RPG-2

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RPG-2
RPG-2 Granatwerfer
Allgemeine Information
Name: RPG-2
Land: Sowjetunion
Produktionsperiode: ab 1947
Maße
Gesamtlänge: 950 mm
Gewicht:
(ungeladen)
2,75 kg
Gewicht Granate: 1,84 kg
Technische Daten
Kaliber Rohr: 40 mm
Kaliber Granate: 80 mm
Funktionsweise: reaktive (rückstoßfreie)
Waffe zum Verfeuern von
Panzergranaten
Typ PG-2
Visierreichweite: 150 m
Effektive Kampfentfernung: 150 m
Feuergeschwindigkeit: 4–6 Schuss/min
Mündungsgeschwindigkeit
der Granate (V0):
85 m/s

Die RPG-2 (russisch РПГ-2) war eine sowjetische Panzerabwehrwaffe. Die Abkürzung RPG steht für rutschnoi protiwotankowij granatomjot, zu deutsch etwa „Hand-Granatwerfer zur Panzerabwehr“.

Entwicklung[Bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges beruhten sowjetische Infanteriewaffen zur Panzerabwehr auf dem Prinzip klassischer ballistischer Panzerbüchsen, also großkalibriger Schusswaffen mit gezogenem Lauf. Die Wirkung der Geschosse im Kaliber 14,5 mm (und später auch 20 mm) war gegenüber der Panzerung moderner Kampfpanzer jedoch ungenügend. Den Ausweg aus dieser Sackgasse boten reaktive (rückstoßfreie) Waffen mit Hohlladungsgefechtskopf.

Auf der Grundlage von Entwicklungen, die bereits in der Vorkriegszeit begonnen hatten, aber auch beeinflusst durch die deutsche Panzerfaust, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die RPG-2 entwickelt.

Die Vorteile des reaktiven Granatwerfers waren einerseits der Wegfall des schwer beherrschbaren Rückstoßes von Panzerbüchsen sowie andererseits die erhöhte panzerbrechende Wirkung bei gleichzeitig geringerem Gewicht.

Die Waffe wurde in verschiedenen Staaten in Lizenz produziert, darunter China und Nordvietnam. Die Vietnamesische Volksarmee bezeichnete sie als B-40 und setzte sie in großer Zahl im Vietnamkrieg ein.

Funktion[Bearbeiten]

Die Wirkung des Geschosses gegen Panzerungen beruht nicht auf seiner Wucht, sondern auf dem Prinzip der Hohlladung. Die Granate war in der Lage, beim Auftreffen Stahlpanzerplatten einer Stärke von 180 mm zu durchdringen.

Nachteile[Bearbeiten]

Die panzerbrechende Leistung erwies sich bald als nicht mehr ausreichend. Vor allem aber wurde bemängelt, dass die Flugbahn der Granate nicht sehr gestreckt war, was das präzise Anvisieren des Zieles erschwerte. Diese Nachteile wurden mit dem verbesserten Nachfolgemodell der Waffe, der RPG-7, beseitigt. Deren Granate hatte mit einem Raketentriebsatz eine flachere Flugbahn und eine höhere Durchschlagswirkung.

Weblinks[Bearbeiten]