Rackspace

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rackspace Hosting, Inc.
Logo von Rackspace
Rechtsform Incorporated
ISIN US7500861007
Gründung 1998
Sitz San Antonio
Leitung Lanham Napier (CEO)
Mitarbeiter 4.852[1]
Umsatz 1,3 Milliarden US-Dollar[1]
Branche Webhosting
Website www.rackspace.com
Stand: 31. Dezember 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012

Rackspace ist ein Webhoster mit Sitz in San Antonio, Texas. Das Unternehmen zählt zu den größten Vertretern seiner Branche, zu den Kunden zählen beispielsweise GitHub, Vodafone und Mazda. Seit August 2008 werden Aktien des Unternehmens an der New York Stock Exchange gehandelt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Rackspace geht zurück auf das Unternehmen Cymitar Technology Group, das 1996 von Richard Yoo gegründet wurde. Es beschäftigte sich mit der Entwicklung von Websites und anderen webbasierten Anwendungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage im Bereich Webhosting begann zwei Jahre später Rackspace als Spin-off mit dem Betrieb dedizierter Server für Kunden der Cymitar Technology Group. Im Jahr 2009 erhielt das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 11,5 Millionen US-Dollar, an der unter anderem Sequoia Capital und Red Hat beteiligt waren.[3]

Im März 2006 gründete Rackspace eine Tochtergesellschaft namens Mosso, die 2008 wieder vollständig zurückgekauft wurde.[4] Kern des Angebots war eine Plattform, auf der Websites gehostet werden konnten, ohne sich um die notwendige technische Infrastruktur und insbesondere die Skalierung kümmern zu müssen. In der Folgezeit wurde Mosso als eigenständige Marke eingestellt und bildete die Grundlage für die Rackspace Cloud, die in Konkurrenz zu Amazon Web Services und Microsoft Windows Azure steht. 2010 hat Rackspace zusammen mit der NASA, Dell und Citrix das Open-Source-Projekt OpenStack ins Leben gerufen, das eine quellenoffene Plattform für Cloud Computing bereitstellen soll.[5] Später übertrug Rackspace die Leitung des Projekts OpenStack an eine Stiftung ab.[6] Ab Mitte 2012 wurden schrittweise alle Dienste der Rackspace Cloud auf OpenStack umgestellt, beginnend mit den Servern.[7]

Produkte[Bearbeiten]

Rackspace bot zunächst nur dedizierte Server an und erweiterte seine Palette durch die Akquisition von Mosso um die sogenannte Rackspace Cloud. Diese besteht maßgeblich aus Cloud Servers (virtuelle Server), Cloud Sites (Webanwendungen), Cloud Files (Speicherdienst) und Cloud Databases (Datenbanken) sowie diversen Angeboten für die Verwaltung und Konfiguration. Dazu zählten insbesondere Dienste für das Domain Name System und virtuelle Netzwerke, insbesondere Loadbalancer.[8] Als Variante der Rackspace Cloud wird die sogenannte Private Cloud angeboten. Dabei handelt es sich um Hard- und Software, die von Rackspace aufeinander abgestimmt wurde und zum Betrieb in einem eigenen Rechenzentrum gedacht ist.[9]

Im Gegensatz zu anderen Anbietern legt Rackspace in der Außendarstellung anstelle der Technik seiner Produkte großen Wert auf seinen Kundendienst, der als Fanatical Support bezeichnet wird.[10] Rackspace betreibt insgesamt neun Rechenzentren, von denen fünf Stück in Nordamerika angesiedelt sind.[11]

Kritik[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 stand Rackspace in der Kritik, nachdem Server und Cloud-Dienste im damals größten Rechenzentrum des Anbieters in Dallas mehrfach ausgefallen waren. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung wurde mehrfach nicht wie vorgesehen gestartet.[12] Vom Ausfall waren zahlreiche populäre Onlinedienste betroffen, darunter beispielsweise auch Tumblr.[13] Als Folge der Ausfälle kündigte der CEO an, die gesamte technische Infrastruktur zu überprüfen.[14] Außerdem erstattete Rackspace seinen Kunden insgesamt etwa 3,5 Millionen US-Dollar an Gebühren.[15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 2012 Annual Report. Rackspace, 26. März 2013, abgerufen am 26. August 2013 (PDF, englisch, 3,2 MB).
  2. Elizabeth Montalbano: Rackspace IPO needed to cope with fast growth. In: Network World. 8. August 2008, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  3. Rackspace.com Announces $11.5 Million Investment by Sequoia Capital, Norwest and Red Hat Linux. In: PR Newswire. 3. April 2000, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  4. Rich Miller: Mosso Evolves Into The Hosting Cloud. In: Data Center Knowledge. 19. Februar 2008, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  5. Guido Mühlwitz: OpenStack: NASA und Rackspace arbeiten an gemeinsamer CloudHosting-OpenSource-Lösung. In: t3n Magazin. 20. Juli 2010, abgerufen am 27. August 2013.
  6. Oliver Diedrich: Rackspace möchte Stiftung für OpenStack gründen. In: heise Open Source. 6. Oktober 2011, abgerufen am 27. August 2013.
  7. Mike Barton: Rackspace Rolls Out OpenStack Cloud Servers. In: Wired. 16. April 2012, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  8. The Rackspace public cloud portfolio. Rackspace, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  9. About Rackspace Private Cloud. Rackspace, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  10. Fanatical Support for Hosting, Managed Hosting, & Dedicated Servers. Rackspace, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  11. Our Global Data Centers. Rackspace, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  12. Rich Miller: Power Outage Affects Rackspace Cloud. In: Data Center Knowledge. 3. November 2009, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  13. Rackspace Goes Down. Again. Takes The Internet With It. Again. In: TechCrunch. 18. Dezember 2009, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  14. Lanham Napier: Dallas-Fort Worth Data Center Update. In: The Rackspace Blog. 9. Juli 2009, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).
  15. Jon Brodkin: Rackspace to issue as much as $3.5M in customer credits after outage. In: Network World. 6. Juli 2009, abgerufen am 27. August 2013 (englisch).

29.508734-98.393107Koordinaten: 29° 30′ 31″ N, 98° 23′ 35″ W