RB Leipzig

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RB Leipzig
RB Leipzig
Voller Name RasenBallsport Leipzig e.V.
Ort Leipzig, Sachsen
Gegründet 19. Mai 2009
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Red Bull Arena
Plätze 44.345
Vorstand Florian Müller (Vorsitzender)
Markus Thurner
Rudolf Theierl
Trainer Alexander Zorniger
Homepage redbulls.com/soccer/leipzig
Liga Regionalliga Nordost
2012/13 1. Platz (Regionalliga Nordost)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

RB Leipzig (offiziell: RasenBallsport Leipzig e.V.) ist ein deutscher Fußballverein aus Leipzig.

Hinter dem Verein steht das Unternehmen Red Bull, das als langfristiges Vereinsziel den Aufstieg in die Bundesliga angibt.[1] Der Vereinsname soll an andere vom Unternehmen getragene Projekte, wie etwa FC Red Bull Salzburg oder New York Red Bulls, anknüpfen. Da die Satzung des Deutschen Fußball-Bundes eine Namensgebung zu Werbezwecken verbietet, ist Red Bull als Namensbestandteil unzulässig.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Vereinsgründung [Bearbeiten]

Ablauf der Mannschaftsübernahme
Saison 2008/09 Saison 2009/10 Saison 2010/11
SSV Markranstädt I RB Leipzig I RB Leipzig I
ESV Delitzsch I RB Leipzig II
SSV Markranstädt II RB Leipzig II SSV Markranstädt I
ESV Delitzsch II ESV Delitzsch I
SSV Markranstädt III RB Leipzig III SSV Markranstädt II
RB Leipzig IV SSV Markranstädt III

Im Jahr 2006 unternahm Red Bull erstmals den Versuch, im Leipziger Fußball Fuß zu fassen. Der Einstieg beim FC Sachsen Leipzig scheiterte jedoch an der verweigerten Zustimmung des Deutschen Fußball-Bundes wegen namensrechtlicher Unstimmigkeiten und an Fanprotesten.[3] Der DFB befürchtete eine zu große Einflussnahme des Investors.[4]

Da die Vereine unterhalb der Regionalliga nicht mehr dem DFB-Lizenzierungsverfahren unterliegen, wurde daraufhin am 19. Mai 2009 der eigenständige Verein RB Leipzig gegründet. Dieser sollte das Startrecht des SSV Markranstädt für die Oberliga und zusätzlich die ersten drei Männermannschaften sowie das Seniorenteam des Fünftligisten übernehmen. Die erste Männermannschaft wurde samt Trainerstab komplett übernommen.[5] Auf Drängen des Sächsischen Fußballverbandes übernahm RB Leipzig auch die jeweils erste Mannschaft der vier ältesten Jugendabteilungen des insolventen FC Sachsen Leipzig.[6]

Nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband am 13. Juni 2009 der Übertragung des Oberliga-Spielrechtes zustimmte und den Vereinsnamen genehmigte,[7] startete RB Leipzig schließlich zur Saison 2009/10 anstelle des SSV Markranstädt in der Süd-Staffel der Oberliga Nordost. Dabei nahm der Verein den Spielbetrieb zunächst ohne offizielles Vereinswappen auf, da das vorgeschlagene Wappen wegen der Ähnlichkeit zum Unternehmenslogo vom Sächsischen Fußballverband abgelehnt wurde.[8] Das Sponsorenlogo befindet sich dennoch als Trikotwerbung auf den Spielertrikots und das abgelehnte Wappen wurde zeitweise unter anderem auf Fanartikeln verwendet.[9]

Zwei Jahre nach Gründung des Vereins im Jahre 2009 hatte RB Leipzig auch im September 2011 nur sieben Mitglieder.[10] Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt 800 € plus einmalig 100 € Aufnahmegebühr.[11]

