Raba Wyżna

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Raba Wyżna
Wappen fehlt
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Raba Wyżna (Polen)
Raba Wyżna
Raba Wyżna
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Nowy Targ
Geographische Lage: 49° 35′ N, 19° 54′ O49.58043518527819.905527777778Koordinaten: 49° 34′ 50″ N, 19° 54′ 20″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 34-721
Telefonvorwahl: (+48) 18
Kfz-Kennzeichen: KNT
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 7
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice

Raba Wyżna ist ein Dorf in der Landgemeinde Raba Wyżna und Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Ort befindet sich ca. 55 Kilometer südlich von Krakau in der Wojewodschaft Kleinpolen in Polen und zählt 4116 Einwohner. Durch das Dorf fließt die Raba. Der ehemalige Kurienbischof und amtierende Erzbischof von Krakau Stanisław Dziwisz ist in Raba Wyżna geboren.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine der ersten Nennungen des Dorfes stammt aus Steuerregistern (poln. rejestry poborowe) des Königreichs Polen von 1581.

In den Jahren 1846-1847 litt das Dorf in Folge von Missernten an einer Hungersnot. Mangelernährung und damit verbundene Krankheiten führten dazu, dass ein Drittel der Bevölkerung starb. Die mangelnde Versorgung mit Nahrung und eine unzureichende hygienische Infrastruktur führten im 19. Jahrhundert immer wieder zu Ausbrüchen von Dysenterie, Typhus und Cholera. Im September 1899 wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Chabówka und Zakopane eröffnet. 1902 wurde in Raba Wyżna das Głowiński-Palais im Sezessionsstil erbaut. Das Gebäude ist heute in einem renovierungsbedürftigen Zustand. 1906 wurde die heute noch aktive Genossenschaftsbank Raba Wyżna gegründet. Am 2. September 1939 wurden in Folge einer militärischen Auseinandersetzung 40 Häuser niedergebrannt. Mehr als 10 Zivilisten verloren ihr Leben. Viele Einwohner verließen daraufhin das Dorf. 1941 konfiszierte die deutsche Militäradministration die Kirchenglocken. Ab 1943 wurde das Palais von den Besatzern genutzt. 1945 verstaatlichten die neuen kommunistischen Machthaber das Palais und alle anhänglichen Güter. 1946 wurden erste Maßnahmen ergriffen, um das zerstörte Dorf wiederaufzubauen. 1957 wurde das Gebäude der Gemeindeverwaltung errichtet. 1961 öffnete das lokale Warenhaus (poln. wiejski dom towarowy) und 1965 wurde das neue Schulgebäude errichtet. 1973 wurde Raba Wyżna Sitz der Landgemeinde Raba Wyżna. Folgende Dörfer wurden in die Landgemeinde inkorporiert: Raba Wyżna, Bielanka, Sieniawa, Podsarnie, Bukowina Osiedle, Harkabuz, Spytkowice, Skawa i Rokiciny Podhalańskie. 1985 wird das Głowiński-Palais unter Denkmalschutz gestellt. 2000 wird ein Rehabilitations- und Pflegezentrum eröffnet. 2004 eröffnet Lech Wałęsa die neue Straßenverbindung von Raba Wyżna nach Harkabuz. Seit 2004 wird der Ortskern saniert und optisch aufgewertet. Die Gemeindeverwaltung wurde renoviert und knüpft in der Formensprache an die galizische Tradition des Ortes an. Ebenfalls seit 2004 ermöglichen Fördermittel der Europäischen Union die Umsetzung verschiedener Infrastrukturprojekte wie Verkehrsinfrastruktur, Bürgersteige, Kanalisation.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche St. Stanislaus in Raba Wyżna wurde 1665 errichtet und zwischen 1841-43 ausgebaut. Bemerkenswert sind die Deckenmalereien von Piotr Niziński (Schüler von Jan Matejko) aus dem Jahre 1901.

Kultur und Sport[Bearbeiten]

Im Ort ist die Volksdichterin Wanda Czubernatowa und der Bildhauer Dawid Wędziarz tätig.
Das Dorf verfügt über einen Fußballplatz, sowie verschiedenen Sportanlagen im Ortskern. Die Schule besitzt eine Turnhalle. Die gesamte Sportinfrastruktur ist in den letzten Jahren neu erbaut oder umfassend renoviert worden.
Der Fußballverein LKS "Orkan" Raba Wyżna wurde 1946 gegründet und ist der größte Sportverein in Raba Wyżna.
Die Gemeindeverwaltung publiziert im Dorf die Zeitschrift Wieśći Rabiańskie.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinden im südlichen Kleinpolen gelten traditionell als konservative Hochburgen. So erhielt die nationalkatholische Partei Recht und Gerechtigkeit (poln. Prawo i Sprawiedliwość) bei der Parlamentswahl in Polen 2011 einen Stimmenanteil von 64,1 % im Gemeindegebiet bei einem Gesamtergebnis von 29,9 % im Landesdurchschnitt.