Rahim Bakhsh

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Rahim Bakhsh (persisch ‏رحيم بخش‎; * um 1921; † 2001)[1] war einer der bekanntesten Sänger und Musiker des Kabuler Künstlerviertels Kharabat, in dem er Musik und Gesang von Kindesbeinen auf erworben hatte.

Leben[Bearbeiten]

Ustad Rahim Bakhsh war ein Schüler von Qasem Jo. Möglicherweise soll er 1918 in Kabuler Kharabat geboren sein. In einem Interview mit Madadi [2] gab er an, dass er während der Herrschaftszeit von Amir Habibullah Khan (1901–1919) ein Jahr gesessen sein soll. Er starb im Jahre 2001 in der afghanisch-pakistanischen Grenzstadt Quetta, die Provinzhauptstadt von Belutschistan und war bis 2002 dort begraben. Nach dem Fall von Taliban sind seine sterbliche Überreste nach Kabul überführt und im Kabuler Friedhof neben dem Grab von seinem Musiklehrer Ustad Qasem Jo beigesetzt worden.

Ustad Rahim Bakhsh war der zweite Sohn von Ustad Imam Bakhsh Sarangi. Sarangi war selbst ein großer Sarangispieler vom Kabuler Kharabat. In dem Interview mit dem ehemaligen Musikdirektor von RTA Abdul Wahab Madadi räumte er ein, dass er von seinem Großvater motiviert worden sei, Musik zu lernen. Obwohl alle Generationen der Familie Bakhsh selbst Musiker waren, so sollte er die Grundzüge der Musik und Singen von einem Ustad außerhalb der Familie lernen. So meldete ihn sein Großvater in die Musikschule von Ustad Qasem Jo an.[3]

Alle Musiker und Sänger von Kharabat fangen mit Harmonium, Tabla und Singübungen, Solfeggio, an. Morgens begaben sie sich an den Hang des Kabuler Sher Darwaza Berges gegenüber dem Assamaiberg, um ihre Stimmen zu verfeinern. Ihm wurde der Titel „Ustad“ (persisch ‏استاد‎), „Meister“ verliehen und er gehörte der Generation Mohamed Hussein Sarahangs an, die die klassische afghanische Musik pflegten. Neben Ustad Sarahang war auch er Leiter Kharabats. Die Aufgabe des Kharabatsleiters bestand in der Koordination sämtlicher Tätigkeiten in dem Musikviertel von Kabul.

Somit gehörten beide zu den Autoritäten der klassischen Musik in Afghanistan. Ustad Rahim Bakhsh trat bei verschiedenen Festen, insbesondere bei Hochzeiten und bei den langen Nächten von „Ramazan“ musikalisch auf. Er hatte während der Feierlichkeiten der Unabhängigkeit Afghanistans einen eigenen Pavillon, wobei Sarahang (persisch ‏سرآهنگ‎) als Gipfel des Tons in dem königlichen Pavillon spielte.

In den späteren Jahren sang er Gedichte der persischen Dichter, insbesondere von den indischen Dari-Dichtern Amir Khusro und Abdul Qader Bedel und die Ragas der klassischen indischen Musikrichtung. Er war von der indischen Patialaschule sehr beeindruckt. So sang er auch Raga-Khayal (persisch ‏راک خيال‎) (Traumragas).

Seine Söhne Hossein Bakhsh und Salim Bakhsh setzen sein Erbe auch im Exil fort. Zu den bekanntesten Musikstücken gehört das Lied: „In Tschragh o in Mahfel“ (Dieses Licht und dieses Fest).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Baily: Songs from Kabul: The Spiritual Music of Ustad Amir Mohammad. (Soas Musicology Series) Ashgate Publishing, Farnham 2011, S. 13, ISBN 978-0754657767
  2. Interview über Madadi
  3. Einschreiben bedeutet in traditionellen Musikschulen in Afghanistan, in dem die Familie der Schüler in einer Zerimonie für den Lehrer Süßigkeiten bringt und der Lehrer bindet gemäß der indo-iranischen Tradition ein aus Tar (Faden aus Baumwolle) gestricktes Armband bzw. Freundschaftsband an Handgelenk seines Schülers an.