Rabod von Kröcher

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Rabod Wilhelm von Kröcher (* 30. Juni 1880 in Voigtsbrügge; † 25. Dezember 1945 in Groß Brunsrode) war ein deutscher Springreiter, der an den Olympischen Spielen von 1912 in Stockholm teilnahm.

Leben[Bearbeiten]

Schloss Vinzelberg um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Rabod von Kröcher studierte zunächst an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1900 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[1] Ohne akademischen Abschluss verließ er die Universität und schlug die Kavallerie-Offizierslaufbahn ein. 1910 war er Leutnant im Kürassier-Regiment „Kaiser Nikolaus I. von Russland“ Nr. 6 in Brandenburg.[1] 1912 nahm er an den Olympischen Spielen in Stockholm teil und gewann auf seinem Pferd Dohna die Silbermedaille im Springreiten-Einzel. Dabei erreichte er 186 Punkte und verlor gegen den punktgleichen erstplatzierten Franzosen Jean Cariou auf Mignon im Stechen.

Nach dem Ersten Weltkrieg schied er als Rittmeister aus dem Militärdiensten aus und übernahm das sich seit vielen Generationen im Besitz seiner Familie befindende Rittergut Vinzelberg, auf dem er bis zu seiner Enteignung 1945 lebte.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kösener Korpslisten 1910, 120, 1046
  2. Kösener Corpslisten 1960, 66, 1088