Radio Xanadu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Radio Xanadu war eine Münchner Hörfunkstation und gehörte zu den ersten Privatsendern in Deutschland.

Xanadu wurde 1984 von Privatfunkpionier Jo Lüders gegründet und durfte 1984 im Rahmen des Münchner Kabelpilotprojekts auf Sendung gehen. Ab 1985 teilte man sich mit den Anbietern M1, Radio Aktiv sowie Radio 44 die Frequenz 92,4. Ab 18. April 1988 hatte der Sender unter dem Namen Radio Xanadu - Citywelle 93,3 eine eigene Frequenz. Gesellschafter waren u.a. der Filmhändler Herbert Kloiber (Tele München), die Familien Ferency und Conrad, sowie der Private Equity Investor Eugen von Keller (Xanadu Mediengesellschaft). Zum Moderatorenteam gehörten u.a. Stevie Höper, Susanne Rohrer und Fred Kogel. Günther Löffler war von Mitte 1988 bis Anfang 1993 Alleingeschäftsführer des Startup-Unternehmens.

Am 18. Februar 1991 wurde der Popsender unter der programmlichen Federführung von Thomas Gottschalk in Xanadu Classic Rock umgewandelt. Sein ehemaliger Bayern 3 Kollege Benny Schnier änderte die Ausrichtung des Senders auf ein in den USA bereits bewährtes rocklastiges Musikformat. Zum festen On Air Team gehörten die Radiomoderatoren Dominik Schott, Armand Presser, Jan Plate, Frank Stängle, Daniel Kovac, Nina Breiter, Chris Boettcher. Als Gastmoderatoren waren regelmäßig mit Gottschalk befreundete Prominente, wie Fritz Egner, Frank Laufenberg, Gundis Zámbó, Ottfried Fischer, Jochen Busse und Günther Jauch sowie der langjährige BR-Moderator Werner Götze am Mikrofon.

Neben der Rockmusik spielte ausführliche lokale Berichterstattung ein große Rolle. Wortlastiger Journalismus wie das abendliche „TalkRadio“ oder Kultsendungen wie das sonntägliche „Frühstück mit den Beatles“ erzielten große Aufmerksamkeit. Der kommerzielle Erfolg hingegen blieb relativ bescheiden. 1993 erwarb die französische NRJ-Gruppe die Mehrheitsanteile und benannte den Sender in Energy München um.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]