R:Base

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R:Base war die erste relationale Datenbank für PCs.

Geschichte[Bearbeiten]

Das originale R:Base-Datenbankprogramm wurde auf einem selbstgebauten Heathkit CPM Computer geschrieben. Am 13. November 1981 gründeten die Brüder Wayne Erickson und Ron Erickson die Firma MicroRim, Inc., um das Produkt zu vermarkten, wobei RIM die Abkürzung für Relational Information Management ist. Erickson entwickelte auch die Großrechner-Version RIM (Relational Information Manager) für Boeing Computer Services. RIM wurde unter anderem bei der NASA zur strukturierten Erfassung der Hitzeschildkacheln ihrer Space Shuttles eingesetzt.

R:BASE 4000[Bearbeiten]

Die erste Version 1.0 von 1983 enthielt noch keine Programmiersprache. Mit dem Dienstprogramm File Gateway konnten verbreitete Dateiformate, wie Data Interchange Format (DIF), SYLK, Lotus 1-2-3 und dBase DBF importiert und exportiert werden. Die japanische Version unterstützte den Kanji-Zeichensatz.

R:BASE 5000 (2.0)[Bearbeiten]

Mit dieser Version konnten über 640 KB Speicher und der Intel 80286 Prozessor genutzt werden. In den 1980er Jahren wurde R:BASE auch unter dem Namen Microsoft Rbase System in Europa vertrieben.[1] 1985 erschien eine Ausgabe (multi-user) für Mehrbenutzersysteme.

R:BASE System V (2.1)[Bearbeiten]

Erstmals wurde eine Untermenge der Structured Query Language (SQL) implementiert.

R:BASE 3.x[Bearbeiten]

R:Base 3.0 folgte ANSI SQL (1989) und nutzte die Speicherverwaltung DOS4GW. Weiterhin gab es eine Ausgabe für das Betriebssystem CTOS.

R:BASE 4.0[Bearbeiten]

Die Entwicklungsgruppe verwendete statt des bisherigen Microsoft C Compilers nun den WATCOM C386 Compiler.

R:BASE 6.x[Bearbeiten]

Die Entwicklungsfirma Microrim wurde am 13. März 1998 geschlossen. Die neu gegründete Firma R:BASE Technologies, Inc. aus Murrysville (Pennsylvania, USA) erwarb die R:BASE-Produktlinie von der Abacus Software Group (ASG) im Juni 1998.

R:Base bietet eine eigene 4GL-Programmierplattform, eine eingebaute SQL-Konsole, Multi-User-Fähigkeit, eigene Masken-, Berichts-, Etiketten- und Anwendungs-Generatoren und viele Features mehr.

R:Base liegt seit 3. Nov. 2007 in der Version 7.6 sowie der Turboversion 8.0 vor. Die V7.6 verwendet die normalen Windows-Dateihandlings und ist somit auf Datenbanken bis maximal 2GB beschränkt, R:Base Turbo V-8 verwendet eine eigene 64-Bit Adressierung für das Dateihandling und kann damit Datenbanken bis 2.3 Millionen TB verwalten.

Versionen[Bearbeiten]

  • 1983: R:BASE 4000 Version 1.0
  • 1984: R:BASE 4000 Version 1.1
  • 1985: R:BASE 5000
  • 1986: R:BASE System V
  • 1987: R:BASE for DOS Version 2.0
  • 1988: R:BASE 2.11 - erste Version für OS/2
  • 1990: R:BASE 3.0 (DOS, OS/2)
  • 1990: R:BASE 3.1 (DOS, OS/2)
  • 1991: R:BASE 3.1a (DOS, OS/2)
  • 1992: R:BASE 4.0 (DOS, OS/2)
  • 1993: R:BASE 4.5 (DOS, OS/2)
  • 1994: R:BASE 4.5+ (DOS, OS/2)
  • 1995: R:BASE 5.0 (DOS, Windows)
  • 1996: R:BASE 5.5 (DOS, Windows, OS/2, OS/2 PM)
  • 1996: R:BASE 6.0 (DOS, OS/2, OS/2 PM)
  • 1997: R:BASE 6.1 (DOS, OS/2, OS/2 PM)
  • 1998: R:BASE 6.1a (nun von R:BASE Technologies, Inc.)
  • 2000: R:BASE 2000 6.5 (DOS, Windows)
  • 2001: R:BASE 2000 6.5++ (DOS, Windows)
  • 2003: R:BASE 7.0 (DOS, Windows)
  • 2004: R:BASE 7.1 (DOS, Windows)
  • 2005: R:BASE 7.5 (DOS, Windows)
  • 2007: R:BASE 7.6 (DOS, Windows)
  • 2008: R:BASE Turbo V-8 (Windows)
  • 2010: R:BASE eXtreme 9.0
  • 2011: R:BASE eXtreme 9.1
  • 2012: R:BASE eXtreme 9.5

Literatur[Bearbeiten]

  • Norbert Meder, Franz-Georg Wohlfarth: Datenbanksystem Microsoft Rbase, Köln 1986
  • Prepeneit: Microsoft Rbase Vom ersten Schritt zur fertigen Problemlösung, Markt und Technik 1987, ISBN 3890904750
  • Norbert Meder, Lisa Lang: Microsoft Rbase System: Relationale Datenbank, Köln 1988, ISBN 3922607543
  • Baran: Microsoft RBASE von A - Z, Vieweg 1988, ISBN 3528046015
  • Jacobs, Riester: Rbase: Eine strukturierte Einführung, Rowohlt 1989, ISBN 3499181622

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1987/37/1161173/

Weblinks[Bearbeiten]