RPD (Maschinengewehr)

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RPD (Maschinengewehr)
LMG-RPD-44.jpg
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: Leichtes Maschinengewehr Degtjarjow RPD
Einsatzland: Sowjetunion
Entwickler/Hersteller: Wassili Alexejewitsch Degtjarjow
Herstellerland: Sowjetunion
Produktionszeit: 1944 bis 1960
Modellvarianten: RPD, RPDM
Waffenkategorie: Maschinengewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1037 mm
Gewicht: (ungeladen) 7,5 kg
Lauflänge: 520 mm
Technische Daten
Kaliber: 7,62 x 39 mm
Mögliche Magazinfüllungen: Gurt zu 100 Patronen
Munitionszufuhr: Patronengurte im Trommelmagazin
Kadenz: 650 Schuss/min
Anzahl Züge: 4
Drall: rechts
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Das RPD (Rutschnoi Pulemjot Degtjarjowa, leichtes Degtjarjow-Maschinengewehr) ist ein russisches leichtes Maschinengewehr (LMG), das von den 1950er Jahren an bis Ende der 60er das Standard-MG der Sowjetarmee und des Warschauer Pakts war. Es ist ein leichtes, zuverlässiges Maschinengewehr für die Verwendung auf Gruppenebene. Abgelöst wurde es Ende der 60er Jahre durch das RPK.

Entwicklung[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges waren die Truppen der Roten Armee mit dem leichten Maschinengewehr DP und dessen Varianten ausgerüstet. Obwohl in der verbesserten Version DPM eine relativ zuverlässige Waffe, zeigte diese doch diverse Mängel, nicht zuletzt aus der ungeeigneten Randpatrone Mosin M 1908/30 resultierend. Nachdem seit 1943 die Kurzpatrone M43 7,62 x 39 mm bereitstand, begann man 1944 mit der Entwicklung eines Nachfolgemodells für das leichte Maschinengewehr auf Gruppenebene. Angenommen wurde schließlich ein Entwurf von Wassili Alexejewitsch Degtjarjow, die Serienfertigung der Waffe begann jedoch erst nach dem Krieg.

Technik[Bearbeiten]

Das RPD verfügt über ein einklappbares Zweibein. Die Munition wird von einem Munitionsgurt aus einem Trommelmagazin zugeführt. Die Trommel wird unter dem RPD angebracht und der Gurt dann von Links in das RPD eingeführt. Wie bereits erwähnt verschießt das RPD die 7,62mmx39mm-Patrone. Der Kolben und der Handschutz des RPDs sind aus Holz gefertigt, der Rest aus Stahl.

Versionen[Bearbeiten]

In der Sowjetunion wurde das RPD kontinuierlich weiter entwickelt, ohne das für die jeweiligen Versionen neue Bezeichnungen eingeführt wurden. Es lassen sich fünf Versionen feststellen:

  1. Die erste Version des RPDs hatte noch keine Staubklappe an der Zuführung und einen Knopf an der rechten Seite der Kimme zur Einstellung des Seitenwindes.
  2. Wie die erste Version hatte auch die zweite keinen Staubschutz an der Zuführung aber der Knopf zur Einstellung des Seitenwindes befand sich auf der linken Seite der Kimme.
  3. Die dritte Version hatte einen Staubschutz über der Zuführung.
  4. Die vierte Version besitzt die gleichen Verbesserungen wie die dritte und einen längeren Gaskanal, zusätzlich verfügt der Kolben über eine Polsterung. Mitunter wird diese Version auch als RPDM bezeichnet.
  5. Die fünfte Version ist wie die vierte jedoch mit zusätzlicher Klappe über der Zuführung und mehrteiligem Reinigungsstab im Kolben.

Das RPD wurde unter Lizenz auch in anderen Ländern gefertigt:

  • Typ 62: Kopie des RPD aus Nordkorea
  • MG Suez: bis heute unter Lizenz in Ägypten nachgebaut und exportiert

In den meisten Armeen wurde das RPD durch das RPK oder ähnliche Maschinengewehre ersetzt. In einigen Ländern der dritten Welt wird das RPD bis heute eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

  •  Commons: RPD – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien