Raffeln

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Karottensalat
Raffel grob

Unter Raffeln oder Raspeln versteht man die Zerkleinerung („spanende Bearbeitung“) von Obst oder Gemüse, entweder durch eine spezielle Küchenmaschine oder manuell mittels einer Reibe/Raspel/Raffel. Typische Anwendungen sind Karotten- und Selleriesalat oder „geriebener Apfel“ (der eigentlich geraffelt wird) im Birchermüesli.

Neben dieser Bedeutung gibt es noch regional die Bedeutung viel, schnell und nicht unbedingt qualifiziert reden für Raffeln bzw. Geraffel; eine Raffel ist hier ein Klatschmaul.

Etymologie[Bearbeiten]

Nach Kluge[1] sind sowohl die Raspel als auch die Raffel mit dem Verb raffen verwandt, das von einem Stamm *-hrap hergeleitet wird; als Raffel wird in manchen Gegenden aber auch ein Gerät bezeichnet, das zum Abstreifen von Beeren, nicht aber zum Zerkleinern dient. Raffeln im Sinne des Speisenzerkleinerns wird als Intensivbildung zu raffen angesehen.

Raffeln im Sinne von Klatsch verbreiten ist mit rappeln verwandt, was lärmen bedeutet. Eine Nebenbedeutung ist aus dem Ausdruck Es rappelt bei jemandem bekannt. Möglicherweise sind hier Einflüsse aus dem Französischen (rêver = träumen, phantasieren) und dem Lateinischen (rabere = irre sein) vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch, Berlin/ New York ²²1989, S. 579-582