Ra’anana

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Raʿanana
Wappen von Raʿanana
Basisdaten
hebräisch: רעננה
arabisch: رعنانا
Staat: Israel Israel
Bezirk: Zentral
Koordinaten: 32° 11′ N, 34° 52′ O32.18333333333334.86666666666740Koordinaten: 32° 11′ 0″ N, 34° 52′ 0″ O
Höhe: 40 m
Fläche: 14,928 km²
 
Einwohner: 73.100 (2007)
Bevölkerungsdichte: 4.897 Einwohner je km²
 
Postleitzahl: 43100 - 43110
 
Gemeindeart: Stadt
Website:
Raʿanana (Israel)
Raʿanana
Raʿanana

Raʿanana (hebräisch ‏רעננה‎, arabisch ‏رعنانا‎, lit. „frisch“) ist eine Stadt in Zentralisrael. Sie wurde am 2. April 1922 gegründet. Raʿanana grenzt im Osten an die Stadt Kfar Saba und im Südwesten an Herzlia und den Moschav Givat Chen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte Raʿananas beginnt 1912 mit der Gründung des „Ahuza Alef – New York“, einer Organisation, die die jüdische Besiedlung im damaligen Palästina unterstützte. Diese plante eine landwirtschaftliche Siedlung zu gründen, was durch den Ersten Weltkrieges zunächst verhindert wurde. 1922 wurden die Pläne dazu jedoch wieder aufgenommen.

Raʿanana im Jahr 1927

Am 2. April 1922 kamen die ersten Menschen mit zwei Waggons aus Tel Aviv, vier Mitglieder der Ahuza-Gruppe, drei Arbeiter und zwei bewaffnete Söldner.

Anfangs hieß die Siedlung Raananya, einen Namen, den sich die amerikanischen Einwohner ausgedacht hatten. Die arabischen Nachbarsiedlungen nannten die Ortschaft scherzhaft Americaya, weil ein Großteil der Bevölkerung aus den Vereinigten Staaten kamen. Schließlich entschied man sich für den Namen Raʿanana (von hebr. raʿanan (רענן) = frisch).

1936 wurde die Stadt zu einem lokalen Rat unter der britischen Besatzung, 1981 bekam Raʿanana den Status einer Stadt.

Die Stadt Raʿanana hat einige Auszeichnungen für herausragende Eigenschaften erhalten – wie z.B. der grünsten Stadt Israels bzw. der Stadt mit der höchsten Lebensqualität.[1] Des Weiteren erhielt sie 2005 als erste Stadt im Nahen Osten den Status einer „sicheren Gemeinschaft“ („safe community“) von der Weltgesundheitsorganisation.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der Volkszählung lebten in Raʿanana im Dezember 2005 71.900 Menschen, wovon die meisten Juden waren. Das Bevölkerungswachstum beträgt ungefähr 2 Prozent. Raʿanana besitzt eine hohe Reputation innerhalb Israels, weswegen ihr das Zentrale Statistikbüro Israels 8 von 10 Punkten vergab. 2003 betrug das durchschnittliche Monatsgehalt hier 9363 Schekel, knapp 3300 Schekel über dem israelischen Durchschnitt.

Viele der Einwohner sind Einwanderer aus englischsprachigen Ländern, etwa den USA, aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das moderne Raʿanana

Der nördliche Teil der Stadt hat sich zu einem Industrieviertel entwickelt, vor allem für Hersteller von Hochtechnologien wie SAP, Texas Instruments, Hewlett-Packard oder Emblaze. Das am NYSE notierte Unternehmen Amdocs und das Softwareunternehmen NICE-Systems betreiben ebenso Zweigstellen in Raʿanana wie Microsoft sein israelisches Hauptquartier. Bedeutendste einheimische Firma ist der mittlerweile von Universal Communication Systems übernommene Konzern Millennium Electric, der u.a. Solarmodule herstellt.

Sport[Bearbeiten]

Die Stadt beheimatet zwei Fußball-Klubs, den aktuellen Erstligisten Hapoel Ra’anana und das niederklassigere Bnei Raʿanana. Bis vor wenigen Jahren hatte Raʿanana eine eigene Basketballmannschaft in der obersten israelischen Liga (Maccabi Ironi Raʿanana). Seit der Zusammenschließung mit Bnei Herzlia heißt die Mannschaft Bnei haScharon. Maccabi Raʿanana, eine Handballmannschaft der 2. Liga, ist ebenfalls in Raʿanana beheimatet. Der Stadt steht auch ein Tennis-Zentrum zur Verfügung, in dem gelegentlich israelische Turniere stattfinden. Außerdem gibt es zwei Fußballplätze, ein Bowling-Center, Squad-Plätze und einige Street-Soccerplätze.

Bildung[Bearbeiten]

Raʿanana besitzt 13 Grundschulen, 5 Junior Highschools und 8 Mittelschulen.

Bürgermeister der Stadt[Bearbeiten]

  • Baruch Ostrovsky (1931–1960, Pasweig übernahm für ihn die Geschäfte seit 1955)
  • Michael Pasweig (1955–1957, 1959–1960)
  • Yitzchak Shcolnik (1960–1969)
  • Benyamin Wolfuvich (1969–1989)
  • Zeev Bielski (1989–2005)
  • Nachum Chofri (seit September 2005)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wegweiser zu den Partnerstädten

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raanana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Dafna Lutsky, Lior Dattel: Ra’anana Best in Urban Quality. In: Haaretz.com, 11. November 2008.
  2. Ruth Sinai: Ra’anana Receives WHO Safety Award. In: Haaretz.com, 29. September 2005.
  3. Ra'anana. In: Poznan.pl.