Start in der Oberliga [Bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte DFB-Pokal
2009/10 Oberliga Nordost 1 74:17 80
2010/11 Regionalliga Nord 4 57:29 64
2011/12 Regionalliga Nord 3 71:30 73 2. Runde
2012/13 Regionalliga Nordost 1
Grün unterlegt: Aufstiege

Nachdem einige zuvor geplanten Spiele wegen Sicherheitsbedenken abgesagt werden mussten, fand das erste Spiel von RB Leipzig am 10. Juli 2009 als Freundschaftsspiel gegen den Landesligisten SV Bannewitz statt und endete mit einem 5:0-Heimsieg für RB Leipzig, wobei als Spielstätte das Stadion am Bad in Markranstädt diente. Im ersten Ligaspiel erreichte RB Leipzig am 8. August 2009 auswärts gegen den FC Carl Zeiss Jena II ein 1:1-Unentschieden.

Im weiteren Verlauf der Hinrunde 2009/10 wurde die Mannschaft, trotz kleinerer Rückschläge wie der ersten Saisonniederlage am 13. September 2009 gegen Budissa Bautzen, Herbstmeister ihrer Staffel. Für die Rückrunde verstärkte sich Leipzig insbesondere mit der Verpflichtung des zuvor in der 2. Bundesliga spielenden Timo Rost und erreichte bereits am 25. Spieltag den sicheren Aufstieg, nachdem Verfolger Budissa Bautzen auch rechnerisch nicht mehr an RB vorbeiziehen konnte. Am 4. Mai 2010 wurde dem Verein die Regionalligalizenz durch den Deutschen Fußball-Bund erteilt.

Bereits im Januar 2010 hatte der seit der Vereinsgründung amtierende Präsident Andreas Sadlo den Verein verlassen,[12] woraufhin Dietmar Beiersdorfer das Amt des Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten übernommen hatte.[13] Einen Tag nach dem letzten Saisonspiel entband dieser den Aufstiegs-Trainer Tino Vogel, dessen Co-Trainer Lars Weißenberger sowie Sportdirektor Joachim Krug von ihren Aufgaben.[14] Dies erfolgte vor dem Hintergrund einer zuvor von Red-Bull-Geschäftsführer Dietrich Mateschitz verkündeten Strategieänderung, wonach RB Leipzig anstelle des FC Red Bull Salzburg künftig das Schlüsselprojekt im Fußballengagement des Unternehmens darstellen soll.[15] Daraufhin wurde am 18. Juni 2010 Tomas Oral als neuer Trainer vorgestellt.

Auch die Spieler Christian Mittenzwei, Sebastian Hauck, Stefan Schumann, Toni Jurascheck und Michael Lerchl erhielten keine neuen Verträge für die kommende Regionalligasaison, während mit Frank Räbsch und Ronny Kujat zwei weitere Spieler der Aufstiegsmannschaft ihre Karrieren beendeten.[16]

Regionalliga [Bearbeiten]

Vor der Saison 2010/11 gab RB Leipzig die zweite, dritte und vierte Mannschaft wieder an den SSV Markranstädt ab. Als neue Reserve wurde die erste Mannschaft vom ESV Delitzsch übernommen.[17]

Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04

Am 24. Juli 2010 fand anlässlich des Umzugs in die neue Heimspielstätte, die Red Bull Arena, ein Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 statt, das Leipzig mit 1:2 verlor.[18] Sechs Tage später spielte Leipzig letztmals im Stadion am Bad: Das Testspiel gegen Hertha BSC am 30. Juli 2010 endete mit einem 2:1-Sieg von RB Leipzig.

