Rage (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Rage
Originaltitel Rage
Produktionsland Großbritannien, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Sally Potter
Drehbuch Sally Potter
Produktion Christopher Sheppard
Musik Fred Frith, Sally Potter
Kamera Steve Fierberg
Schnitt Daniel Goddard
Besetzung

Rage ist ein Film der englischen Regisseurin Sally Potter, der seine Uraufführung am 8. Februar 2009 bei den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin hatte. [1][2] Die Regisseurin Sally Potter war zugleich Drehbuchautorin und führte die Kamera.

Handlung[Bearbeiten]

Über einen Zeitraum von sieben Tagen filmt ein junger Blogger, der sich Michelangelo nennt, 14 charakterlich sehr verschiedene Personen in einem New Yorker Modehaus. Darunter sind der Modedesigner Merlin, das Model Lettuce Leaf, Minx (ein Supermodel), Edith Roth (die Geschäftsführerin und ehemalige Inhaberin des Modehauses), Tiny Diamonds (der Financier/Hauptanteilseigner des Modehauses), sein Leibwächter Jed, Anita de Los Angeles (eine Näherin), Dwight Angel (ein Angestellter des Modehauses), Bradley White (der Marketing-Berater), Vijay (ein Pizzabote), Frank (ein ehemaliger Kriegsfotograf), Mona Carvell (eine Kritikerin) und Otto (der PR-Chef des Modehauses). Für die Interviewpartner hat sich Michelangelo als Schüler vorgestellt, der die Aufnahmen für ein Projekt in seiner Schule benötigt.

Während der ersten Show, in der Merlins neue Kollektion gezeigt werden soll, kommt eines der Models ums Leben. Daraufhin ermittelt Detective Homer, um zu klären, ob es sich um einen Mordfall handelt. Während der Unfall von den meisten der interviewten Personen zunächst mit großer Besorgnis aufgenommen wird, sehen Tiny Diamonds und Otto darin bald eine Möglichkeit, um mehr Aufmerksamkeit für die Show zu erhalten.

Die Aufführung soll unbedingt wiederholt werden, es kommt aber zu weiteren Zwischenfällen, weshalb die Show mehrmals abgebrochen werden muss und bis zum Ende des Films insgesamt fünf Termine angesetzt wurden. Nicht zuletzt aufgrund des Bildmaterials, welches Michelangelo auf seiner Internetseite veröffentlicht, kommt es zunehmend zu Protesten gegen die Modeshow und die damit einhergehende Öffentlichkeitsarbeit. Die letzte Vorführung endet in einem Desaster, bei dem die Protestierenden in das Gebäude eindringen und erneut Schüsse fallen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Stars wie Jude Law, Steve Buscemi oder Judi Dench in einem Krimi über den Mord während einer Modenschau: Das klingt vielversprechend. Doch die Darsteller erzählen die Story direkt in die Kamera wie bei einem Interview. Das Experiment von Sally Potter ("Orlando") mag als hohe Filmkunst gelten, wirkt aber schnell nur noch ermüdend.“

Cinema[3]

Produktion[Bearbeiten]

Laut Sally Potter erhielten sämtliche Darsteller dasselbe (Mindest-) Honorar.[4]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Die Einstellungen des Films zeigen über die volle Länge jeweils einen der Charaktere vor einem farbigen Hintergrund, welcher mit Hilfe der Bluescreen-Technik realisiert wurde. Sally Potter fasste erst im Laufe der Arbeiten am Drehbuch den Entschluss, nicht an unterschiedlichen Orten zu drehen, sondern immer am selben Ort mit der gleichen minimalistischen Studio-Kulisse zu filmen. [4]

Filmpremiere[Bearbeiten]

Rage ist der erste Film, der weltweit auf Handys uraufgeführt wird: Vom 21. September 2009 an wurde Rage in sieben Episoden an sieben aufeinanderfolgenden Tagen von Babelgum gezeigt. [5] Ab dem 28. September 2009 wurde Rage in 7 Episoden online gratis zur Verfügung gestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmdatenblatt auf berlinale.de
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSally Potter: Berlin. sallypotter.com, abgerufen am 15. Februar 2009.
  3. Cinema.de: Filmkritik
  4. a b Aufzeichnung der Berlinale-Pressekonferenz vom 8. Februar 2009
  5. Rage feiert auf Handys Premiere, spielfilm.de. 7. September 2009

Weblinks[Bearbeiten]