Raiffeisenbank Heinsberg

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Logo der Genossenschaftsbanken  Raiffeisenbank eG, Heinsberg
Beratungs- und Dienstleistungszentrum Heinsberg.jpg
Staat Deutschland
Sitz Heinsberg
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 370 694 12[1]
BIC GENO DED1 HRB[1]
Gründung 1895
Verband Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e.V.
Website www.rbhs.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 849,63 Mio. Euro
Einlagen 624,65 Mio. Euro
Kundenkredite 493,32 Mio. Euro
Mitarbeiter 207
Geschäftsstellen 22
Mitglieder 12.623
Leitung
Vorstand Klaus-Dieter Kroll
Thomas Giessing
Aufsichtsrat Bernd Krückel MdL (Vors.)
Franz Quadflieg (stv. Vors.)
Franz-Leo Schmitz (stv. Vors.)
Karl-Peter Conrads
Josef Houben
Walter Lambertz
Heinz-Josef Rinkens
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Heinsberg im Kreis Heinsberg. Mit einer Bilanzsumme von 849,63 Mio. Euro ist sie das zweitgrößte regionale Kreditinstitut im Kreis Heinsberg.

Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg[Bearbeiten]

Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, hatte im Jahr 2013 eine Bilanzsumme von 849,63 Mio. Euro und verfügte über Spareinlagen der Kunden in Höhe von 357,12 Mio. Euro. Die Ausleihungen an Kunden betrugen 493,32 Mio. Euro.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 beschäftigte die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, 207 Mitarbeiter in 22 Filialen. Die Anzahl der Mitglieder betrug 12.623.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 15. März 1895 unterzeichneten 37 Männer der Gemeinde Karken im Saal Kremers in Karken die Beitrittserklärung der jungen Genossenschaft „Spar- u. Darlehenskasse Karken“. Das Gründungsjahr beendete die junge Genossenschaft mit einer Bilanzsumme von 20.000 Reichsmark. Das Eigenkapital betrug 300 Reichsmark und der Gewinn 4 Reichsmark. Bis zum Jahresende 1895 zählte die Bank 62 Mitglieder.

Durch den technischen Fortschritt und verbesserte Verkehrsmöglichkeiten nahm der Handel in der Region einen raschen Aufschwung, so dass das Jahr 1915 von der Spar- u. Darlehenskasse Karken mit 256 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von 646.000 Reichsmark beendet werden konnte. Das Eigenkapital war auf 20.000 Reichsmark angewachsen, der Gewinn betrug 2.500 Reichsmark.

Durch den Währungsschnitt mit Einführung der Rentenmark am 25. November 1923 fiel die Bilanzsumme der Spar- u. Darlehenskasse Karken von 640.000 Reichsmark (1915) auf 166.000 Rentenmark (1925).

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die deutsche Wirtschaft ihr Bruttosozialprodukt von 100 Mrd. DM (1949) auf 600 Mrd. DM 1968 vervielfachen. An dieser Entwicklung nahm auch die Spar- u. Darlehenskasse Karken teil, so dass sich die Bilanzsumme 1954 bereits auf 729.000 DM belief, fast eine Verdreifachung gegenüber 1949.

Fusionen[Bearbeiten]

Fusionsbaum Raiffeisenbank eG, Heinsberg

Um den dadurch zwangsläufig steigenden Anforderungen von Kunden und Mitgliedern gerecht zu werden, beschloss die Generalversammlung der Spar- und Darlehnskasse Karken 1961 ein Zusammengehen mit der bis dahin selbständigen Spar- und Darlehnskasse Kempen. Noch im selben Jahr erfolgte die Umfirmierung in Raiffeisenbank Karken-Kempen. Eine enge Zusammenarbeit führte 1966 zu einer Fusion, mit der Spar- und Darlehenskasse Birgelen.

Weitere Fusionen folgten 1970: mit den Spar- und Darlehenskassen Effeld-Ophoven und Braunsrath-Laffeld 1972: mit der Spar und Darlehenskasse Waldfeucht-Breberen

Durch die große Fusion 1978 mit der Spar- und Darlehenskasse Kirchhoven verfügte man über zwölf Geschäftsstellen, um Mitglieder und Kunden zu betreuen. Gleichzeitig war die Genossenschaft im Warengeschäft tätig. Im Jahre 1986 wies man eine Bilanzsumme von 175 Mio. DM aus, der Umsatz betrug nahezu 2 Mrd. DM und es wurden mehr als 3.900 Mitglieder betreut.

Durch die Fusion im Jahre 1991 mit der Spar- und Kreditbank Heinsberg, die 1895 als Dremmener Darlehenskassenverein gegründet wurde, hatte die Raiffeisenbank nun 14 Geschäftsstellen. Wirtschaftlich stand man mit einer Bilanzsumme von mehr als 330 Mio. DM und fast 5.800 Mitgliedern auf gesunden Füßen.

Zum hundertjährigen Bestehen im Jahr 1995 wies die Genossenschaft ein Bilanzvolumen von 475 Millionen DM auf. Mit 120 Mitarbeitern kümmerte sich die Bank in 14 Geschäftsstellen um die Finanzangelegenheiten von 28.000 Mitgliedern und Kunden.

Im Jahr 1998 wurde die derzeitige Hauptstelle, das Beratungs- u. Dienstleistungszentrum in der Siemensstraße in Heinsberg, errichtet.

2002 wurden die ersten Gespräche mit der Raiffeisenbank Selfkant eG mit Ziel einer Fusion geführt. Der Verschmelzungsvertrag wurde am 28. Februar 2005 unterzeichnet. Nach Abstimmungen auf den Vertreterversammlungen am 19. Mai 2005 in der Bürgerhalle Hastenrath und am 23. Juni 2005 in der Heinsberger Begegnungsstätte wurde der Zusammenschluss am 27. Juli 2005 in das Genossenschaftsregister eingetragen und vollzogen. Der Vorstand um Herbert Himmels und Hans-Hubert Hermanns wurde durch den ehemaligen Vorstand der Raiffeisenbank Selfkant eG, Dieter Slangen, komplettiert.

Bei der Vertreterversammlung am 12. Juni 2007 wurden die gewählten Mitgliedervertreter über Pläne für eine Fusion mit der Raiffeisenbank eG, Geilenkirchen, die schlussendlich im Jahr 2008 vollzogen wurde, informiert. Mit Fusion der Raiffeisenbank eG, Geilenkirchen, wurde der Vorstand, bestehend aus Herbert Himmels, Hans-Hubert Hermanns und Dieter Slangen, um Klaus-Dieter Kroll erweitert. Dieter Slangen schied im Oktober 2008 und Herbert Himmels im Juni 2010 aus den Vorstandsdiensten aus. Im August 2012 verabschiedete sich dann Hans-Hubert Hermanns ebenfalls in den Ruhestand. Der Aufsichtsrat bestellte zum Juli 2012, neben dem verbleibenden Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Kroll, Thomas Giessing zum weiteren Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank eG, Heinsberg. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Daten & Fakten 2013
  3. Chronik der Raiffeisenbank eG, Heinsberg, veröffentlicht auf der Internetseite.

51.0601746.108977Koordinaten: 51° 3′ 37″ N, 6° 6′ 32″ O