Die Regionalliga begann für RB Leipzig mit einer Serie von drei Remis in Folge, von denen das erste am 6. August 2010 gegen Türkiyemspor Berlin vor 4.028 Zuschauern erspielt wurde. Erst am vierten Spieltag gelang der erste Saisonsieg durch ein 2:1 bei Holstein Kiel, dem am fünften Spieltag auch der erste Heimsieg folgte: gegen den 1. FC Magdeburg gewann Leipzig erneut mit 2:1. Nach einem mäßigen Saisonstart fand sich RB Leipzig in der Verfolgerrolle des Chemnitzer FC wieder, der als möglicher Aufstiegskandidat der Nord-Staffel galt. Zum Jahresende bekräftige RB Leipzig seine eigenen Aufstiegsambitionen nochmals mit der Verpflichtung des Brasilianers Thiago Rockenbach, nachdem der Verein schon im Sommer unter anderem mit den Transfers von Carsten Kammlott und Tim Sebastian Aufmerksamkeit erregt hatte. Schließlich sollte die Mannschaft die Saison aber lediglich als Tabellenvierter beenden.

Aufgrund des verpassten Aufstiegs war schon im Verlauf der Rückrunde Peter Pacult am 4. Mai 2011 als Trainer ab der Saison 2011/12 bekanntgegeben worden, womit das Engagement Orals in Leipzig nach nur einer Saison wieder beendet wurde. Fast gleichzeitig trat Thomas Linke, der erst im Februar 2011 als Sportdirektor eingesetzt worden war, von seinem Posten zurück, weshalb verschiedene Medien einen Zusammenhang mit der Verpflichtung Pacults vermuteten.[19] Zuvor hatten weitere Spielerabgänge dafür gesorgt, dass mit Daniel Rosin, Timo Rost und Benjamin Bellot lediglich drei Spieler aus der vormaligen Oberliga-Mannschaft im Leipziger Kader für die Regionalliga-Saison 2011/12 verblieben waren, während mit Ingo Hertzsch ein vierter dieser Spieler nur noch für die Reservemannschaft eingeplant wurde.

Der bisher höchste Sieg der Vereinsgeschichte gelang dem RB Leipzig mit einem 8:2 gegen den SV Wilhelmshaven, der am 19. Februar 2012 erzielt wurde.[20] Auch in der Saison 2011/12 verpasste RB Leipzig den Aufstieg in die 3. Liga mit einem 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg II und startete damit 2012/13 in der neuen Regionalliga Nordost.

Die Saison 2012/13 in der Regionalliga Nordost verlief für RB Leipzig erfolgreicher als die beiden vorherigen Spielzeiten. Bereits im drittletzten Spiel der Hinrunde sicherten sie sich mit einem Sieg gegen den FSV Zwickau die Herbstmeisterschaft. Die Meisterschaft gewannen sie vorzeitig am 7. Mai 2013, nachdem der FC Carl Zeiss Jena ein Nachholspiel des 18. Spieltages gegen den Berliner AK 07 verloren hatte. Für den Aufstieg in die 3. Liga muss sich RB Leipzig in zwei Relegationsspielen gegen Sportfreunde Lotte - den Regionalliga-Meister der Regionalliga West durchsetzen. Die Spiele finden am 29. Mai und 2. Juni statt und werden im Europapokal-Modus ausgetragen.

Sachsenpokal [Bearbeiten]

Das erste Pflichtspiel bestritt der Verein am 31. Juli 2009 in der ersten Runde des Sachsenpokals. Nach einem Tausch des Heimrechts siegte die Mannschaft auf heimischem Platz mit 5:0 gegen den VfK Blau-Weiß Leipzig. Aus dem Sachsenpokal 2009/10, über den RB Leipzig den Einzug in den DFB-Pokal der folgenden Saison 2010/11 anvisiert hatte, schied der Verein am 13. November 2009 durch eine Niederlage im Viertelfinale gegen den FSV Zwickau mit 2:3 aus.

Den Sachsenpokal in der Saison 2010/11 gewann RB Leipzig unter Trainer Tomas Oral als ersten Titel der Vereinsgeschichte am 1. Juni 2011 durch einen 1:0-Sieg gegen den Chemnitzer FC. Damit erspielten sie sich das Recht zur Teilnahme am DFB-Pokal der folgenden Saison 2011/12.

