Racer X

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Racer X
Allgemeine Informationen
Genre(s) Speed Metal
Gründung 1985
Auflösung 1989
Neugründung 1999
Website http://www.racerxband.com/
Aktuelle Besetzung
Jeff Martin
Gitarre
Paul Gilbert
John Alderete
Scott Travis
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Bruce Bouillet
Gitarre
Chris Arvin
Schlagzeuger
Harry Gschösser (1986)

Racer X ist eine in den 80ern von Paul Gilbert gegründete US-amerikanische Speed-Metal-Band. Der Bandname bezieht sich sowohl auf den Musikstil als auch auf einen Charakter aus dem Anime Speed Racer.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

Paul Gilbert, der Gründer der Gruppe
Scott Travis, Schlagzeuger

[Bearbeiten] 1985–1989

Nachdem Paul Gilbert mit Black Sheep das Album Trouble in the Streets aufgenommen hatte, bekam er von Mike Varney (Shrapnel Records) die Offerte ein Soloalbum aufzunehmen. Zu diesem Zweck suchte er sich mit John Alderete (Bass), Harry Gschösser (No Bros) und Sänger Jeff Martin (ex-Surgical Steel und St. Michael) ein Line-up zusammen und startete das Projekt Racer X. 1986 erschien das Debütalbum Street Lethal. Da das Projekt gut ankam, entschloss sich Gilbert es fortzuführen. Nach Versuchen mit Todd DeVito am Schlagzeug stieg Scott Travis später als fester Schlagzeuger ein. Bruce Bouillet, ein Schüler von Gilbert, stieg als zweiter Gitarrist ein. Second Heat, das zweite Album erschien 1987. Auf diesem Album ist mit Moonage Daydream eine Coverversion von David Bowie und das unveröffentlichte Judas-Priest-Lied Heart of a Lion (aus der Turbo-Phase) enthalten.[1]

Gilbert verließ die Gruppe 1988 um zusammen mit Billy Sheehan Mr. Big zu gründen. Racer X wurde jedoch ohne Gilbert weitergeführt. Chris Arvan ersetzte den Gitarristen kurzzeitig und mit Jamie Brown stieg auch ein neuer Sänger ein. Eine Albenveröffentlichung blieb jedoch aus. Stattdessen erschien 1988 das Livealbum Extreme Volume, das noch im alten Line-up eingespielt wurde. Kurz danach bricht die Gruppe auseinander.[1]

[Bearbeiten] 1990er

Während Paul Gilbert mit Mr. Big zahlreiche Erfolge feiert, schafft auch Scott Travis den endgültigen Durchbruch. Er wird Schlagzeuger bei Judas Priest. John Alderete und Bruce Bouillet spielen in der Gruppe The Scream weiterhin zusammen. 1992 erschien das Racer-X-Livealbum Extreme Volume II, das aus den restlichen Livemitschnitten des ersten teils besteht.[1]

[Bearbeiten] Wiedervereinigung 1999

1999 reformiert sich die Gruppe im klassischen Line-up um Gilbert, Alderete, Martin und Travis. Das Album Technical Difficulties erschien im selben Jahr über Mascot Records.[2] Bereits ein Jahr später erschien mit Superheroes das nächste Album. Es folgten zwei Livealben und Getting Heavier das dritte Werk nach der Reformation. Danach pausiert die Gruppe, da sämtliche Mitglieder noch in weiteren Bands engagiert sind, spielt aber noch gelegentlich live.

[Bearbeiten] Musikstil

Die frühen Racer X waren eine Power- und Speed-Metal-Band. Das erste Album ist relativ roh und ungeschliffen und erreichte in der Metal-Szene Kultstatus.[3] Die Musik war stark vom japanischen Metal dieser Zeit beeinflusst, zum Beispiel Loudness oder Anthem, insbesondere durch den Gesang Martins. Die Musik war sehr schnell, setzte aber auch auf Melodien.[4] Das zweite Album Second Heat dagegen setzte auf eher kommerzielle Stücke[1], aber auch ein ausgefeilteres Songwriting.[3] Nach der Reunion startete die Gruppe wieder mit einer Mischung aus den schnellen Stücken der Anfangszeit, als auch mit eher gemäßigtem Tempo.[2] Die beiden folgenden Alben orientieren sich dagegen eher am Sleaze Rock beziehungsweise Hair Metal der 1980er Jahre.[5]

[Bearbeiten] Diskografie

  • 1986: Street Lethal
  • 1987: Second Heat
  • 1988: Live Extreme Volume I
  • 1992: Live Extreme Volume II
  • 1999: Technical Difficulties
  • 2000: Superheroes
  • 2001: Live at the Whiskey: Snowball of Doom
  • 2002: Getting Heavier
  • 2002: Live at the Yokohama: Snowball of Doom 2

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d Bandgeschichte. Rock Hard, abgerufen am 19. Mai 2010.
  2. a b Wolfgang Schäfer: Review zu Technical Difficulties. In: Nr. 156. Rock Hard, abgerufen am 19. Mai 2010.
  3. a b  Alex Möller: Racer X. In: Matthias Mader, Otger Jeske, Arno Hoffmann et al (Hrsg.): US-Metal. 4. Auflage. Vol. 1, I.P. Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-931624-01-3, S. 127–128.
  4. Götz Kühnemund: Review zu Street Lethal. In: Heft Nr. 17. Rock Hard, abgerufen am 19. Mai 2010.
  5. Andreas Herz: Review zu Superheroes. In: Heft Nr. 166. Rock Hard, abgerufen am 19. Mai 2010.
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