Radowo Małe

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Radowo Małe
Wappen der Gmina Radowo Małe
Radowo Małe (Polen)
Radowo Małe
Radowo Małe
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Łobez
Gmina: Radowo Małe
Geographische Lage: 53° 40′ N, 15° 27′ O53.66527777777815.448055555556Koordinaten: 53° 39′ 55″ N, 15° 26′ 53″ O
Einwohner: 1200
Postleitzahl: 72-314
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZLO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 147: (Nowogard -)Wierzbięcin ↔ Łobez
Schienenweg: Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk
Bahnhof: Łobez
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 29 Ortschaften
18 Schulzenämter
Fläche: 180,40 km²
Einwohner: 3708
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3218032
Verwaltung (Stand: 2006)
Gemeindevorsteher: Józef Jarosław Wypijewski
Adresse: Radowo Małe 27
72-314 Radowo Małe
Webpräsenz: www.radowomale.pl

Radowo Małe (deutsch Klein Raddow) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zum Powiat Łobeski (Kreis Labes)

Kirche (2013)
Lage der Gmina Radowo Małe im Powiat Łobeski
Gemeindeamt (2013)
Wohnbebauung (2013)

Geographische Lage[Bearbeiten]

Radowo Małe liegt im Städtedreieck Nowogard (Naugard) - Resko (Regenwalde) und Łobez (Labes) an der DW 147, die von Wierzbięcin (Farbezin) nach Łobez führt. Die nächste Bahnstation ist Łobez an der Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk.

Dorf Radowo Małe (Klein Raddow)[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1945 war Klein Raddow ein Dorf im Landkreis Regenwalde im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern. Mit den Orten Groß Raddow (heute polnisch: Radowo Wielie), Grünhof (Święciechowo), Höckenberg (Maliniec), Klein Borckenhagen (Borkowo Małe) und Wolkow (Wołkowo) gehörte es zum Amtsbezirk Wolkow und zum Amtsgerichtsbereich Regenwalde (Resko). Im Jahre 1933 wurden hier 347 Einwohner registriert, 1939 waren es 331.

Nach 1945 wurde Klein Raddow polnische und erhielt die Bezeichnung Radowo Małe. Der Ort gehört nun zum Powiat Łobeski in der Woiwodschaft Westpommern (von 1975 bis 1998 Woiwodschaft Stettin). Radowo Małe ist Zentrum der gleichnamigen Landgemeinde (gmina wiejska). In dem Ort leben heute 1200 Menschen.

Kirche[Bearbeiten]

Bis 1945 lebte in Klein Raddow eine überwiegend evangelische Bevölkerung. Die Dorfkirche war - wie auch die Dorfkirche in Zachow (heute polnisch: Czachowo) - Filialkirche zur Pfarrkirche Groß Raddow (Radowo Wielkie) und gehörte zum Kirchenkreis Regenwalde in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Die Kirchengemeinde Klein Raddow zählte 1940 381 Gemeindeglieder (von 1.203 im gesamten Kirchspiel). Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Rudolf Hensel.

Seit 1945 sind die Einwohner von Radowo Małe überwiegend katholischer Konfession. Heute ist hier das Pfarramt angesiedelt, das zum Bereich des Dekanats Resko im Erzbistum Stettin-Cammin der Katholischen Kirche in Polen gehört. Die hier lebenden evangelischen Kirchenglieder werden vom Pfarramt Stettin (St. Trinitatiskirche (Stettin-Lastadie), vor 1945 Gertrudenkirche) in der Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen betreut.

Persönlichkeiten des Ortes[Bearbeiten]

  • Willy Jandrey (*5. März 1877 in Klein Raddow), deutscher Politiker der DNVP († 1945)
  • Władysław Stecyk (*14. Juli 1951 in Radowo Małe), polnischer Ringer, Teilnehmer der Olympischen Spiele Moskau 1980

Gmina Radowo Małe[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Radowo Małe umfasst eine Fläche von 180,40 km², was 16,9 % der Gesamtfläche des Powiat Łobeski entspricht. Mit 3.728 Einwohnern liegt sie einwohnermäßig an 61. Stelle der 114 Gemeinden der Woiwodschaft Westpommern. Die Gmina wird im Osten von der Rega begrenzt. Im gesamten Gemeindegebiet gilt die einheitliche Postleitzahl 72-314.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gmina Radowo Małe gehören 29 Ortschaften, die 18 Ortsteilen ("Schulzenämtern") zugeteilt sind.

  • Ortsteile:
  • Borkowo Wielkie (Groß Borckenhagen)
  • Czachowo (Zachow)
  • Dargomyśl (Hoffelde)
  • Dobrkowo (Daberkow)
  • Gostomin (Justemin)
  • Karnice (Karnitz)
  • Mołdawin (Moldawin)
  • Orle (Haseleu)
  • Pogorzelica (Margarethenhof)
  • Radowo Małe (Klein Raddow)
  • Radowo Wielkie (Groß Raddow)
  • Rekowo (Reckow)
  • Rogowo (Roggow A)
  • Siedlice (Zeitlitz)
  • Sienno Dolne (Schöneu Gut A)
  • Strzmiele (Stramehl)
  • Troszczyno (Friedrichsgnade)
  • Żelmowo (Sallmow)
  • Übrige Ortschaften: Borkowo Małe (Klein Borckenhagen), Gildnica (Amalienburg), Konie (Köhne), Maliniec (Höckenberg), Mołdawinek (Neu Maldewin), Radzim (Radem), Sienno Górne (Schönau Gut B), Smorawina (Schmorow), Sułkowo (Friedrichsruh), Ukłejki und Wołkowo (Wolkow).

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Im Gebiet der Gmina Radowo Małe verlaufen zwei Woiwodschaftsstraßen:

  • Die Droga wojewódzka 147 zieht sich mitten durch das Gemeindegebiet und stellt den Anschluss zur Kreisstadt Łobez (Labes) sowie zur Nachbarstadt Nowogard (Naugard,8 km nördlich von Wierzbięcin (Farbezin)) her.

Eine untergeordnete Kreisstraße verbindet die Gmina mit der vormaligen Kreisstadt Resko (Regenwalde). Über Nebenstraßen und Landwege sind auch die übrigen Gemeindeortsteile verbunden.

Schienen[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Gmina Radowo Małe erhielt 1895 und 1907 Anschluss an das Eisenbahnnetz durch den Bau zweier Strecken, der Regenwalder Bahnen. Als erste wurde die Linie von Labes (heute polnisch: Łobez) nach Meesow (Mieszewo) und Daber (Dobra) mit Halt in Reckow (Rekowo) und Zeitlitz (Siedlice) errichtet. Dann wurde die Strecke von Regenwalde (Resko) nach Meesow gebaut, die in sechs Orten der heutigen Gmina Halt machte: Karnitz (Karnice), Groß Raddow (Radowo Wielkie), Wolkow (Wołkowo), Justemin (Gostomin), Sallmow (Żelmowo) und Hoffelde (Dargomyśsl).

Die Bahnstrecken wurden bis zu ihrer Stilllegung im Jahre 1989 seit 1945 von der Polnischen Staatsbahn (PKP) betrieben.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 11. Juli 2014.