RMS Queen Elizabeth

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RMS Queen Elizabeth
RMS Queen Elizabeth in Cherbourg 1966

RMS Queen Elizabeth in Cherbourg 1966

p1
Schiffsdaten
andere Schiffsnamen
  • Seawise University
Schiffstyp Linienpassagierschiff
Heimathafen Southampton
Eigner Cunard White Star Line
Bauwerft John Brown & Company
Baunummer 552
Indienststellung 3. März 1940
Verbleib Am 9. Januar 1972 im Hafen von Hongkong ausgebrannt und 1975 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
314 m (Lüa)
Breite 36 m
Tiefgang max. 12 m
 
Besatzung rund 1000
Maschine
Maschine Getriebedampfturbinen
Maschinen-
leistung
160.000 PS (117.680 kW)
Propeller 4 x Festpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 2283

RMS Queen Elizabeth war ein Passagierdampfer der Cunard Steamship Company.

Einsatz[Bearbeiten]

Sie war ab 1938 mit 83.637 BRT das größte Passagierdampfschiff und hielt diesen Rekord bis 1996 (in der Länge wurde sie seit 1960 knapp von der France um 2 Meter übertroffen). Wie schon einige Jahre zuvor die ähnliche Queen Mary wurde sie von und nach der Gattin des regierenden Königs des Vereinigten Königreichs getauft, also nach Queen Elizabeth, der Ehefrau von König Georg VI.

Die Queen Elizabeth wurde von der Werft John Brown & Company in Clydebank, Schottland, gebaut und am 27. September 1938 in Dienst gestellt; ihre Jungfernfahrt fand jedoch erst am 3. März 1940, also erst nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs statt. Ihre erste Reise war geheim und führte sie nach New York City und dann weiter nach Australien. Während des Zweiten Weltkriegs und kurz danach wurden die Queen Elizabeth und die Queen Mary als Truppentransporter eingesetzt. Ihre hohen Geschwindigkeiten erlaubten es ihnen, außerhalb eines Konvois zu fahren und somit der Bedrohung durch deutsche U-Boote zu entgehen. Sie fuhr aber auch innerhalb regulärer Geleitzüge, wie den WS-Geleitzügen.

Nach dem Krieg dominierte die Queen Elizabeth zusammen mit der Queen Mary für einige Jahrzehnte die Transatlantikroute. In 761 Kabinen konnten maximal 2.283 Passagiere mitreisen. Schließlich löste das schnellere Flugzeug die großen Seeschiffe als Reisemittel ab. Beide Schiffe wurden 1969 außer Dienst gestellt und durch ein einzelnes, kleineres Schiff ersetzt, die Queen Elizabeth 2 (häufig auch QE2 genannt).

Untergang[Bearbeiten]

1972: Das Wrack der Seawise University

Nach ihrer Außerdienststellung 1970 wurde die Queen Elizabeth von dem Tycoon Tung Chao Yung (Hongkong) gekauft und sollte in eine schwimmende Universität mit dem Namen Seawise University umgewandelt werden. Am 9. Januar 1972 wurde sie durch ein Feuer (vermutlich Brandstiftung) im Hafen von Hongkong schwer beschädigt. Durch die großen Wassermengen, die bei den Löscharbeiten unkontrolliert in das Schiff eindrangen, kenterte es. Das Wrack lag noch einige Jahre im Hafen; 1975 wurde die ehemalige Queen Elizabeth dann schließlich vor Ort verschrottet.

Trivia[Bearbeiten]

Im James-Bond-Film Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) ist das gekenterte Wrack der Queen Elizabeth/Seawise University zu sehen. In dem Film unterhält der britische Geheimdienst MI6 im schräg liegenden Wrack ein geheimes Hauptquartier mit grotesker Inneneinrichtung. Als das Tragflügelboot, mit dem Bond von Macao nach Hongkong reist, kurz vor dem Anlegen im Hafen von Hongkong am Wrack vorbeifährt, werden die Passagiere über die Bordlautsprecher auf diese „Attraktion“ hingewiesen. Die Ansage ist aber insofern falsch, als das Jahr 1971 als Jahr der Havarie angegeben wird.

Die Cunard Line stellte 2010 ein neues Schiff in Dienst, das ebenfalls den Namen Queen Elizabeth trägt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: RMS Queen Elizabeth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien