RWE-Turm

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Dieser Artikel beschreibt das RWE-Hochhaus in Essen, für das RWE-Hochhaus in Dortmund siehe RWE Tower.
RWE-Turm
RWE-Turm
Basisdaten
Ort: Opernplatz 1 (Essen-Südviertel)
Bauzeit: Juli 1994–Dezember 1996
Baustil: moderne Architektur
Architekt: Architekturbüro Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude
Arbeitsplätze: bis zu 500
Technische Daten
Höhe: 127,0[1] m
Höhe bis zur Spitze: 162,0[1] m
Etagen: 30
Nutzfläche: 56.000
Geschossfläche: 1.400 m²
Baustoff: Stahlbeton, Stahl, Fassade aus Glas
Baukosten: 300 Millionen DM[2]
Höhenvergleich
Essen: 1. (Liste)
Deutschland: 29. (Liste)
Anschrift
Stadt: Essen
Land: Deutschland

Der RWE-Turm ist Sitz der Konzernzentrale des Energieversorgers RWE in Essen.

Architektur[Bearbeiten]

Das 127 Meter hohe Gebäude (Aussichtsplattform 120 Meter, Antenne 162 Meter) wurde vom Düsseldorfer Architekturbüro Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner entworfen. Baubeginn war im Juli 1994. Im Dezember 1996 war der Turm fertiggestellt. Seine Grundfläche entspricht einem Polygon mit 51 Ecken und 32 Metern Durchmesser. Der RWE-Turm hat drei Untergeschosse, das Erdgeschoss und 26 Bürogeschosse, die zusammen 56.000 Quadratmeter Fläche ergeben. Zwischen dem 17. und 18. Bürogeschoss liegen zwei Technikgeschosse. Von den insgesamt neun Aufzügen liegt einer außerhalb des Gebäudes. Insgesamt befinden sich hier bis zu 500 Arbeitsplätze.

Das Hochhaus ist ökologisch orientiert konzipiert. Es ermöglicht zwischen der doppelt verglasten Fassade eine natürliche Belüftung und gewinnt natürliche Energie aus Tageslicht und Sonnenwärme. Der Einsatz von energiespeichernden Materialien reduziert zugleich Lastspitzen.

Mit dem RWE-Turm erhielten die Planer mehrfach Auszeichnungen, darunter der Architekturpreis NRW 1998 und der CIMMIT Immobilien Award 1998.

Verbindung von Architektur und Kunst[Bearbeiten]

Diverse Künstler haben sich mit der Architektur in Verbindung zur Kunst auseinandergesetzt. So bringt Lothar Baumgarten im Bereich des Mitarbeitercasinos und des Erdgeschosses skurrile Wortschöpfungen aus Wirtschaft, Politik und Kultur an den Wänden in neue Zusammenhänge. Der Essener Künstler Norbert Thomas schuf im Park hinter dem Turm die Edelstahlplastik Springende Linie. Richard Long verlegte, ebenfalls im Park, eine Steinplastik mit dem Namen Neandertal Line im Kontrast zur modernen Architektur. François Morellet schuf für jede einzelne Etage eine Plastik, die von Stockwerk zu Stockwerk in ihrer Form variiert.

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Das Gebäude befand sich bis 2014 im Eigentum von RWE. 2014 wurde der Turm einschließlich der Nebengebäude an den US-amerikanischen Immobilienfonds Realty Capital Global Trust verkauft, der die Immobilie langfristig an RWE vermietet.[3] Es handelt sich um eine Sale-Lease-Back- bzw. Sale-Rent-Back-Transaktion.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: RWE-Turm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b RWE-Turm bei CTBUH
  2. DerWesten.de v. 11. August 2014: Essener Energieriese RWE will seinen Turm verkaufen; abgerufen am 14. August 2014
  3. Der Spiegel vom 2. Oktober 2014: Schuldenabbau: RWE verkauft seine Zentrale an US-Fonds; abgerufen am 4. Oktober 2014

Siehe auch[Bearbeiten]

51.4480555555567.0141666666667Koordinaten: 51° 26′ 53″ N, 7° 0′ 51″ O