Radio Majak

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Radio Majak (Радио Маяк, dt. Radio Leuchtturm, in der englischen Transkription auch Radio Mayak geschrieben) ist ein staatlicher russischer Hörfunksender aus Moskau, der sein Programm landesweit ausstrahlt.

Geschichte[Bearbeiten]

Radio Majak nahm seinen Sendebetrieb am 1. August 1964 auf. Lange Zeit über Kurz-, Lang- und Mittelwelle zu empfangen, war es einst das beliebteste Radioprogramm in der Sowjetunion.[1]

Radio Majak ist der russische Radiosender mit dem viertgrößten Marktanteil, landesweit etwa 9 % (Erhebung 2003). In Moskau, wo der Markt zwischen mehr Stationen härter umkämpft ist, erreicht der Sender dennoch 9 % und ist der regional am vierthäufigsten gehörte Sender. Es blieb auch in den GUS-Staaten das meistgehörte Programm in der Altersgruppe zwischen 14 und 55 Jahren.[1]

Während des Kalten Krieges waren die Kurzwellensender von Radio Majak auch eingesetzt worden, um ausländische Programme westlicher Herkunft zu stören (deliberate interference).[1]

Empfang[Bearbeiten]

Die Ausstrahlung über Langwelle und Mittelwelle wurde zum 1. Januar 2013 eingestellt und ist demnach auf dem flachen Land nicht mehr terrestrisch zu empfangen. Der Empfang über UKW in den größeren Städten und der Drahtfunk bleiben erhalten. Wo Radio Majak nicht mehr zu hören ist, wird terrestrisch nur noch Radio Rossii zu empfangen sein. Die Ausstrahlung über Kurzwelle hatte bereits 1999 geendet.[1] Außerdem steht ein Livestream im Internet zur Verfügung.

Betreiber[Bearbeiten]

Der Sender ist im Besitz der staatlichen russischen Medienholding WGTRK, zu der auch Fernsehsender wie der Telekanal Rossija und einige weitere Radiostationen gehören. Den Programmschwerpunkt bei Radio Majak bildet ein Informationsprogamm. Der Sender steht der Regierung nahe. Er ist damit Teil der im westlichen Ausland viel kritisierten regierungstreuen Presseübermacht in Russland.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Hansjörg Biener: NTT-aktuell. Ausgabe Dezember 2012. Stand: 1. Dezember 2012. Kurzwellenring-Süd. Abgerufen am 18. Dezember 2012 (unter Berufung auf einen Bericht der Zeitung Iswestija vom 13. November 2012).