Ragout

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Putengeschnetzeltes mit sämiger Sauce und Gemüsebeilage aus Karotten und Erbsen

Ragout ([ʀa'gu], von französisch ragoûter, „den Gaumen reizen, Appetit machen“) oder Würzfleisch ist eine Gerichtgattung für geschmorte würfelige Fleisch-, Geflügel-, Wildbret- oder auch Gemüsestücke in einer pikanten, oft sämigen Sauce. Für Ragouts werden wie bei Gulasch Fleischteile geringerer Qualität verwendet, das Fleisch darf im Gegensatz zum Gulasch auch Knorpel- und Knochenanteile enthalten. Ragouts aus besonders stark zerkleinerten Zutaten werden Haschee genannt.

Beispiele sind das als Vorspeise servierte deutsche Ragoût fin, das Schweizer Zürcher Geschnetzelte, Frikassee, das italienische Ragù alla bolognese oder Rindsragout à la bourguignonne.

Beim weißen Ragout oder Blankett (von französisch blanc = weiß) wird meist helles Fleisch wie Huhn, Kalb oder Kaninchen zuerst alleine oder mit Suppengrün gekocht und aus der entstehenden Brühe eine weiße Sauce zubereitet, die mit Mehlschwitze gebunden und mit Eigelb und Sahne legiert wird. Es entsteht ein helles, sehr mildes Gericht mit viel Sauce.

Süße Varianten[Bearbeiten]

Eine weitere Bezeichnung für Ragout findet sich zumeist im Dessertbereich, seltener bei Vor- und Hauptspeisen. Eine mit ganzen Früchten oder Fruchtstückchen abgebundene Soße - Verwendung finden bspw. Kirschen, Himbeeren, Birnen und Pflaumen - wird oft als Früchteragout oder nach der einzelnen Frucht z. B. als „Kirschragout“ bezeichnet.[1] [2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Topfenknödel mit Nougatkern auf exotischem Fruchtragout Rezept auf der Webseite von Kochen und Küche, abgerufen am 8. Februar 2014
  2. Wachteln mit Birnenragout Rezept auf chefkoch.de, abgerufen am 11. April 2014