Raabs an der Thaya

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Raabs an der Thaya
Wappen von Raabs an der Thaya
Raabs an der Thaya (Österreich)
Raabs an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 134,63 km²
Koordinaten: 48° 51′ N, 15° 30′ O48.84805555555615.493055555556410Koordinaten: 48° 50′ 53″ N, 15° 29′ 35″ O
Höhe: 410 m ü. A.
Einwohner: 2.704 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 20 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3820
Vorwahl: 02846
Gemeindekennziffer: 3 22 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 25
3820 Raabs an der Thaya
Website: www.raabs-thaya.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Mayer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
18
5
18 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Raabs an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig NiederösterreichLage der Gemeinde Raabs an der Thaya im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Brunnen am Hauptplatz
Ufer der Thaya mit Burg

Raabs an der Thaya ist eine Stadtgemeinde mit 2704 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Raabs an der Thaya liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich. Hier vereinigen sich die beiden Quellflüsse der Thaya, die Deutsche Thaya und die Mährische Thaya. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 134,65 Quadratkilometer. 27,6 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 34 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Alberndorf (33)
  • Eibenstein (51)
  • Großau (128)
  • Koggendorf (23)
  • Kollmitzdörfl (73)
  • Liebnitz (63)
  • Lindau (55)
  • Luden (47)
  • Modsiedl (97)
  • Mostbach (63)
  • Neuriegers (72)
  • Niklasberg (3)
  • Nonndorf bei Raabs (69)
  • Oberndorf bei Raabs (177)
  • Oberndorf bei Weikertschlag (70)
  • Oberpfaffendorf (13)
  • Pommersdorf (50)
  • Primmersdorf (20)
  • Raabs an der Thaya (852)
  • Rabesreith (80)
  • Reith (35)
  • Rossa (92)
  • Schaditz (48)
  • Speisendorf (87)
  • Süssenbach (52)
  • Trabersdorf (13)
  • Unterpertholz (71)
  • Unterpfaffendorf (44)
  • Weikertschlag an der Thaya (134)
  • Wetzles (22)
  • Wilhelmshof (0)
  • Zabernreith (37)
  • Zemmendorf (59)
  • Ziernreith (39)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Písečné u Slavonic (CZ)
Županovice u Dešné (CZ)
Dešná u Dačic (CZ) Vratěnín (CZ)
Karlstein an der Thaya Nachbargemeinden Drosendorf-Zissersdorf
Groß-Siegharts Ludweis-Aigen Japons

Geschichte[Bearbeiten]

Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Aus Raabs an der Thaya stammen die ersten Burggrafen von Nürnberg (siehe auch Geschichte der Stadt Nürnberg), die Herren und Grafen von Raabs. Im Juni 1260 übergab Königin Margarete die Grafschaft Raabs dem böhmischen Adligen Wok von Rosenberg. Dessen Söhne Heinrich und Witiko VI. schenkten am 19. März 1272 mit einer in Rosenberg ausgefertigten Urkunde das Patronatsrecht der Raabser Kirche dem von ihrem Vater gegründeten Kloster Hohenfurt. Am 26. März 1282 übergab Heinrich von Rosenberg mit einer in Wien ausgestellten Urkunde die Herrschaft Raabs dem österreichischen Herzog Albrecht von Habsburg.[2]

Während des Ersten Weltkrieges bestand in Grossau das Internierungslager Grossau.

Bedeutung des Namens Raabs in der tschechischen Sprache[Bearbeiten]

Durch mehrere Lautverschiebungen entstand aus einem Personennamen (ev. Ratgoz) die Burgbezeichnung Rakoc. Von den Tschechen wurde im Mittelalter die Grafschaft Raabs, die rund 50 km lang von Raabs bis Litschau reichte, als Rakousko (das bedeutet „Raabser Land“) bezeichnet. Diese Bezeichnung wurde später auch auf das Land hinter Raabs ausgedehnt. Heute bezeichnen die Tschechen ganz Österreich als Rakousko.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
76,23 %
(+5,76 %p)
23,77 %
(+0,94 %p)
n. k.
(-6,7 %p)
Sonst.
2005

2010


Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Rudolf Mayer, Amtsleiter Herbert Hauer. Im Stadtgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 23 Sitzen folgende Mandatsverteilung: L.ÖVP 18, SPÖ 5 andere keine Sitze.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Daneben besteht eine Städtefreundschaft mit Třešť in Tschechien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Raabs an der Thaya

Bauwerke[Bearbeiten]

Oberhalb des Ortes liegt auf einem Felsen die gut erhaltene Burg Raabs an der Thaya.

Niederösterreichische Landesausstellung 2009[Bearbeiten]

Am 28. März 2006 gab der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Entscheidung über die Austragung der NÖ Landesausstellung 2009 bekannt, welche gemeinsam mit der Stadt Horn und erstmals mit einer tschechischen Stadt (Telč) veranstaltet wird. Das Thema der Ausstellung lautet Österreich. Tschechien. geteilt – getrennt – vereint. Im Pfarrhof von Raabs, dem so genannten Lindenhof, bildeten vor allem die Grenze und das Leben an der Grenze den Hauptschwerpunkt. Österreich heißt auf Tschechisch Rakousko, was wörtlich übersetzt so viel wie Land hinter Raabs bedeutet, weshalb sich Raabs als Standort für das Thema Grenze anbot.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 121, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 328. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1259. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,26 Prozent.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raabs an der Thaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Valentin Schmidt und Alois Picha: Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen. I. Band. 1253–1419. Prag, 1908, S. 2–5
  3. Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Kremayr und Scheriau, Wien 1973, ISBN 3-218-00278-8, S. 54