Im Sachsenpokal der Saison 2012/13 erreichte RB Leipzig zum zweiten Mal das Finale und setzte sich dort mit 4:2 abermals gegen den Chemnitzer FC durch.

DFB-Pokal [Bearbeiten]

Im DFB-Pokal 2011/12 bezwang Leipzig in der ersten Runde den Bundesligisten VfL Wolfsburg mit 3:2, schied in der zweiten Runde aber durch eine 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg als weiteren Bundesligisten aus.

Titel und Erfolge [Bearbeiten]

Vereinsstruktur [Bearbeiten]

Ehrenrat [Bearbeiten]

ÖsterreicherÖsterreicher Manfred Hückel Leiter Marketingabteilung
Red Bull GmbH
ÖsterreicherÖsterreicher Walter Bachinger Leiter Finanzabteilung
Red Bull GmbH
ÖsterreicherÖsterreicher Volker Viechtbauer Leiter Rechtsabteilung
Red Bull GmbH

Vorstand [Bearbeiten]

ÖsterreicherÖsterreicher Florian Müller Vorsitzender
ÖsterreicherÖsterreicher Markus Thurner Finanzdirektor
Red Bull Teamsports
ÖsterreicherÖsterreicher Rudolf Theierl Vorstandsvorsitzender
FC Red Bull Salzburg
EC Red Bull Salzburg

Geschäftsstelle [Bearbeiten]

DeutscherDeutscher Ulrich Wolter Geschäftsführer
DeutscherDeutscher Frank Zimmermann Finanzen
ÖsterreicherÖsterreicher Markus Slipek Organisation & Spielbetrieb
DeutscherDeutscher Jörg Kurzeja Marketing
ÖsterreicherÖsterreicher Sharif Shoukry Pressesprecher

Sportliche Leitung [Bearbeiten]

Sportdirektor Ralf Rangnick
FranzoseFranzose Gérard Houllier Global Sports Director
Red Bull Soccer
DeutscherDeutscher Ralf Rangnick Sportdirektor
DeutscherDeutscher Frieder Schrof Nachwuchsleiter
DeutscherDeutscher Hans-Jürgen Kreische Chefscout

Erste Mannschaft [Bearbeiten]

Trainerstab [Bearbeiten]

DeutscherDeutscher Alexander Zorniger Trainer
UngarUngar Tamás Bódog Co-Trainer
DeutscherDeutscher Perry Bräutigam Torwarttrainer
DeutscherDeutscher Tim Lobinger Athletiktrainer

Kader Saison 2012/13 [Bearbeiten]

