RENFE-Baureihe 120

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Baureihe 120
Renfe serie 120.jpg
Nummerierung: 120 601 – 120 612
120 351 – 120 366
121 101 – 121 029
Anzahl: 57 (BR 120: 28, BR 121: 29)
Hersteller: Alstom, CAF
Baujahr(e): 2006–2010
Achsformel: (1A)(A1)+(1A)(A1)+(1A)(A1)+(1A)(A1)
Bauart: ATPRD
Gattung: Alvia
Spurweite: 1435/1668 mm
Länge über Kupplung: 107 m
Drehzapfenabstand: 19 m
Drehgestellachsstand: 2,8 m
Leermasse: 225 t
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h (3kV=)
250 km/h (25kV 50Hz~)
Stundenleistung: 2,7 MW (3kV)
4 MW (25kV)
Anfahrzugkraft: 150 kN
Raddurchmesser: 850 mm
Stromsystem: 3 kV=
25kV 50Hz~
Anzahl der Fahrmotoren: 8
Antrieb: Kardanwelle
Zugsicherung: ASFA, ERTMS
Kupplungstyp: Scharfenberg
Sitzplätze: 237 (120)
281 (121)
Fußbodenhöhe: 1300 mm
Klassen: 2

Als Baureihe 120 bezeichnet die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe eine Serie von 28 umspurbaren Hochgeschwindigkeits-Triebwagenzügen. Die vierteiligen Züge verkehren als Zuggattung Alvia auf Verbindungen, die sowohl normalspurige Neubaustrecken, wie auch bestehende Breitspurstrecken benutzen.

Die Fahrzeuge wurden von CAF und Alstom geliefert.

Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h bei einer Fahrdrahtspannung von 25 kV und 220 km/h unter 3 kV. Durch das CAF-BRAVA-System ist ein Umspuren zwischen iberischer Breit- und Regelspur in etwa einer Minute möglich. Acht der sechzehn Achsen sind angetrieben. Die Züge verfügen über 156 Sitzplätze in der 2. sowie 81 Sitzplätze in der 1. Klasse.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mai 2001 bestellten die RENFE 20 Triebzüge für den schnellen Regionalverkehr. Die für 250 bis 270 km/h ausgelegten Züge sollten aus vier Wagen bestehen und 237 Fahrgästen Platz bieten. Sie sollten ab 2003 ausgeliefert werden und anschließend im Regionalverkehr bis 250 km zwischen Madrid, Guadalajara, Saragossa und Lleida sowie zwischen Barcelona und Lleida eingesetzt werden. Der Auftrag, der auch die Instandhaltung für 14 Jahre mit einschloss, wurde für 440 Millionen Euro an Alstom (Anteil von 270 Millionen Euro) und CAF vergeben.[2]

Die Züge wurden am 17. Mai 2006 in Dienst gestellt und verkehrten zuerst auf der Neubaustrecke Madrid–Barcelona.[1]. Die Reisezeit zwischen Madrid und Barcelona verkürzte sich, mit einem etwa einminütigen Umspuren in Puigverd de Lleida, auf vier Stunden und 15 Minuten.[1]

Der Einsatz der Züge endete zwischen Madrid und Barcelona mit der Eröffnung der durchgehenden normalspurigen Hochgeschwindigkeitsstrecke im Frühjahr 2008. Die Züge werden seitdem in den folgenden Relationen eingesetzt:

  • Madrid–Valencia–Castellón
  • Madrid–Guadalajara–Irun
  • Madrid–Guadalajara–Logroño

Baureihe 121[Bearbeiten]

Renfe bestellte im Jahr 2004 weitere 29 Züge, die als Serie 121 geführt werden. Die wichtigsten Unterschiede zur Serie 120 sind der Wegfall der 1. Klasse und der Cafeteria, wodurch sich die Sitzplatzkapazität von 237 auf 281 erhöht. Die ersten Züge der Serie 121 nahmen im Januar 2009 den Dienst auf.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Ebenfalls unter der Bezeichnung Alvia verkehrt die RENFE-Baureihe 130.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: RENFE-Baureihe 120 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Alvia cuts Madrid -- Barcelona to 4 h 15 min. In: Railway Gazette International. 162, Nr. 7, 2006, ISSN 0373-5346, S. 373
  2. Meldung „Alaris“ für Spanien. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/2001, ISSN 1421-2811, S. 324.
  3. En servicio comercial desde hoy el primer tren de la serie 121, 26. Januar 2009 auf Via Libre (spanisch)