Rüttelplatte
| Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Eine Rüttelplatte (auch Vibrationsplatte) ist eine motorbetriebene Baumaschine zur Bodenverdichtung auf mittelgroßen Flächen. Es gibt sowohl selbstständig vorwärts laufende als auch reversierende (vor- und rückwärtslaufende) Maschinen. Rüttelplatten werden in der Regel handgeführt.
Bei größeren Flächen kommen Straßenwalzen zum Einsatz, bei kleineren Vibrationsstampfer (auch Rüttelstampfer genannt).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leistung und Größe
Die Verdichtungskraft von Vibrationsplattenverdichtern wird hauptsächlich bestimmt durch die Zentrifugalkräfte der die Vibrationen erzeugenden Unwuchten. Kleine Geräte erzeugen etwa 10 kN, Großplatten etwa 100 kN. Das Betriebsgewicht (Masse) liegt zwischen etwa 40 kg und etwa 1.000 kg.
[Bearbeiten] Antrieb
Die Geräte werden angeboten mit folgenden Antrieben:
[Bearbeiten] Verdichtungskontrolle
Zur Überprüfung der Verdichtungsleistung sind heutzutage viele Rüttelplatten mit einer sogenannten flächendeckenden Verdichtungskontrolle ausgestattet. Sie gibt dem Bediener Auskunft darüber, wann der Untergrund ausreichend verdichtet ist und ob Schwachstellen in der Tragschicht, die eine spätere Setzung des Bodens verursachen können, vorhanden sind. Das Messsystem kann beispielsweise wie folgt funktionieren: An der Grundplatte des Bodenverdichters ist ein Sensor installiert. Dieser Sensor misst während der Verdichtung Veränderungen im Schwingungsverhalten und stellt mittels einer sogenannten Frequenzband-Analyse den Bezug zur Bodensteifigkeit her. Das Ergebnis wird dem Bediener mit Hilfe einer Leuchtdiodenskala in einem Display angezeigt.[1] Der Vorteil im Vergleich zu konventionellen Prüfmethoden, die erst nach Beendigung des Verdichtungsvorgangs vorgenommen werden können und in jedem Fall notwendig sind, ist die Zeitersparnis[2]. Da weniger Nacharbeiten und Verdichtungsfahrten erforderlich sind, reduziert sich auch der Arbeitsaufwand[3]. Die Verdichtungskontrollen leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung, insbesondere in beengten Arbeitsräumen, wie zum Beispiel dem Kanalbau oder bei Hinterfüllungen[4]. Das Institut für Geotechnik der Universität Siegen entwickelte 2004 in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Weber Maschinentechnik (Sitz in Bad Laasphe) die erste flächendeckende Verdichtungskontrolle für Bodenverdichter namens COMPATROL®-CCD[5]. Mittlerweile wurde diese erweitert: Mögliche Störungen an der Maschine, wie beispielsweise ein verschmutzter Luftfilter oder ein Motoröldruck außerhalb des Toleranzbereiches, werden angezeigt und können rechtzeitig behoben werden. So lassen sich gravierende Schäden am Gerät vermeiden.[6]
[Bearbeiten] Sicherheit
In Deutschland ist nach den Richtlinien der Berufsgenossenschaften eine jährliche UVV-Überprüfung bei kraftbetriebenen Verdichtern und Rüttelplatten vorgeschrieben.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Weber MT Prospekt COMPATROL
- ↑ Lexikoneintrag in GeoDZ.com
- ↑ Weber MT Prospekt COMPATROL
- ↑ „Gestampft oder gerüttelt“ in Baupraxis Zeitung online
- ↑ „Mit Compatrol immer richtig verdichten“ in Wirtschaft regional online
- ↑ „Zeppelin Österreich setzt auf Weber MT“ im Baublatt Österreich