Raïs M’Bolhi

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Raïs M’Bolhi

Raïs M’Bolhi, 2010

Spielerinformationen
Voller Name Adi Raïs Cobos Adrien M’Bolhi Ouhab
Geburtstag 25. April 1986
Geburtsort ParisFrankreich
Größe 190 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
1995–2002
2003–2006
Racing Paris
Olympique Marseille
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2006
2003–2005
2006
2006–2007
2007–2008
2008–2009
2009–2010
2010
2011–2013
2011–2012
2013
2013–2014
2014–
Olympique Marseille B
Olympique Marseille
Heart of Midlothian
Ethnikos Piräus
Panetolikos
FC Ryūkyū
Slawia Sofia
ZSKA Sofia (Leihe)
Krylja Sowetow Samara
→ ZSKA Sofia (Leihe)
Gazélec FC Ajaccio (Leihe)
ZSKA Sofia
Philadelphia Union
49 (0)
0 (0)
0 (0)
5 (0)
8 (0)
22 (0)
36 (0)
17 (0)
37 (0)
12 (0)
0 (0)
17 (0)
0 (0)
Nationalmannschaft2
2002–2003
2003–2004
0
2010–
Frankreich U-16
Frankreich U-17
Algerien U-23
Algerien
3 (0)
4 (0)
0
32 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14
2 Stand: 30. Juni 2014

Adi Raïs Cobos Adrien M’Bolhi Ouhab (arabisch ‏رايس وهاب مبولحي‎‎; * 25. April 1986 in Paris) ist ein französisch-algerischer Fußballspieler kongolesischer Abstammung (Vater ist Kongolese, Mutter Algerierin)[1], der auf der Position des Torwarts spielt.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten]

M’Bolhi hatte im Alter von neun Jahren in seiner Geburtsstadt Paris bei Racing mit dem Fußballspielen begonnen, bevor er 2003 in die Jugendabteilung von Olympique Marseille wechselte. Schon bald lief er regelmäßig für die zweite Mannschaft des südfranzösischen Klubs auf. Eine Chance auf Einsätze im Profiteam bekam er allerdings nicht, und so wechselte M’Bolhi im Januar 2006 ablösefrei nach Schottland und unterzeichnete einen bis Sommer gültigen Kontrakt bei Heart of Midlothian. In der Scottish Premier League blieb ihm jedoch nur die Rolle des Ersatzkeepers. Daher schloss er sich im Sommer 2006 dem griechischen Zweitliga-Klub Ethnikos Piräus an. Zu Beginn seines Engagements kam er regelmäßig zum Einsatz, verlor aber im Laufe der Hinrunde seinen Stammplatz. Deshalb gab ihn der Klub im Winter an den Drittligisten Panetolikos ab, für den er in der Rückrunde spielte.

2008 verließ M’Bolhi Europa und wechselte in die Japan Football League. Beim Drittligisten FC Ryūkyū hütete er als Stammtorwart die komplette Spielzeit das Tor. Dennoch kehrte er im Mai 2009 nach Europa zurück. Für den bulgarischen Klub Slawia Sofia lief er in der A Grupa auf und hielt den Klub mit guten Leistungen im vorderen Ligabereich. Er wurde daraufhin im Januar 2010 als bester Torhüter in Bulgarien ausgezeichnet.

Im Januar 2011 wechselte er zu Krylja Sowetow Samara und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Im Sommer 2014 wechselte er in die US-amerikanische MLS zu Philadelphia Union.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Zwischen 2001 und 2003 wurde M’Bolhi mehrfach in die französische U-16-Auswahl berufen. Anschließend rückte er in die U-17-Nationalmannschaft auf. Weitere Berufungen in andere Nachwuchsmannschaften oder die französische A-Nationalmannschaft fanden nicht statt.

Im Mai 2010 berief der algerische Nationaltrainer Rabah Saâdane M’Bolhi in den vorläufigen Kader der algerischen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2010.[2] In der Nationalmannschaft debütierte er am 27. Mai 2010 im Freundschaftsspiel gegen Irland. Er wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und kassierte ein Tor per Foulelfmeter. Bei der Weltmeisterschaft 2010 stand er im Vorrundenspiel gegen England erstmals von Beginn an im Tor und blieb dabei gegentorlos. Für die Weltmeisterschaft 2014 wurde er erneut in den algerischen Kader berufen und kam in allen Gruppenspielen gegen Belgien, Südkorea und Russland über die volle Spielzeit zum Einsatz. Mit der algerischen Nationalmannschaft qualifizierte sich M’Bolhi für das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2014 am 30. Juni 2014 in Porto Alegre gegen die deutsche Nationalmannschaft und wurde trotz der 1:2-Niederlage seines Teams nach dem Spiel als Man of the Match ausgezeichnet.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielerprofil auf fifa.com (englisch)
  2. sports.orange.fr: „Fennecs plus ultra“ (aufgerufen am 8. Mai 2010)
  3. FIFA WM 2014. FIFA.com. Abgerufen am 7. Juli 2014