Raeren

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Raeren
Raeren coat of arms.svg Flag of None.svg
Raeren (Lüttich)
Raeren
Raeren
Staat Belgien
Region Wallonien
Provinz Lüttich
Bezirk Verviers
Koordinaten 50° 41′ N, 6° 7′ O50.6758333333336.1111111111111Koordinaten: 50° 41′ N, 6° 7′ O
Fläche 74,21 km²
Einwohner (Stand) 10.618 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 143 Einw./km²
Postleitzahl 4730 (Raeren, Hauset)
4731 (Eynatten)
Vorwahl 087
Bürgermeister Hans-Dieter Laschet (Mit uns)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Gemeindeverwaltung Raeren
Hauptstraße 26
4730 Raeren
Webseite www.raeren.be

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Raeren, Sankt Nikolauskirche
Burg Raeren
Gruss aus Raeren -litho 1898
Raerener Steinzeug auf Breughel-Gemälde

Raeren ([ˈraːrən]) ist ein belgischer Grenzort bei Aachen, eine der neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Etwa 50 % der Einwohner sind Nicht-Belgier.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Raeren setzt sich aus der Altgemeinde Raeren, Eynatten, dem belgischen Teil von Lichtenbusch, Hauset, Berlotte und dem Ortsteil Petergensfeld zusammen. Auch das 18 Kilometer südöstlich von Raeren gelegene Gebiet des früheren Bahnhofs Lammersdorf gehört zur Gemeinde Raeren, es ist nur durch die Trasse der Vennbahn mit dem Gemeindegebiet verbunden und ansonsten durch deutsches Staatsgebiet umgeben.[2]

Auf dem Gemeindegebiet, zwischen Raeren und Petergensfeld, entspringt die Inde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname Raeren stammt aus dem Wort „roden“ und weist auf eine Siedlung mitten im Aachener Reichswald hin. Als Rodungsperiode nimmt man die Zeit um 800 bis 1200 an. Es entstanden die Ortsteile Raeren und Neudorf. Der Ortsteil Neudorf wird erstmals 1241 in einer Urkunde des Aachener Marienstifts erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Raeren datiert aus dem Jahre 1400.

Der Ort wurde durch das Raerener Steinzeug bekannt, welches vor allem im 16. und 17. Jahrhundert hier wurde hergestelltwurde. Die besten Exemplare finden sich in den großen internationalen Museen. Der bedeutendste Meister der Renaissancetöpferei war Jan Emens Mennicken. Das traditionelle Steinzeug aus Raeren ist vom belgischen Staat mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden. In der Burg Raeren befindet sich ein sehenswertes Töpfereimuseum.

Die St.-Nikolaus-Pfarrkirche, nach Entwürfen des Aachener Stadtbaumeisters Laurenz Mefferdatis im Stile des Barock mit romanischen Rundbögen erbaut, wurde 1728 fertiggestellt. Durch Erlass der Exekutive der Deutschsprachigen Gemeinschaft vom 16. Januar 1986 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Der ehemalige Ortsteil Sief verblieb nach dem Versailler Vertrag aus wasserwirtschaftlichen Gründen bei Deutschland.

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Metallindustrie (Aluminiumverarbeitung, durch die norwegische Sapa Group)
  • Brennerei- & Distilleriebetrieb
  • Kunststoffherstellung (NMC SA)
  • Logistik- und Verkehrsstandort, Autobahnanschluss an die E 40

Personen aus der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raeren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeinde Raeren in Zahlen (PDF; 331 kB)
  2. derwesten.de: Ausgegrenzt, 26. Mai 2008, abgerufen am 6. März 2014.