Rafaiterebene

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Rafaiterebene oder das Refaïm-Tal (auch Rephaim-Tal oder Refaïm-Ebene; hebräisch ‏עמק רפאים‎, ʿEmeq Rephajim ‚Tal der Riesen‘) ist eine Landschaft in Israel südwestlich von Jerusalem. Das Tal führt auf das Elah-Tal zu. Durch den Talgrund führte in der Antike eine Straße von Küste ins Judäische Gebirge.

Die Nordost-Ecke der Refaiterebene lag im Grenzbereich der Stämme Juda und Benjamin (Jos 15,8 EU; 18,16 EU). Sie war für ihren Kornanbau bekannt (Jes 17,5 EU) und diente zu Zeiten Davids den Philistern mehrmals als militärisches Aufmarschgebiet (2 Sam 5,18.22 EU; 23,13 EU; 1 Chr 11,15 EU; 14,9 EU).

Das Tal ist „1 Stunde lang, ½ Stunde breit bis zum Kloster mar eljas = baʿal perazim“.[1]

Am nördlichen Ende befand sich seit 1873 „die gleichnamige Kolonie der deutschen Templer“.[2]

Es wurde nach dem Volk der Rafaiter benannt, das in Baschan siedelte.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stuttgarter Bibel-Atlas; Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt, 1932
  • Ernst Höhne (Redaktion), Hermann Wahle (Kartographie): Palästina: historisch-archäologische Karte; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1981; ISBN 3-525-50157-9. Sonderdruck aus: Bo Reicke, Leonhard Rost (Hrsg.): Biblisch-historisches Handwörterbuch, Band 4; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1979; ISBN 3-525-50156-0; S. 161–284

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stuttgarter Bibel-Atlas, S. 78.
  2. Stuttgarter Bibel-Atlas, S. 78. Vgl. en:German Colony, Jerusalem

31.74722222222235.157944444444Koordinaten: 31° 44′ 50″ N, 35° 9′ 29″ O