Radechiw

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Radechiw
(Радехів)
Wappen von Radechiw
Radechiw (Ukraine)
Radechiw
Radechiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Radechiw
Höhe: 230 m
Fläche: 16,26 km²
Einwohner: 9.181 (2004)
Bevölkerungsdichte: 565 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80200
Vorwahl: +380 3255
Geographische Lage: 50° 17′ N, 24° 39′ O50.27944444444424.642222222222230Koordinaten: 50° 16′ 46″ N, 24° 38′ 32″ O
KOATUU: 4623910100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 1 Dorf
Bürgermeister: Wassyl Kutenskyj
Adresse: вул. І. Франка 2
80200 м. Радехів
Website: http://radekhiv-city.org.ua/
Statistische Informationen
Radechiw (Oblast Lwiw)
Radechiw
Radechiw
i1

Radechiw (ukrainisch Радехів; russisch Радехов/Radechow, polnisch Radziechów) ist eine in der Westukraine liegende Rajonshauptstadt etwa 68 Kilometer nordöstlich der Oblasthauptstadt Lemberg am Flüsschen Ostriwka (Острівка) gelegen.

Neu erbaute Kirche im Ort

Geschichte[Bearbeiten]

Radziechów wurde 1494 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Es wurde 1792 Teil des österreichischen Königreichs von Galizien und Lodomerien und erhielt 1794 die Stadtrechte. Im bis 1918 österreichischen Galizien lebten 1880 mehrheitlich Ukrainer, eine Minderheit war von polnischer und deutscher Nationalität. Eine weitere große Bevölkerungsgruppe waren Juden. 1910 wurde im Ort ein Bahnhof an der heutigen Bahnstrecke Lwiw–Kiwerzi.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zum wiedererstandenen Polen und lag ab 1921 in der Woiwodschaft Tarnopol. Aufgrund der Vereinbarungen des Hitler-Stalin-Pakts wurde Radechiw Teil Ukraine. Beim deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde um Radechiw am 23. Juni 1941 die erste Panzerschlacht zwischen der deutschen 11. Panzer-Division und sowjetischen Panzertruppen geführt.[1] Der deutsche Vormarsch führte dazu, daß der Ort bis 1944 von Deutschland besetzt und dem Generalgouvernement angehörte.

Nach dem Ende des Krieges wurde Radechiw erneut der Sowjetunion zugeschlagen, dort kam die Stadt zur Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der heutigen Ukraine.

Zur Stadtgemeinde zählt auch das östlich der Stadt liegende Dorf Kuty (Кути).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Radechiw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sommer 41 in: FAZ vom 6. August 2011, Seite 40