RKKY-Wechselwirkung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von RKKY-Kopplung)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Ruderman-Kittel-Kasuya-Yoshida-Wechselwirkung (RKKY-Wechselwirkung) beschreibt den indirekten Austausch zwischen den lokalisierten magnetischen Momenten der Atome eines Metalles. Die Kopplung der magnetischen Momente erfolgt über die Polarisation des Spins der Leitungselektronen.

Da der Kopplungsmechanismus (die Spinpolarisation) oszillatorisches Verhalten zeigt, ordnet der Festkörper je nach Abstand der Atome ferromagnetisch oder antiferromagnetisch.

Vereinfacht könnte man sich dies etwa folgendermaßen vorstellen: kommt ein Elektron in die Nähe eines magnetischen Atoms, richtet es seinen Spin nach diesem aus. Bewegt sich das Elektron nun weiter durch den Festkörper, kann die Spinpolarisation des Elektrons wiederum eine Ausrichtung des magnetischen Momentes eines der nächsten Atome bewirken.

Literatur[Bearbeiten]

  •  M. A. Ruderman, C. Kittel: Indirect Exchange Coupling of Nuclear Magnetic Moments by Conduction Electrons. In: Physical Review. 96, Nr. 1, 1954, S. 99–102, doi:10.1103/PhysRev.96.99.
  •  Tadao Kasuya: A Theory of Metallic Ferro- and Antiferromagnetism on Zener’s Model. In: Progress of Theoretical Physics. 16, Nr. 1, 1956, S. 45–57, doi:10.1143/PTP.16.45.
  •  Kei Yosida: Magnetic Properties of Cu-Mn Alloys. In: Physical Review. 106, Nr. 5, 1957, S. 893–898, doi:10.1103/PhysRev.106.893.