Rafi Eitan

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem israelischen ehemaligen Geheimdienstchef Rafael Eitan. Für den gleichnamigen, am 11. Januar 1929 geborenen israelischen Politiker und General siehe Rafael Eitan.
Rafi Eitan

Rafi (eigentlich Rafael) Eitan (hebräisch ‏רפאל (רפי) איתן‎, ; * 23. November 1926 im Kibbuz En Harod) ist ein israelischer Politiker und ehemaliger Chef des Geheimdienstes Lakam.[1]

Leben[Bearbeiten]

1938 trat Eitan der Haganah bei und wechselte 1944 nach dem Abitur zum Palmach. Er war gegen Ende des Zweiten Weltkrieges an verschiedenen Geheimoperationen zur Rettung jüdischer Flüchtlinge aus den von Deutschland besetzten Gebieten beteiligt (Alija Bet).[1]

Im israelischen Unabhängigkeitskrieg diente er beim Aman und erreichte den Rang eines Hauptmanns. Danach war er einer der ersten Mossad-Mitarbeiter und wechselte zum Schin Bet, wo er Operationsleiter wurde. An der London School of Economics erwarb er einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaft.[1]

1960 führte er die Mossad-Operation zur Verhaftung von Adolf Eichmann. 1978 wurde er Antiterror-Berater von Premierminister Menachem Begin. 1981 war er an der Planung zur Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak maßgeblich beteiligt. Im gleichen Jahr wurde er Chef des Lakam. Aufgrund der Pollard-Affäre trat er 1985 als Amtsleiter zurück, Lakam wurde aufgelöst.[1]

1985 wurde Eitan Leiter der staatlichen Chemiegesellschaft Israels, was im Hinblick auf die Pollard-Affäre in den USA auf Befremden stieß.[2]

Nach seinem Ausscheiden dort im Jahr 2003 machte Eitan sich selbständig und entwickelte u. a. umfangreiche landwirtschaftliche Aktivitäten auf Kuba.[1]

Eitan wurde im März 2006 als Vorsitzender der Rentner-Partei in die Knesset gewählt. In der Regierung von Ehud Olmert war er Minister für Rentner. 2009 verpasste seine Partei den Wiedereinzug ins Parlament.

Eitan ist verheiratet und hat drei Kinder.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Kurzbiografie Website des israelischen Außenministeriums
  2. US-Juden über Israel empört Der Spiegel, Jg. 41 (1987), S. 172, Heft 12 vom 16. März 1987 ISSN 0038-7452