Stand: 6. Januar 2013

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum bei RBL seit letzter Verein
Tor
01 Fabio Coltorti SchweitzerSchweitzer 03.12.1980 2012 FC Lausanne-Sport
22 Benjamin Bellot DeutscherDeutscher 30.07.1990 2009 FC Sachsen Leipzig
26 Erik Domaschke DeutscherDeutscher 11.11.1985 2012 KSV Hessen Kassel
Abwehr
02 Marcus Hoffmann DeutscherDeutscher 12.10.1987 2011 SV Babelsberg 03
08 Tim Sebastian DeutscherDeutscher 17.01.1984 2010 Hansa Rostock
14 Patrick Koronkiewicz DeutscherDeutscher 13.03.1991 2012 Bayer 04 Leverkusen II
16 Juri Judt DeutscherDeutscher KasacheKasache 24.07.1986 2012 1. FC Nürnberg
17 Umut Koçin TürkeTürke DeutscherDeutscher 02.06.1988 2011 Kapfenberger SV
23 Niklas Hoheneder ÖsterreicherÖsterreicher 17.08.1986 2012 Karlsruher SC
28 Fabian Franke DeutscherDeutscher 07.03.1989 2010 Hamburger SV II
30 Christian Müller DeutscherDeutscher 13.08.1983 2011 FSV Frankfurt
Mittelfeld
05 Henrik Ernst DeutscherDeutscher 02.09.1986 2011 Hannover 96 II
10 Thiago Rockenbach BrasilianerBrasilianer 01.02.1985 2011 Fortuna Düsseldorf
15 Bastian Schulz DeutscherDeutscher 10.07.1985 2011 1. FC Kaiserslautern
18 Timo Röttger DeutscherDeutscher 12.07.1985 2011 Dynamo Dresden
21 Paul Schinke DeutscherDeutscher 16.05.1991 2010 Energie Cottbus II
24 Dominik Kaiser DeutscherDeutscher 16.09.1988 2012 TSG 1899 Hoffenheim
29 Sebastian Heidinger DeutscherDeutscher 11.01.1986 2011 Arminia Bielefeld
34 Clemens Fandrich DeutscherDeutscher 10.01.1991 2013 Energie Cottbus
Angriff
11 Daniel Frahn (C)Kapitän der Mannschaft DeutscherDeutscher 03.06.1987 2010 SV Babelsberg 03
13 Tom Nattermann DeutscherDeutscher 16.04.1993 2012 eigene Jugend
19 Matthias Morys‎ DeutscherDeutscher 19.03.1987 2013 SG Sonnenhof Großaspach
20 Stefan Kutschke DeutscherDeutscher 03.11.1988 2010 SV Babelsberg 03
27 Carsten Kammlott DeutscherDeutscher 28.02.1990 2010 FC Rot-Weiß Erfurt

Transfers Saison 2012/13 [Bearbeiten]

Stand: 7. März 2013

Zugänge: Abgänge:
Transferperiode I (Sommer 2012)
außerhalb (Herbst 2012)
Transferperiode II (Winter 2013)
  • Matthias Hamrol (Tor, zweite Mannschaft)
  • Andreas Kerner (Tor, zweite Mannschaft)
außerhalb (Frühling 2013)

Zweite Mannschaft [Bearbeiten]

RB Leipzig U23
Stadion Trainingszentrum am Cottaweg
Plätze 1000
Trainer Tino Vogel
Liga Sachsenliga
2011/12 4. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts
Saison Liga Platz Tore Punkte
2010/11 Bezirksliga Leipzig 1 65:32 60
2011/12 Sachsenliga 4 62:34 53
2012/13 Sachsenliga - - -
Grün unterlegt: Aufstiege

In der Saison 2010/11 startete die U23 von RB Leipzig mit dem Spielrecht und dem Großteil der Mannschaft des ESV Delitzsch in der Bezirksliga Leipzig. Die Saison verlief sehr gut, so dass am vorletzten Spieltag die Meisterschaft gewonnen wurde. Zwischenzeitlich wurde vermutet, dass RB Leipzig das Oberliga-Spielrecht des aufgelösten Vereins FC Sachsen Leipzig übernehmen könnte, doch dieses Angebot wurde nicht wahrgenommen, so dass die U23 durch sportlichen Erfolg aufstieg. In der Saison 2011/12 erreichte das Team auf Anhieb den vierten Platz. Die U23 trägt ihre Heimspiele im Trainingszentrum am Cottaweg aus.

Trainerstab [Bearbeiten]

DeutscherDeutscher Tino Vogel Trainer
DeutscherDeutscher Olaf Holetschek Co-Trainer
DeutscherDeutscher Norman Becker Torwarttrainer

Kader Saison 2012/13 [Bearbeiten]

