R.550 Magic

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R.550 Magic/R.550 Magic II

DF-ST-91-10018.JPEG

Allgemeine Angaben
Typ: Luft-Luft-Rakete
Hersteller: MBDA
Entwicklung: Matra
Indienststellung: 1972
Technische Daten
Länge: 2720 mm
Durchmesser: 157 mm
Gefechtsgewicht: 89 kg
Antrieb: Feststoff-Raketenmotor
Geschwindigkeit: Mach 3
Reichweite: 0,3–15 km
Ausstattung
Zielortung: Infrarot
Gefechtskopf: 13-kg-Splittergefechtskopf
Waffenplattformen: Dassault Mirage, Dassault Rafale, Dassault Super Étendard
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Die R.550 Magic ist eine 1968 von Matra im Auftrag der französischen Luftstreitkräfte entwickelte Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete. Der Flugkörper ist das französische Konkurrenzprodukt zur US-amerikanischen AIM-9 Sidewinder.

Die ersten Tests fanden am 11. Januar 1972 statt, eine Gloster Meteor feuerte dabei erfolgreich auf eine Nord-CT20-Zieldrohne. Die Serienproduktion begann 1976. Die Rakete ist mit einem Feststoffraketentriebwerk und einem Infrarotzielsuchsystem ausgestattet. Nachteil des Zielsystems der Magic I ist, dass gegnerische Flugzeuge nur von hinten erfasst werden. Mit der Magic II wurde 1986 eine verbesserte Version in Dienst gestellt. Bei der Magic II wurde der IR-Suchkopf durch eine verbesserte Version ersetzt, nun konnten gegnerische Ziele auch frontal angegriffen werden. Beide Raketen verfügen über acht feste und vier bewegliche Flügel. Zu unterscheiden sind beide Versionen nur am Suchkopf; bei der Magic I ist er transparent, bei der Magic II undurchsichtig.

Es wurden insgesamt etwa 11.300 Raketen (ca. 7000 Magic I und ca. 4000 Magic II) produziert sowie exportiert. Die argentinische Marine setzt sie seit 1982 (nach dem Ende des Falklandkriegs) ein. Der Irak ist ebenfalls ein bekannter Käufer.

Die Magic II wird in den französischen Streitkräften schrittweise durch die von der MBDA entwickelte MICA ersetzt.

Einsatzstaaten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matra R550 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien