Radbruch

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Radbruch in Niedersachsen. Für weitere Bedeutungen siehe Radbruch (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Radbruch
Radbruch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Radbruch hervorgehoben
53.31666666666710.2833333333338Koordinaten: 53° 19′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Bardowick
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 22,54 km²
Einwohner: 1997 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21449
Vorwahl: 04178
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 028
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstr. 12
21357 Bardowick
Bürgermeister: Achim Gründel (SPD)
Lage der Gemeinde Radbruch im Landkreis Lüneburg
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Radbruch ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Sie hat etwa 2000 Einwohner, eine Größe von 22,54 km² und ist Teil der Samtgemeinde Bardowick.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein erster urkundlicher Hinweis auf den Ortsnamen findet sich in der Chronik „Memorabilia Historiae Luneburgicae“ von 1269. Darin auftauchende „Radebrokii“ dürften in der Radbrucher Gegend beheimatet gewesen sein. Der Stammsitz der Familie Radbruch war Anfang des 15. Jahrhunderts möglicherweise befestigt. In den Jahren 1450/51 ist ein zur Vogtei Pattensen zählender Meyerhof erwähnt. Im 16. Jahrhundert entstand die Vogtei Radbruch als Sondergut innerhalb der Vogtei Bardowick. Dies war der Verwaltungssitz der welfischen Besitzungen in diesem Bereich.

Das Atlasblatt „Ducatus Luneburgensis. Adiacentiumq.regionum delineatio“ (1645) von Willem Janszoon Blaeu weist in der Region einen Wald namens „Raarbroeck“ aus. Da Broeck bzw. Brook Sumpfland bezeichnet, dürfte es sich um Bruchwald gehandelt haben. Sollte das "Raar" lateinischen Ursprungs sein, wäre dies ein Hinweis auf sehr lockeren, verstreuten Baumbestand. Das verbreitetere Rad- oder Rade- deutet jedoch eher auf eine Rodung hin. Eine dritte Annahme ist, das "Rad" könnte sich auf die Rotfärbung des erzhaltigen Wassers der Gegend beziehen.

In der Kurhannoverschen Landesaufnahme, Blatt 67 "Winsen/Luhe", aufgenommen 1776, ist an der Stelle der heutigen Ortschaft ein "Meierhoff" verzeichnet. Das nördlich angrenzende Gebiet wird als "der Ratth Bruch" bezeichnet.

1885 wurde Radbruch Mitglied des Landkreises Winsen/Luhe und dadurch 1932 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Harburg. 1974 wurde es durch die Gemeindereform Teil der Samtgemeinde Bardowick und des Landkreis Lüneburg.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde Radbruch gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[2][3]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat elf Mitglieder und setzt sich seit der Kommunalwahl vom 11. September 2011 wie folgt zusammen:

  • SPD – 6 Sitze (+1) (53,8 %)
  • CDU – 4 Sitze (-1) (33,5 %)
  • Grüne – 1 Sitz (±0) (12,7 %)


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schäfer-Ast-Kapelle
  • Das alte Forsthaus

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Radbruchs umgebene Wälder sind geprägt von einer Vielfalt an Flora und Fauna, sodass gelegentlich sogar seltene Seeadler zu sichten sind.

Sport[Bearbeiten]

  • Eine Sportanlage mit integriertem Fußball und Beach-Volleyballplatz, sowie eine angeschlossene Tennisanlage sind für die Bürger nutzbar.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Radbruch liegt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und wird ungefähr im Stundentakt vom metronom regional mit Hamburg-Harburg und Hamburg Hauptbahnhof sowie mit Lüneburg und Uelzen verbunden.

Bildung[Bearbeiten]

Zwei Kindergärten und eine Grundschule sind in der Gemeinde vorhanden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Radbruch lebte und wirkte der 1848 geborene Heiler Schäfer Philipp Heinrich Ast.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Radbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF; 87 KB)
  3. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF; 200 KB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Radbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien