Rache für Jesse James

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Filmdaten
Deutscher Titel Rache für Jesse James
Originaltitel The Return of Frank James
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1940
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Fritz Lang
Drehbuch Sam Hellman
Produktion Darryl F. Zanuck
Kenneth Macgowan
Musik David Buttolph
Kamera George Barnes
William V. Skall
Schnitt Walter Thompson
Besetzung

Rache für Jesse James ist ein US-amerikanischer Western des deutschen Regisseurs Fritz Lang aus dem Jahr 1940.

Handlung[Bearbeiten]

Robert Ford, der Mörder von Jesse James, und sein Bruder Charlie werden in einem Scheinprozess freigesprochen. Als Jesses Bruder Frank, der sich auf eine Farm zurückgezogen hat, davon erfährt, macht er sich gemeinsam mit den alten Bandenmitgliedern Clem und Pinky auf die Suche nach ihnen, um seinen Bruder zu rächen. Das Geld dazu bekommt er von einer Eisenbahngesellschaft, aus deren Kasse er sich bedient. Frank entkommt seinen Verfolgern, die aus Versehen den Vorsteher der Station erschießen. Inkognito lernt Frank in Denver Eleanor Stone kennen, die in ihrer Zeitung über seinen Tod berichtet hat – das Gerücht wurde von Clem gestreut. Dadurch wiegen sich die Fords in Sicherheit, müssen aber erneut fliehen, als Frank sich zu erkennen gibt, wobei Charlie stirbt.
Der Schwarze Pinkie ist des Mordes am Vorsteher angeklagt worden – um ihn vor dem Todesurteil zu retten, stellt sich Frank. Bei der daraufhin anberaumten Gerichtsverhandlung ist Eleanor Stone als Reporterin vor Ort. Die Verhandlung endet mit dem Freispruch Franks. Sofort begibt er sich auf die Verfolgung von Bob Ford, der bei einem weiteren Mord selbst tödlich verwundet wird und stirbt.

Kritik[Bearbeiten]

„Die Inszenierung ist von einer Präzision, die ans Abstrakte grenzt. Beim Schnitt überwiegt die Intelligenz der Sensibilität.(…) Wenn The Return of Frank James mit einem Happy-End schließt, im Gegensatz zu vielen anderen Filmen Langs, sollte man darin keine Konzession an die amerikanische Zensur sehen. (…) Wenn der scheue Individualist Frank James sein Glück findet, dann nur, nachdem er moralisch für seinen Schmerz entschädigt worden ist.“

Jean-Luc Godard, in: Fiche Ufoleis, zitiert nach Joe Hembus: Western-Lexikon. 1985,S.488.

„Langs erster Western, eine Fortsetzung von Henry Kings "Jesse James, Mann ohne Gesetz", spielt geschickt mit den Versatzstücken des Genres. Dem Regisseur geht es hier weniger um die äußere Handlung und die historischen Fakten, sondern eher um die Problematik der Outlaws, die ihre Rechte nur mit Gewalt geltend machen können.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film ist die Fortsetzung des 1939 gedrehten Jesse James, Mann ohne Gesetz. Die Besetzung ist fast identisch. Erneut übernahm Henry Fonda die Rolle des Frank James, dieses Mal als Hauptrolle.

Für den vor allem durch seine Stummfilme bekannt gewordenen Fritz Lang war Rache für Jesse James das Farbfilmdebüt sowie sein erster Western.[2] Mit Überfall der Ogalalla drehte er ein Jahr später einen weiteren Western.

Henry Fonda war von der Zusammenarbeit mit Fritz Lang, für den er schon 1937 in Gehetzt (You Only Live Once) einmal vor der Kamera stand, entsetzt und warf ihm vor, den Schauspielern fehlenden Respekt entgegenzubringen: „Er war ein meisterhafter Puppenspieler, aber ohne jedes Gefühl, und er konnte sehr brutal sein.“[3]

In Deutschland wurde der Film erstmals 1952 gezeigt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rache für Jesse James im Lexikon des Internationalen Films
  2. Rache für Jesse James bei prisma.de
  3. Allen Roberts, Max Goldstein: Henry Fonda: a biography. 1984, S.72