Stand: 2. September 2012

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum bei RBL seit letzter Verein
Tor
01 Florian Groß DeutscherDeutscher 11.09.1992 2011 Hallescher FC U19
12 Andreas Kerner DeutscherDeutscher 05.09.1988 2011 erste Mannschaft
22 Marc Hübener DeutscherDeutscher 10.09.1990 2010 SV Grün-Weiß Lübben
31 Matthias Hamrol DeutscherDeutscher PolePole 31.12.1993 2012 erste Mannschaft
Abwehr
02 Alexander Sorge DeutscherDeutscher 21.04.1993 2012 eigene Jugend
03 Kevin Schiller DeutscherDeutscher 20.02.1993 2012 eigene Jugend
04 Ingo Hertzsch DeutscherDeutscher 22.07.1977 2009 erste Mannschaft
05 Felix Neuer DeutscherDeutscher 16.01.1990 2011 SG Blau-Gelb Laubsdorf
07 Florian Felke DeutscherDeutscher 12.03.1990 2011 FC Sachsen Leipzig
13 Benjamin Schmidt DeutscherDeutscher 14.01.1990 2011 FC Sachsen Leipzig
Mittelfeld
10 Daniel Heinze DeutscherDeutscher 17.10.1987 2011 FC Sachsen Leipzig
11 Michael Schlicht DeutscherDeutscher 13.11.1993 2012 eigene Jugend
12 Alexander Laas DeutscherDeutscher 05.05.1984 2010 erste Mannschaft
14 Alexander Siebeck DeutscherDeutscher 09.11.1993 2012 eigene Jugend
17 Eric Daubitz DeutscherDeutscher 03.04.1991 2010 Tennis Borussia Berlin U19
18 Tom Dietze DeutscherDeutscher 13.02.1992 2011 eigene Jugend
19 Fabian Schößler DeutscherDeutscher 18.10.1989 2011 FC Sachsen Leipzig
Marc-Jerome Amborn DeutscherDeutscher 05.11.1993 2012 eigene Jugend
Angriff
09 Mirko Jentzsch DeutscherDeutscher 12.07.1989 2010 Bornaer SV

Jugendmannschaften [Bearbeiten]

Die A-Jugend von RB Leipzig spielt in der zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Nordost. Die B-Jugend spielt in der U-17-Bundesliga. Wie die übrigen Jugendmannschaften des Vereins tragen sie ihre Heimspiele im Trainingszentrum am Cottaweg aus.

Stadion [Bearbeiten]

Spielstätte seit der Saison 2010/11: Red Bull Arena in Leipzig

RB Leipzig trägt seine Heimspiele in der 44.345 Zuschauer fassenden Red Bull Arena, dem ehemaligen Zentralstadion, aus. Der Vertrag über die Namensrechte des Stadions läuft zunächst bis 2020, mit der Option einer Verlängerung bis 2040.[21][22] In der ersten Saison 2009/10 trug der Verein seine Heimspiele im 5.500 Zuschauer fassenden Stadion am Bad in Markranstädt aus.

Trainingszentrum [Bearbeiten]

Red Bull gab 2010 bekannt, sich längerfristig in Leipzig engagieren zu wollen, und suchte in diesem Zusammenhang einen Standort für ein Trainingsgelände mit mehreren Natur- und Kunstrasenplätzen sowie für ein Jugendinternat. Gegen Ende des Jahres fiel die Entscheidung auf den Bereich der Leipziger Kleinmesse am Cottaweg, wo auf einer Fläche von 92.000 Quadratmetern bis zum Jahr 2013 für 30 Millionen Euro das Vereinsgelände errichtet werden soll.[23] Nach Einwänden mehrerer Umweltschutzverbände und zähen Verhandlungen wurde den Planungen von RB Leipzig seitens der Stadt am 15. Dezember 2010 zugestimmt.[24][25]

Der Ausbau begann im März 2011 und soll in zwei Schritten erfolgen.[26] Während des ersten Bauabschnitts entstanden unmittelbar am Standort drei Naturrasenplätze sowie ein Kunstrasenplatz. Vorübergehend sind Mannschaftsräume und Sanitäranlagen in Containern untergebracht. Dieser Abschnitt wurde am 14. August 2011 abgeschlossen.[27] Ab Frühjahr 2013 können die Rasenplätze genutzt werden.[28]

