Radha Charan Gupta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Radha Charan Gupta (* 1935 in Jhansi, Uttar Pradesh) ist ein indischer Mathematikhistoriker.

Leben[Bearbeiten]

Gupta studierte an der University of Lucknow, wo er 1955 seinen Bachelor-Abschluss und 1957 seinen Master-Abschluss in Mathematik machte. Danach war er Dozent am Lucknow Christian College und ab 1958 am Birla Institute of Technology in Ranchi. 1982 erhielt er dort eine volle Professur und 1995 emeritierte er.

Gupta befasste sich seit Ende der 1960er Jahre mit Mathematikgeschichte, speziell der Entwicklung der indischen Trigonometrie, zum Beispiel über Parameshvara und seine Näherung der Sinus-Funktion[1] und Govindasvamin und seine Interpolation von Sinus-Tafeln im 8. Jahrhundert[2]. 1971 wurde er bei dem Mathematikhistoriker T. A. Saraswati Amma[3] an der Ranchi University promoviert.

Gupta befasste sich auch mit der frühen Mathematik der Jaina-Schule (bis ins 6. Jahrhundert).[4] 2009 erhielt er den Kenneth-O.-May-Preis. Seit 1991 ist er Mitglied der indischen National Academy of Sciences. Seit 1994 ist er Präsident der Gesellschaft der Mathematiklehrer in Indien (was er noch 2009 ist). 1995 wurde er korrespondierendes Mitglied der International Academy of History of Science. 1979 gründete er die Zeitschrift Ganita Bharati (Indische Mathematik), deren Herausgeber und Kolumnist er war.

Schriften[Bearbeiten]

  • Historiography of Mathematics in India in Dauben, Scriba (Herausgeber): Writing the History of Mathematics, Birkhäuser 2002

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gupta An Indian form of third order Taylor series approximation of the sine, Historia Mathematica, Band 1, 1974, S. 287-289
  2. Gupta Fractional parts of Aryabhata’s sines and certain rules found in Govindasvamin's Bhasya on the Mahabhaskariya, Indian Journal of History of Science, Band 6, 1971, S. 51-59
  3. Autor von Geometry in ancient and medieval India
  4. Jaina-Mathematik bei McTutor, mit Literaturangaben