriot: Erst 75 Jahre Tradition? Artikel vom 11. Februar 2011. Abgerufen am 1. März 2012.
  39. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land, Münster, ISBN 3-402-05497-3, S. 195
  40. Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (Hrsg.): Fahrplanheft Warstein • Rüthen. Gültig ab 9. Juli 2012.
  41. Zeitungen in Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 6. April 2012
  42. Wochentip: Historie Abgerufen am 6. April 2012.
  43. Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen: Sender und Verbreitungsgebiete Abgerufen am 7. April 2012
  44. DERWESTEN: Lokalteil Rüthen: Friedhöfe erzählen auf eigene Art aus Rüthens Geschichte. Veröffentlicht am 13. März 2012, abgerufen am 7. April 2012.