Da der Stadtrat Ende November 2012 dem Bebauungsplan westlich des Cottawegs zugestimmt hat,[29] können die Pläne nun erneut ausgelegt werden. Wenn der Genehmigungsprozess erfolgreich durchlaufen wird, könnten bis Ende 2013 die Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen sein.[29] Dann werden weitere Fußballfelder sowie ein Jugendinternat gebaut. Es ist ebenfalls eine Tribüne für 1.000 Zuschauer geplant, vermutlich für Heimspiele der II. Mannschaft sowie der Jugendmannschaften von RB Leipzig.[30] Die Gebäude neben den Fußballplätzen sollen zwischen Herbst 2013 und Sommer 2015 errichtet werden und 35 Millionen Euro kosten.[31]

Kritik [Bearbeiten]

Bereits vor den ersten Spielen sah sich der Verein Protesten und massiven Anfeindungen gegenüber. Nach der Übernahme des SSV Markranstädt gab es in dem Leipziger Vorort Proteste, bei dem unter anderem Werbebanden beschädigt und der Rasen des Spielfeldes mit Unkrautbekämpfungsmittel zerstört wurde. Anhänger der Fußballvereine FC Sachsen Leipzig und 1. FC Lokomotive Leipzig befürchteten durch die Gründung des neuen Vereins den Rückgang traditioneller Fankultur und eine Kommerzialisierung des Fußballs in der Region. Dennoch befürworteten in einer nicht repräsentativen Umfrage der lokalen Leipziger Volkszeitung etwa 70 Prozent der Leser das Engagement von Red Bull.[32]

Bundesweit stieß der Verein bei Fußball-Fans auf Kritik. Vereine wie KSV Hessen Kassel und der 1. FC Union Berlin sagten nach Fanprotesten geplante Testspiele ab. Im Rahmen der Vorbereitung zur Saison 2012/13 wurden weitere geplante Testspiele, gegen Erzgebirge Aue, Kickers Offenbach und den Chemnitzer FC, nach Fanprotesten abgesagt. Grund für die Fanproteste ist unter anderem die Vereins- und Personalpolitik sowie der Einfluss des Konzerns Red Bull. So können Fans zwar eine Vereinsmitgliedschaft beantragen, diesem Antrag muss jedoch der Ehrenrat zustimmen.

Auch die Fangruppierung Rasenballisten kritisierte die Außendarstellung von RB Leipzig, die „nicht den RasenBallsport Leipzig e. V., sondern lediglich den Geldgeber“ repräsentiere.[33]

