RC Lens

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RC Lens
RC Lens Logo.svg
Voller Name Racing Club de Lens
Gegründet 1906
Stadion Stade Bollaert-Delelis
Plätze 41.229
Präsident Gervais Martel
Trainer Antoine Kombouaré
Homepage www.rclens.fr
Liga Ligue 1
2013/14 2. Platz (Aufstieg)
Heim
Auswärts

Der Racing Club de Lens ist ein französischer Fußballverein aus der nordfranzösischen Stadt Lens im Département Pas-de-Calais.

Die Vereinsfarben sind Rot und Gelb. Von Fans und Presse werden sie als „Blut und Gold“ (frz. Sang et Or) bezeichnet. Die Mannschaft spielt normalerweise im Stade Bollaert-Delelis; in der Saison 2014/15 muss sie wegen dessen Umbau allerdings ihre meisten Heimspiele im Stade de la Licorne von Amiens austragen.[1] Vereinspräsident ist Gervais Martel, Trainer der Ligamannschaft seit Juli 2013 Antoine Kombouaré (Stand: August 2014).

Geschichte[Bearbeiten]

Das an der Grenze zu Belgien gelegene nordfranzösische Bergbaurevier rund um Lens, Lille, Tourcoing, Roubaix und Valenciennes gehört zu den ganz frühen Hochburgen des französischen Fußballs. Gegründet wurde der Verein 1906 als Racing Club Lensois; seinen heutigen Namen nahm er kurz nach dem Ersten Weltkrieg an. Racing galt bis ungefähr zur Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert – und damit auch weit über das Ende des Steinkohlebergbaus hinaus – als der französische „Kumpelklub“ schlechthin; die Franzosen verwenden dafür die durchaus nicht negativ konnotierte Bezeichnung „Gueules noires“ („Schwarzfressen“). Dieses Bild haben Verein, Anhänger, Stadtväter und Medien lange kolportiert. Tatsächlich war er aber eher der Verein der örtlichen Bergbaugesellschaft von Lens-Lievin: Mitglieder der Geschäftsleitung lenkten und finanzierten den Klub jahrzehntelang, bauten auf dem Unternehmensgelände das Stadion, beschäftigten bis in die 1960er Jahre hinein einen Großteil der Spieler – für die ein Aufrücken in den Profikader häufig einen Wechsel von der Unter- zur Übertagebeschäftigung bedeutete – und unterstützten auch Racings offiziellen Fanclub Les Sang et Or.

Heutzutage gehört der RCL dem Präsidenten Gervais Martel, der diese Position bereits von 1988 bis 2012 innehatte, und dem aserbaidschanischen Großunternehmer Hafiz Məmmədov beziehungsweise dessen Baghlan Group, dem auch der FK Baku gehört und der wesentliche Investitionen bei Atlético Madrid und dem FC Porto getätigt hat.[2] Diese beiden kauften Mitte 2013 die Aktien des Vereins vom Crédit Agricole zurück.[3]

Ligazugehörigkeit und Erfolge[Bearbeiten]

In der höchsten Spielklasse (Division 1, 2002 in Ligue 1 umbenannt) war Lens 1937–1943, 1944–1947, 1949–1968, 1973–1978, 1979–1989, 1991–2008 und 2009–2011 vertreten. Seit 2011 tritt der Verein in der Ligue 2 an.

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 24. August 2014

Nr. Position Name
1 TW Rudy Riou
4 MarokkoMarokko AB Ahmed Kantari
5 TunesienTunesien AB Alaeddine Yahia
6 MF Jérôme Le Moigne
7 ST Yoann Touzghar
8 MF Pierre Ducasse
9 ST Adamo Coulibaly
11 ArgentinienArgentinien ST Pablo Chavarría
13 MauretanienMauretanien AB Abdoul Ba
14 SenegalSenegal MF Deme N’Diaye
15 AB Patrick Fradj
18 MF Pierrick Valdivia
19 BelgienBelgien ST Baptiste Guillaume
Nr. Position Name
20 MadagaskarMadagaskar MF Lalaina Nomenjanahary
21 MarokkoMarokko MF Alharbi El Jadeyaoui
22 AB Loïck Landre
23 MF Wylan Cyprien
24 AB Ludovic Baal
25 ElfenbeinküsteElfenbeinküste AB Jean-Philippe Gbamin
27 AB Benjamin Boulenger
28 SerbienSerbien ST Danijel Ljuboja
29 MF Benjamin Bourigeaud
30 TW Samuel Atrous
33 AB Dimitri Cavaré
40 TW Valentin Belon

Für den Verein wesentliche Spieler in der Vergangenheit[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Die Trainer des RC Lens seit 1934 waren:

Literatur[Bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo), ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W), ISBN 2-913146-02-3
  • Marion Fontaine: Le Racing Club de Lens et les « Gueules Noires ». Essai d’histoire sociale. Les Indes savantes, Paris 2010, ISBN 978-2-84654-248-7

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten]

  1. siehe die Meldung vom 8. August 2014 bei francefootball.fr
  2. „Mammadov – VRP grand luxe“ in France Football vom 9. Juli 2013, S. 48
  3. siehe die Meldung vom Mai 2013 bei France Football