Der Wirtschaftswissenschaftler Tobias Kollmann, inzwischen ehemaliger Präsident des Bonner SC und vom FC Viktoria Köln, sah in Red Bull ein Unternehmen, das bei RB Leipzig „klare Wirtschafts- und Marketingziele für seine Produkte“ verfolge und damit sei RB Leipzig der erste „Marketingklub“ im deutschen Fußball. So bezeichnete er die Aktivitäten von Red Bull im RB Leipzig als „sportpolitisches Erdbeben im deutschen Fußball“.[34]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Lars Spannagel: Der RB Leipzig kommt. In: Der Tagesspiegel, 16. Juni 2009.
  2. Sebastian Pittelkow, Dominik Schottner: Geld verleiht Flügel. In: der Freitag, 15. Juli 2009.
  3. Sebastian Pittelkow, Dominik Schottner: Geld-Revolution auf dem Leipziger Rasen. In: Stern, 17. Juni 2009.
  4. Christoph Ruf: Red Bull plant Liga-Einstieg. In: Spiegel Online, 29. Mai 2009.
  5. Lars Spannagel: In acht Jahren in die Bundesliga. In: Die Zeit, 16. Juni 2009.
  6. Reichenbach sieht keine Bevorzugung von RB Leipzig. In: Rheinische Post, 1. August 2009.
  7. Sven Flohr: Red Bull reißt Leipzig aus dem Fußballschlaf. In: Die Welt, 13. Juni 2009.
  8. Debüt ohne Wappen. Süddeutsche Zeitung, 5. August 2009
  9. Erste Fanartikel von RB Leipzig-Markranstädt eingetroffen. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 14. August 2009
  10. Die Bullen schotten sich ab. In: Bild, 15. September 2011, abgerufen am 6. November 2011.
  11. Leipzigs ungeliebte Bullen, sport.zdf.de, 25. Oktober 2011, Zugriff am 14. Mai 2012
  12. Andreas Sadlo verlässt RB Leipzig. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 15. Januar 2010
  13. RB Leipzig zieht in neue Geschäftsstelle. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 24. Februar 2010
  14. Tino Vogel muss als Trainer bei RB Leipzig gehen – auch Sportdirektor Krug wird entmachtet. In: Leipziger Volkszeitung, 30. Mai 2010.
  15. Mateschitz will das große Geld lieber in Leipzig investieren. Kronen Zeitung, 10. Mai 2010
  16. Blumensträuße für scheidende Spieler. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 22. Mai 2010
  17. Regionalligist RB Leipzig stellt Weichen. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 30. Mai 2010
  18. RB Leipzig testet FC Schalke 04. Mitteilung des Vereins auf der offiziellen Website, 3. Juni 2010
  19. Rücktritt von Sportdirektor Thomas Linke
  20. RasenBallsport Leipzig – SV Wilhelmshaven 8:2. Kicker online, abgerufen am 19. Februar 2012.
  21. Zentralstadion wird umbenannt. kicker online, 29. Juni 2010
  22. Stadionvertrag zwischen RB Leipzig und Michael Kölmel, Leipziger Volkszeitung, 26. Mai 2010
  23. RB Leipzig startet am Cottaweg in das Unternehmen Fußball-Bundesliga. In: Leipziger Volkszeitung, 7. Januar 2011.
  24. Planungen für RB-Trainingszentrum: Hürden am Standort Cottaweg. In: Leipziger Volkszeitung, 7. September 2010.
  25. Leipzigs Stadtrat stimmt RB-Trainingszentrum am Cottaweg mit großer Mehrheit zu. In: Leipziger Volkszeitung, 15. Dezember 2010.
  26. Plan des RB-Leipzig Trainingszentrums. In: Leipziger Volkszeitung, PDF 2,4 MB, abgerufen am 1. April 2011.
  27. redbulls.com: Neues Bullen-Zuhause wird mit FRÜHSCHOPPEN eröffnet!, 12. August 2011, Zugriff am 2. September 2011
  28. Leipziger Internet-Zeitung: RB Leipzig in der Oberbürgermeisterrunde: Trainingszentrum darf erweitert werden, 16. Oktober 2012, abgerufen am 4. November 2012
  29. a b Matthias Puppe: RB-Trainingszentrum: Stadtrat stimmt Ausbau zu – 2,8 Millionen Euro Kosten für Leipzig. In: Leipziger Volkszeitung, 22. November 2012, abgerufen am 17. Dezember 2012.
  30. RB Leipzig eröffnet Trainingszentrum am Cottaweg mit Autogrammstunde. In: Leipziger Volkszeitung, 14. August 2011, abgerufen am am 2. September 2011.
  31. Gehobene Ausstattung: RB Leipzig baut bis 2015 neues Trainigszentrum am Cottaweg. In: Leipziger Volkszeitung, 3. Mai 2013.
  32. "Wir würden selbst den Teufel mit offenen Armen empfangen". Der Spiegel, 17. Juni 2009
  33. [1] unter dem Punkt Ballismus – Sponsoren, Zugriff am 26. Oktober 2011
  34. Ein Erdbeben für den deutschen Fußball Interview mit Tobias Kollmann auf spox.com, abgerufen am 26. Oktober 2011